90 Jahre Sozialdienst katholischer Frauen
Ein starkes Glied in der Präventionskette

Ahlen -

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) im Kreis Warendorf feierte sein 90-jähriges Bestehen – und bekam viel Lob für seine wichtige Arbeit.

Samstag, 14.10.2017, 17:10 Uhr

Zu einem runden Geburtstag gehört natürlich auch eine echte Torte. SkF-Geschäftsführerin Susanne Pues schnitt sie mit großer Freude an. Es gratulierten u.a. Bürgermeister Dr. Alexander Berger und der stellvertretende Landrat Winfried Knaup.
Zu einem runden Geburtstag gehört natürlich auch eine echte Torte. SkF-Geschäftsführerin Susanne Pues schnitt sie mit großer Freude an. Es gratulierten u.a. Bürgermeister Dr. Alexander Berger und der stellvertretende Landrat Winfried Knaup. Foto: Ralf Steinhorst

„Es gibt unendlich viel zu machen und zu helfen, wenn es nur einen gibt, der es tut“, sagte Agnes Neuhaus , Gründerin des heutigen Sozialdienstes Katholischer Frauen (SkF) zu ihren Lebzeiten. Diesen Ausspruch nahm der SkF im Kreis Warendorf zum Motto seiner Feier des 90-jährigen Bestehens am Donnerstagabend.

Über 100 Gäste hatte der Verein zu seinem Geburtstag in das Forum der Volksbank Ahlen eingeladen. Die Vorsitzende Maria Kleineidam führte in ihrer Festrede die vielen Aufgabenbereiche des SkF auf. Frauen, die Hilfe bedürfen, sollen unterstützt werden, um selbstbestimmt leben zu können. Unter die Arme greifen will man aber auch Eltern, die in Belastungssituationen Hilfe suchen.

„Das, was den SkF auszeichnet, ist Ihnen zu verdanken“, lobte die Vorsitzende die Haupt- und Ehrenamtlichen. Daher sei der Verein im Kreis Warendorf sehr gut aufgestellt. Was Winfried Kaup, stellvertretender Landrat, bestätigte: „Über 140 Haupt- und Ehrenamtliche setzen sich für Mitmenschen ein. Sie zeichnet aus, dass man ihnen ansieht, wie wichtig ihnen ihre Arbeit ist.“

90 Jahre SkF im Kreis Warendorf

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  • Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) im Kreis Warendorf feierte 90-jähriges Bestehen – und bekam viel Lob für seine wichtige Arbeit. Foto: Ralf Steinhorst
  • Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) im Kreis Warendorf feierte 90-jähriges Bestehen – und bekam viel Lob für seine wichtige Arbeit. Foto: Ralf Steinhorst
  • Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) im Kreis Warendorf feierte 90-jähriges Bestehen – und bekam viel Lob für seine wichtige Arbeit. Foto: Ralf Steinhorst
  • Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) im Kreis Warendorf feierte 90-jähriges Bestehen – und bekam viel Lob für seine wichtige Arbeit. Foto: Ralf Steinhorst
  • Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) im Kreis Warendorf feierte 90-jähriges Bestehen – und bekam viel Lob für seine wichtige Arbeit. Foto: Ralf Steinhorst
  • Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) im Kreis Warendorf feierte 90-jähriges Bestehen – und bekam viel Lob für seine wichtige Arbeit. Foto: Ralf Steinhorst
  • Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) im Kreis Warendorf feierte 90-jähriges Bestehen – und bekam viel Lob für seine wichtige Arbeit. Foto: Ralf Steinhorst
  • Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) im Kreis Warendorf feierte 90-jähriges Bestehen – und bekam viel Lob für seine wichtige Arbeit. Foto: Ralf Steinhorst
  • Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) im Kreis Warendorf feierte 90-jähriges Bestehen – und bekam viel Lob für seine wichtige Arbeit. Foto: Ralf Steinhorst
  • Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) im Kreis Warendorf feierte 90-jähriges Bestehen – und bekam viel Lob für seine wichtige Arbeit. Foto: Ralf Steinhorst

Die gute Zusammenarbeit zwischen dem SkF und dem Jugendamt der Stadt Ahlen würdigte Bürgermeister Dr. Alexander Berger. „Der SkF nimmt uns die Verantwortung ab, wo wir als Verwaltung an natürliche Grenzen stoßen“, machte das Stadtoberhaupt deutlich, dass eine wie vom Verein geleistete Rundumbetreuung von Seiten der Stadt nicht machbar sei. Wie gut die Arbeit des SkF ist zeige auch die Nominierung des Projekts „aufLeben“ im Mai dieses Jahres für den Nationalen Integrationspreis der Bundeskanzlerin. Unter dem Strich sei der Verein ein starkes Glied in der städtischen Präventionskette.

In ihren Briefen an die Gründerin Agnes Neuhaus zeigten die Mitarbeiterinnen den gesellschaftlichen Wandel auf, in dessen Umfeld sich der SkF in den letzten 90 Jahren bewegte. So habe sich die Situation schwangerer Frauen in diesen Jahren verändert, auch Väter werden inzwischen mit ihren Kindern in die Einrichtung aufgenommen. Aber auch eine Mahnung riefen sie aus: Man sei heute zwar nahe dran an den Menschen und Notlagen, man brauche aber weiterhin Menschen, die sich dafür einsetzen. So kam Geschäftsführerin Susanne Pu­es zu dem Schluss, dass auch heute noch das Motto von Agnes Neuhaus aktuell ist.

Den unterhaltsamen Teil des Abends gestalteten die Kabarettisten Jochen Rü­ther und Harald Funke, die vor allem das traditionelle und aktuelle Frauenbild aufs Korn nahmen. „Selbstbewusste Frauen sind der Untergang des Mannes“, kommentierte Harald Funke die neue wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frauen. Um dann allerdings festzustellen: „Frauen machen in Studium und Beruf alles besser – nützen tut es ihnen aber nichts.“ In Form einer Pferdedressurdarbietung zeichneten Funke & Rüther die Geschichte des SkF nach, um dann zu dem Preisrichterspruch zu kommen: „Das Gold ist dem SkF nicht mehr zu nehmen.“

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