Außerschulisches Lernlabor „Phänomexx“
Eine eigene Werkstatt

Ahlen -

„Phänomexx“ expandiert. Das außerschulische Lernlabor auf der Zeche Westfalen hat nicht nur zahlreiche Niederlassungen im Land. „Jetzt haben wir unsere eigene Werkstatt bekommen“, freut sich Mitbegründer und Vorsitzender Reinhardt Böhm.

Donnerstag, 05.10.2017, 15:10 Uhr

Arbeiten an Ytong-Steinen stehen bei den Schülern derzeit hoch im Kurs. Karl-Heinz Siehoff, Reinhardt Böhm und Roland Klein (Mitte v.l.) schauen ihnen dabei über die Schulter.
Arbeiten an Ytong-Steinen stehen bei den Schülern derzeit hoch im Kurs. Karl-Heinz Siehoff, Reinhardt Böhm und Roland Klein (Mitte v.l.) schauen ihnen dabei über die Schulter. Foto: Peter Schniederjürgen

Hinter den Laborräumen hat nun Karl-Heinz Siehoff sein Reich. Er ist seit etlichen Jahren der handwerkliche Kopf des Labors und hat bereits zahlreiche Experimente in die Tat – oder besser gesagt in Holz und Metall – umgesetzt. „Nun hat er eine richtige Anstellung“, ergänzt Reinhardt Böhm .

Die Refinanzierung von Personal- und Mietkosten erfolgt durch „Zukunft durch Innovation“ (ZdI) in Düsseldorf. Das ist eine Gemeinschaftsaktion zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses im Land. Sie fördern und unterstützen 50 Schülerlabore und Werkstätten. ZdI wird gleich von mehreren Ministerien unterstützt – unter anderem dem für Wissenschaft, Schule und Wirtschaft. Lokal hat die Sparkasse Münsterland-Ost großzügig die Ausstattung der Werkstatt mitfinanziert.

Damit kann „Phänomexx“ zukünftig neue Angebote präsentieren. „Wir wollen ein Ort werden, an dem Schulen ihre Arbeitsgemeinschaften anbieten oder Gruppen handwerklich kreativ sein können“, erklärt Anna Weber , Didaktische Leiterin des Lernlabors.

Zum Pressetermin am Mittwoch nutzte eine Gruppe der Städtischen Sekundarschule das Angebot. „Wir arbeiten gerade mit Ytong-Steinen. Das staubt gewaltig und ist bei uns in der Schule kaum möglich“, machte Lehrerin Ulla Niehues klar. Dabei wird anhand des Leichtbausteines in Chemie dessen Zusammensetzung besprochen, in Mathe die Belastbarkeit und einiges mehr. „Damit stellt ,Phänomexx‘ die fächerübergreifende Ausrichtung sicher“, betont Anna Weber. Das Engagement der Schüler unterstreicht das. „Ein ansehnlicher Teil der Arbeit findet außerhalb der Schulzeit statt, dennoch fehlt kaum mal jemand“, hat Lehrerin Niehues erfahren.

„Wir bieten zum Beispiel an, Porträtfotos zu machen, diese dann elektronisch zu bearbeiten und das Ganze auf Elefantenhaut zu drucken“, nennt Weber weitere Möglichkeiten. Das Rahmen und das Aufspannen geschehen ebenfalls in der neuen Werkstatt. „Das sind Aktionen, wie sie uns vorschweben“, macht die Didaktische Leiterin klar. Denn es soll keine einfache Ergänzung zum Werkunterricht sein. Bis jetzt sind in Ahlen das St.-Michael-Gymnasium, die Overberg-, die Sekundar- und die Gesamtschule am „Phänomexx“-Lernlabor aktiv und nutzen den Ort für ihre Projekte.

Zum Thema

Termine und weitere Informationen gibt es per E-Mail unter mail@phaenomexx.info.

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Damit stellt ,Phänomexx‘ die fächerübergreifende Ausrichtung sicher.

Anna Weber
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