Feuerwehr-Übung bei Firma Dow
Fiktive Rettung aus dem Tank

Ahlen -

Das Zusammenspiel von Feuerwehr und Rettungsdienst stand jetzt bei einer Übung in der Firma Dow im Mittelpunkt. Angenommen wurde, dass eine Person in einem Tank unter Schmerzen zusammengebrochen war.

Freitag, 06.10.2017, 15:10 Uhr

Aus einem Tankbehälter musste im Übungsszenario eine verletzte Person“ gerettet werden. Das Zusammenspiel von Feuerwehr und Rettungsdienst funktionierte dabei reibungslos.
Aus einem Tankbehälter musste im Übungsszenario eine verletzte Person“ gerettet werden. Das Zusammenspiel von Feuerwehr und Rettungsdienst funktionierte dabei reibungslos. Foto: Feuerwehr Ahlen

Mehrmals im Jahr bildet sich die Feuerwehr Ahlen im Rettungsdienst und im Brandschutz an besonderen Terminen fort. In diesen Tagen bestand die Möglichkeit, im Werk der Firma Dow die Rettung einer erkrankten Person aus einem Tankbehälter zu üben.

„Angenommen wurden Reparaturarbeiten in dem Tank“, so der stellvertretende Wachleiter Wolfram Schneider . „Das Szenario geht davon aus, dass einer der beiden Arbeiter plötzlich sehr starke Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule bekommen hat. Es wurde ein Bandscheibenvorfall vermutet.“ Nach dem Auslösen der internen Notfallkette im Werk wurde die Feuerwehr über den Notruf „112“ alarmiert. Sofort wurden ein Hilfeleistungslöschfahrzeug, ein Rettungswagen und das Notarzteinsatzfahrzeug mit dem Notarzt entsandt.

Die Einsatzkräfte wurden von Dow-Mitarbeitern am Werkstor empfangen und zur Einsatzstelle geleitet. Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter folgten die Besatzungen des Rettungswagens und des Notarzteinsatzfahrzeugs, um in den Tank zur medizinischen Versorgung einzusteigen. „Dies konnte ohne besondere Schutzmaßnahmen durchgeführt werden, da das Innere des Tanks gereinigt war und unter permanenter messtechnischer Überwachung stand“, so Schneider. „Der Verletzte befand sich auf der obersten Bühne eines Gerüstes im Tank.“

Während der medizinischen Erstversorgung stimmte der Einsatzleiter die technischen Maßnahmen zur Rettung aus dem Tank zwischen Feuerwehrkräften und dem Rettungsdienstpersonal ab. Die Rettung sollte mittels „Spineboard“, einem starren Brett mit Griffmulden und Fixierpunkten, patientenschonend erfolgen.

Der fiktive Patient wird befreit.

Der fiktive Patient wird befreit. Foto: Feuerwehr Ahlen

Hierfür mussten alle Zwischenbühnen und auch die oberste Ebene teilweise zurückgebaut werden, um den Patienten liegend auf den Boden des Tanks und von da aus durch das nur 60 Zentimeter große Einstiegsloch herauszutransportieren.

Nach Abschluss der medizinischen Maßnahmen durch den Notarzt – unter anderem erhielt der Patient Schmerzmittel, wobei alle Vitalparameter überwacht wurden – konnte die Rettung aus dem Tank erfolgen. Als Vorteil erwies sich hierbei die multifunktionale Ausbildung der eingesetzten Kräfte, da zum Beispiel die rettungsdienstlichen Maßnahmen auch von den Feuerwehrkräften weitergeführt werden konnten.

Am Ende der Übung wurden alle maßgeblichen Einsatzfunktionen in einer Nachbetrachtung besprochen, hierbei wurden auch Verbesserungen diskutiert. Alle Beteiligten waren sich einig, dass so eine Übung zwar nicht den Ernstfall darstellen, aber doch viele lehrreiche Aspekte näherbringen kann. Die Wehr bedankte sich insbesondere bei der Firma Dow für die Bereitstellung des Übungsobjekts.

Das Szenario geht davon aus, dass einer der beiden Arbeiter plötzlich sehr starke Schmerzen bekommen hat.

Wolfram Schneider
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