Aktion Benjamin
100 Prozent für Kinder

Ahlen -

Karl Pichol hat seine künstlerischen Fotos verkauft und den Erlös an die Aktion Benjamin gespendet. Die Organisation ist auf solch engagierten Unterstützer angewiesen.

Donnerstag, 09.11.2017, 13:11 Uhr

Dr. Hubertus Rustige bedankte sich herzlich bei Karl Pichol für sein Engagement und die Spende. Pichol hatte seine Fotografien im St.-Franziskus-Hospital ausgestellt.
Dr. Hubertus Rustige bedankte sich herzlich bei Karl Pichol für sein Engagement und die Spende. Pichol hatte seine Fotografien im St.-Franziskus-Hospital ausgestellt. Foto: Aktion Benjamin

Eine Spende in Höhe von 525 Euro konnte der Ahlener, Karl Pichol , an die Aktion Benjamin überweisen. Der Betrag war durch den Verkauf seiner Fotos und die über den Kaufpreis hinausgehende große Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung zusammengetragen worden. Die Aktion Benjamin, die Hilfsorganisation für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten, ist auf dieses Engagement angewiesen.

In der Zeit von August bis Oktober waren im Foyer des St.-Franziskus-Hospitals die kunstvollen Fotografien von Karl Pichol zu sehen. Dabei handelte es sich um Sandbilder, die er bewusst mit Farben am Computer verändert hatte. Entstanden waren die Fotos an Stränden wie beispielsweise von Sylt, Texel, Rügen oder der Lübecker Bucht, wo er nach Formen suchte, die von Wasser und Wind in den Sand gebracht worden waren. Die ansprechenden Bilder erfuhren im St.-Franziskus-Hospital große Nachfrage. Dr. Hubertus Rustige bedankte sich bei Karl Pichol für sein Engagement und die Spende an die Aktion Benjamin.

Die Aktion Benjamin ist kein Verein. Pater Hermann-Joseph Schwerbrock, Dr. med. Hubertus Rustige und Dr. Thomas Krohn halten Kontakt zum Friedensdorf Oberhausen und übernehmen jedes Jahr ein bis drei Kinder zur Behandlung in das St.-Franziskus-Hospital. Dafür wird jede Spende zu 100 Prozent für die Kinder eingesetzt.

Das Friedensdorf Oberhausen fliegt mehrmals jährlich Kriegs- und Krisenregionen in Afrika und Asien an, untersucht die Kinder und nimmt dann etwa 200 bis 300 Mädchen und Jungen, für die in ihrem Land keine Hilfe möglich ist, mit nach Oberhausen. Viele deutsche Krankenhäuser helfen mit, sie zu behandeln.

„Dabei ist es uns wichtig, diese Kinder kompetent zu versorgen, aber auch psychosozial zu betreuen. Sie sollen sich nicht entfremden und sich später leicht wieder in ihrem Heimatland und ihrer Familie zurechtfinden. Deshalb leben die Kinder im Friedensdorf Oberhausen in ihren Landesgruppen, um in ihrer Muttersprache und ihren Landesbräuchen zu bleiben. Das hilft und verhindert nach der Rückkehr eine nicht gewünschte Europäisierung“, unterstrich Dr. Rustige.

Wer die Aktion Benjamin unterstützen möchte, kann dies über das Spendenkonto St. Marien, Stichwort „Aktion Benjamin“, Iban: DE51 412 625 010 100 102 100, BIC: GENODEM1AHL, Volksbank Ahlen. Eine Spendenquittung wird auf Wunsch ausgestellt.

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