Ahlener vor dem Landgericht
Betrunken gegen Zaun und Pfosten

Ahlen/Münster -

Die Berufungsverhandlung brachte einen Angeklagten aus Ahlen nicht weiter. Er blieb auf den Konsequenzen einer Trunkenheitsfahrt sitzen.

Donnerstag, 02.11.2017, 20:11 Uhr

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Symbolbild  Foto: dpa

Zu tief ins Glas geschaut hatte der 41-jährige Ahlener, als er sich nach einer Familienfeier im Februar hinter das Steuer seines Autos setzte. Auf der Professor-Hahn-Straße kam er von der Fahrbahn ab, fuhr gegen Zaun und Pfosten. Dabei entstand ein enormer Fremd- und Eigenschaden. Ohne seiner Feststellungspflicht nachzukommen, fuhr der Mann nach Hause, wo er von der Polizei angetroffen wurde. Am Donnerstag saß er vor dem Landgericht.

Auf dem Weg zur Blutentnahme hatte der 41-Jährige gegenüber den Beamten eingeräumt, Alkohol konsumiert und in den vergangenen Tagen auch ärztlich verordnete Morphine zu sich genommen zu haben. Das bestätigten Blutuntersuchungen mit einem Alkoholgehalt von 1,99 Promille.

Fahrlässige Straßenverkehrsgefährdung und Trunkenheit im Straßenverkehr in Tateinheit mit unerlaubtes Entfernen vom Unfallort – das sah das Amtsgericht Ahlen in den Tathandlungen des Angeklagten. Dafür verurteilte es den 41-Jährigen im Juni zu 60 Tagessätzen zu je 20 Euro. Der Führerschein wurde mit der Maßgabe eingezogen, dass vor Ablauf eines Jahres keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden darf.

Der Angeklagte ging in Berufung. Am Donnerstag stand er vor dem Landgericht. „Ich bin nicht gefahren“, sagte er. Jemand aus seiner Familie habe das Auto gesteuert. Wer, das blieb indes offen. „Bedrängt“ will sich der Angeklagte gefühlt haben. Und gefühlte Stunden habe er den Beamten gesagt, er sei nicht gefahren. Als das Landgericht erkennen ließ, dass es für den 41-Jährigen nicht gut aussieht, zog der Verteidiger nach Beratung die Berufung zurück. Weil das einer Geständniswirkung gleichkam, mussten das Sachverständigengutachten nicht mehr entgegengenommen und Zeugen nicht mehr vernommen werden.

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