Aktionswoche „Riegel vor“
Dunkle Jahreszeit – mehr Einbrüche

Ahlen -

Das Kriminalkommissariat für Prävention und Opferschutz der Kreispolizeibehörde Warendorf schloss am Samstag in der Fußgängerzone mit einem Informationsstand die landesweite Aktionswoche „Riegel vor – Sicher ist sicherer“ ab. Ziel war dabei, den Bürgern zu Beginn der dunklen Jahreszeit Tipps für ein sicheres Zuhause zu geben.

Sonntag, 15.10.2017, 14:10 Uhr

Die beiden Hauptkommissare Markus Bode und Andreas Schröder gaben dem Ehepaar Klaus und Elisabeth Brunnert (v. l.) im Rahmen der Aktion „Riegel vor“ wertvolle Tipps.
Die beiden Hauptkommissare Markus Bode und Andreas Schröder gaben dem Ehepaar Klaus und Elisabeth Brunnert (v. l.) im Rahmen der Aktion „Riegel vor“ wertvolle Tipps. Foto: Ralf Steinhorst

In vielen Orten des Kreises war die Polizei in der Aktionswoche mit Informationsständen vertreten, um die Wege zu den Bürgern kurz zu halten. Zusätzlich wurde ein sogenannter Bannerbulli in Wohngebieten eingesetzt; Vorträge ergänzten das Informationsangebot in der Aktionswoche.

„Wenn die Einbruchszahlen hoch sind, haben wir einen guten Andrang bei den Besprechungsangeboten“, analysierte Kriminalhauptkommissar Andreas Schröder die Nachfragen der Bürger. Diese seien in der Aktionswoche wohl geringer gewesen, weil auch die Einbruchzahlen statistisch spürbar zurückgegangen sind.

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Steigende Einbruchszahlen befürchtet

Allerdings warnte er umgehend davor, dass diese wegen der dunklen Jahreszeit in den kommenden Monaten wohl wieder steigen werden. Deshalb gab er den Rat, dass Bürger sich mit der Möglichkeit von Einbrüchen beschäftigen sollten, bevor etwas passiert.

Hier spielt die Notrufnummer 110 eine ganz entscheidende Rolle. „Es gibt noch viel zu große Hemmungen, die 110 zu wählen“, will Polizeihauptkommissar Markus Bode die Bürger dazu animieren, keine Scheu zu haben, anzurufen, wenn sie etwas Ungewöhnliches beobachten. Schon, wenn das Bauchgefühl sagt, dass etwas nicht stimmt, sollte man die Polizei verständigen, rät Bode. Denn diese Telefonnummer sei auch die Nummer für Verdachtsfälle.

Es gibt noch viel zu große Hemmungen, die 110 zu wählen.

Polizeihauptkommissar Markus Bode

Zusätzlich müssten weitere Verhaltensratschläge befolgt werden. So sollte in den dunklen Abendstunden immer für Beleuchtung gesorgt werden, um Anwesenheit anzuzeigen. Beim Verlassen des Hauses sollten generell die Fenster geschlossen werden und die Haustür, wenn möglich, doppelt umgeschlossen werden.

Häuser und Fenster einbruchssicherer machen

Auch bei baulichen Sicherungsmöglichkeiten gibt es nützliche Vorschläge. So werden Fenster und Terrassentüren wesentlich einbruchssicherer, wenn sie mit Pilzkopfverriegelungen mit geschlossenen Schließstücken versehen werden. Alternativ können auch von innen aufgeschraubte Riegel angebracht werden.

Ein besonderes Augenmerk sollte auf Kellerfenster gelegt werden, wo Gitterrostsicherungen oder Gitterstäbe den Einbruchschutz wesentlich erhöhen. Für alle baulichen Maßnahmen gilt, dass sie von einem Fachbetrieb ausgeführt werden sollten, hieß es am Infostand. Weitere Informationen bietet die Polizei im Internet.

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