Nach Rückzug von CDU-Fraktionsspitze
Kiowsky: „Ich bin erleichtert“

Ahlen -

„Es ist die richtige Entscheidung.“ Mit diesen Worten kommentierte am Dienstag Ralf Kiowsky seinen Entschluss, bei der Neuwahl zum Fraktionsvorstand inmitten der Wahlperiode am Montagabend nicht wieder anzutreten.

Mittwoch, 18.10.2017, 07:10 Uhr

Das „Trostpflaster“, den Vorsitz im Finanz- und Personalausschuss zu übernehmen, lehnt Ralf Kiowsky dankend ab.
Das „Trostpflaster“, den Vorsitz im Finanz- und Personalausschuss zu übernehmen, lehnt Ralf Kiowsky dankend ab. Foto: Peter Harke

Der CDU-Politiker, der 2011 ebenfalls zur Mitte der Ratsperiode die Nachfolge von Carl Holtermann als Fraktionsvorsitzender angetreten hatte, zog mit seinem Rückzug die Konsequenzen aus der Stimmungslage in der Fraktion. Im Hinblick auf die Kommunalwahl 2020 kündigte Kiowsky bereits an, nicht mehr als Kandidat für ein Ratsmandat zur Verfügung stehen zu wollen.

Im Gespräch mit dieser Zeitung räumte der Vorhelmer unumwunden ein: „Ich bin erleichtert.“ Die Arbeit als Fraktionsvorsitzender habe viel Zeit und Kraft gekostet. Mehrfach hatte er erklärt, dass einige Entscheidungen wie zu Bosenberg oder zur Windenergie die Ratsmitglieder an die Grenzen ihrer Belastbarkeit geführt hätten. Auch das Rathaus zählt für Kiowsky dazu.

Erleichtert zeigte sich Kiowsky auch aus einem anderen Grund. „Ich muss jetzt nicht mehr Entscheidungen der Fraktion nach außen vertreten, die ich selbst nicht mitgetragen habe“, erklärte er. Zur Erinnerung: Als die Entscheidung über einen möglichen Umzug des Rathauses in die Arbeitsagentur anstand, gehörte Kiowsky zu den sechs „Abweichlern“, die gegen einen Verbleib im Rathaus votierten.

Er bleibe Fraktionsmitglied und sei auch dankbar, dass er weiterhin die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden bei den Stadtwerken ausüben könne. „Das ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe“, sagt Kiowsky. Der ihm angetragene Vorsitz des Finanz- und Personalausschusses sei hingegen für ihn „keine Option“, unterstreicht er.

Kiowsky gehört seit 2007 dem Rat an und rückte seinerzeit für Gregor Wiethaup nach.

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