Peter Lehmann löst Ralf Kiowsky ab
Wechsel an CDU-Fraktionsspitze

Ahlen -

Mit einer neuen Mannschaftsaufstellung geht die CDU-Ratsfraktion in die zweite Halbzeit der laufenden Wahlperiode. Die Kapitänsbinde trägt von nun an nicht mehr Ralf Kiowsky, sondern Peter Lehmann. Der 41-jährige Polizeirat wurde auf der Fraktionssitzung am Montagabend zum neuen Vorsitzenden gewählt, auf ihn entfielen 13 von 16 geheim abgegebenen Stimmen.

Dienstag, 17.10.2017, 17:10 Uhr

Der neue Fraktionsvorsitzende Peter Lehmann (M.), flankiert von seinen beiden Stellvertretern Ralf Marciniak (l.) und Martin Hegselmann.
Der neue Fraktionsvorsitzende Peter Lehmann (M.), flankiert von seinen beiden Stellvertretern Ralf Marciniak (l.) und Martin Hegselmann. Foto: Peter Harke

Kiowsky hatte zuvor seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur für das 2011 von Carl Holtermann übernommene Amt erklärt und zugleich angekündigt, sich auch bei der nächsten Kommunalwahl 2020 nicht erneut um ein Ratsmandat bewerben zu wollen. Er habe dafür „persönliche und berufliche Gründe“ angeführt, berichtete Peter Lehmann am Dienstagmorgen bei einem Pressegespräch mit seinen beiden Stellvertretern Ralf Marciniak und Martin Hegselmann im CDU-Fraktionsbüro im Rathaus.

Das war eine reguläre Wahl.

Peter Lehmann

Marciniak (61) wurde am Montagabend mit zwölf Ja-Stimmen zum neuen 1. stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gekürt, bisher war dies Lehmann. Die nach ei­ner Gesetzesänderung erst im Januar neu geschaffene Position des zweiten „Vize“, die Heg­selmann (53) seitdem bekleidet, stand noch nicht wieder zur Wahl. Als Fraktionsgeschäftsführerin wurde Barbara Buschkamp mit 15 Stimmen bestätigt. Beisitzer im erweiterten Frak­tions­vor­stand sind Joachim Rabe, Rita Pöppinghaus-Voss, Matthias Harman und Erhard Richard.

Ralf Kiowsky sei in der Sitzung für seine Arbeit „sehr gelobt“ worden, berichtete Pe­­ter Lehmann. Er leugnete allerdings nicht, dass es zuletzt innerhalb der Fraktion durchaus auch Unzufriedenheit mit der Amtsführung seines Vorgängers gegeben habe und Kritik an dessen als zu gering empfundener Präsenz in der Öffentlichkeit nicht zuletzt aus den Fachvereinigungen der Partei geübt worden sei. „Die Fraktion muss sichtbarer werden“, formulierte Martin Hegselmann daher als ein Ziel für die kommenden drei Jahre. Dazu wolle man die Fraktionsarbeit intern neu strukturieren und auf mehr Schultern verteilen.

Die Fraktion muss sichtbarer werden.

Martin Hegselmann

Hegselmann beteuerte: „Das ist kein Putsch!“ Und auch Peter Lehmann trat dem Eindruck entgegen, hinter Kiowskys Rücken sei ein abgekartetes Spiel gelaufen, betonte beim Pressegespräch mehrfach: „Das war eine reguläre Wahl nach unserer Geschäftsordnung“, der sich der Fraktionsvorstand immer zur Hälfte der Ratsperiode stelle. Dass er für den Vorsitz kandidiere, sei der „große Wunsch der Partei“ gewesen. Seine Entscheidung, diesem Wunsch zu entsprechen, habe er jedoch erst am vergangenen Mittwoch getroffen.

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