„Circus Atlantik“
Alle lieben Clown Zitrone

Ahlen -

Familiengerechte Zirkuskunst bietet der „Circus Atlantik“, der zurzeit auf dem Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz gastiert.

Freitag, 17.11.2017, 17:11 Uhr

Artistin Janina Köllner kann sich unglaublich verbiegen. Der „Circus Atlantik“ bietet zurzeit familiengerechte Unterhaltung – sowohl mit der Show in der Manege als auch mit der Möglichkeit, die Tiere hautnah kennenzulernen.
Artistin Janina Köllner kann sich unglaublich verbiegen. Der „Circus Atlantik“ bietet zurzeit familiengerechte Unterhaltung – sowohl mit der Show in der Manege als auch mit der Möglichkeit, die Tiere hautnah kennenzulernen. Foto: Peter Schniederjürgen

Zirkusluft in Ahlen: Für die Liebhaber der Kunst in der Manege hat der „Circus Atlantik“ sein Zelt auf dem Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz aufgeschlagen. Artistik, Clowns und Tierdressur bestimmen das Programm. Dabei wird dem Publikum eine solide und sehenswerte Schau geboten.

Publikumsliebling ist der Clown Zitrone. Der absolute Jungartist hat nämlich seine Manegen-Premiere in Ahlen. Mit seinem Freund Banane bringt der Nachwuchsartist die Moderatorin Leslie Köllner ganz schön in Fahrt. Erfindungen der beiden kecken Gesellen wie das „Wahrheitswasser“ lassen die gestandene Zirkusfrau kräftig ausspucken.

Dabei ist Zitrone auch der Liebling der Kinder. Kein Wunder, er ist nicht nur altersmäßig von den jüngsten Zirkusbesuchern nicht weit entfernt, sondern, so Artistin Janina Köllner , habe auch früh den Drang in die Manege gehabt: „Im zarten Alter von zweieinhalb Jahren quengelte er schon, endlich mit auftreten zu dürfen. Und hier wollen wir es ihm ermöglichen.“

Janina Köllner selbst ist in zahlreichen Nummern zu sehen. Die junge Frau scheint über ein superflexibles Knochengerüst zu verfügen. Durch die eigene Beine hindurch nach hinten zu blicken oder mit dem Bauch nach oben und den Armen unten rückwärts zu laufen, gelingt ihr mühelos.

Des Direktors Metier ist die Tierdressur mit den Vierbeinern, die irgendwie mit zur Familie gehören und dementsprechend unter guten Bedingungen gehalten werden. So widmet sich Karl-Heinz Köllner in seiner Einführungsnummer den drei Pferden, allesamt Pinto-Schecken, mit viel Hingabe und Belohnungen. Das gilt auch für die anderen Dressuren. Bei der Kamelkarawane bekommt der Chef einen kleinen Seitenhieb: „Das Kamel kann 14 Tage ohne Essen und Trinken arbeiten – unser Direktor kann 14 Tage essen und trinken, ohne zu arbeiten“, schmunzelt Ansagerin Leslie.

Spannend wird es, als Janina Köllner ihre „Ariel-Loops“ unter der Zirkuskuppel vorführt. An einem überdimensionierten Schal hängend, macht die Akrobatin in schwindelnder Höhe die tollsten Kapriolen. Gern lässt sie sich dabei mal ein paar Meter in die Tiefe fallen. Und das ohne Netz, was sicher die Spannung erhöht, aber das Risiko ebenso. Für Janina ist ein Netz keine Option: „Die Nummer ist so oft eingeübt und durchgeplant, da würde eine Netz nur stören.“ Nach der Pause wird’s dann wieder erdbezogener, wenn sie einen Schlangentanz vorführt.

Der „Circus Atlantik“ bietet keine zirzensischen Spitzenleistungen, aber dafür familiengerechte, solide Zirkuskunst und eine tolle Atmosphäre. Die Stars sind hier zum Anfassen. In der Pause ermöglichen sie gar die direkten Tierkontakte – vom Kamelreiten bis Schlangen streicheln.

Weitere Vorstellungen sind am heutigen Samstag um 14 und 17 Uhr. Am Sonntag ist Familientag, zu den Vorstellungen um 11 und 14 Uhr zahlen auch Eltern nur Kinderpreise.

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