Kinospot und Filmabend
Bürgerstiftung geht neue Wege

Ahlen -

Überwältigt von der Resonanz auf den ersten Filmabend der Bürgerstiftung war deren Vorsitzender Franz Tripp. Jetzt soll es weitere Veranstaltungen dieser Art geben.

Samstag, 18.11.2017, 09:11 Uhr

Zufrieden mit dem ersten Kinoabend der Bürgerstiftung: Franz Tripp, Bernd Ahlmer, Moderator Manfred Gesch, Frank Böhle, Rudolf Pollex, Lambert Quante und Franz Venker (v.l.).
Zufrieden mit dem ersten Kinoabend der Bürgerstiftung: Franz Tripp, Bernd Ahlmer, Moderator Manfred Gesch, Frank Böhle, Rudolf Pollex, Lambert Quante und Franz Venker (v.l.). Foto: Ralf Steinhorst

Die Bürgerstiftung hatte am Donnerstag zu ihrem ersten Kinoabend mit dem Film „Tulpenfieber“ in das „Cinema Ahlen“ eingeladen. Dort wurde auch der neue Kinospot der Institution vorgestellt. Der Vorsitzende Franz Tripp nutzte die Gelegenheit, eine ausführliche Bilanz der Stiftungsarbeit zu ziehen.

Zunächst aber zeigte sich Franz Tripp überwältigt vom Besuch der Stifter, Freunde und Interessierten: „Die Resonanz hat die Erwartungen übertroffen.“ Für ihn war es Anlass zu überlegen, weitere Filmabende zu veranstalten. Manfred Gesch , der auch die Veranstaltungen des VHS-Seniorenkinos moderiert, hatte den Film vorgeschlagen. In dem ging es um Geld und Spekulation, wobei er feststellte, die Bürgerstiftung gehe dagegen mit ihren Mitteln sehr seriös um.

In seinem Bericht nannte Franz Tripp das derzeitige Stiftungskapital von 685 000 Euro, gestartet war man vor sieben Jahren mit 150 000 Euro. Er dankte hierfür posthum ausdrücklich Annelie Leifeld für ihre Zustiftung von 500 000 Euro. Seit der Gründung hat die Bürgerstiftung verschiedene Projekte mit insgesamt 90 000 Euro unterstützt.

Allerdings steht die Stiftung zurzeit vor großen Herausforderungen. Das Stiftungskapital ist festgelegt, nur über Zinserträge können weitere Projekte gefördert werden. Das Zinsniveau allerdings ist schon seit einigen Jahren sehr niedrig.

Also denkt die Bürgerstiftung über neue Wege nach. In einem Erfahrungsaustausch mit der Bürgerstiftung Gütersloh sind hier zum Beispiel Patenschaften oder die Einrichtung von Treuhand- oder Unterstiftungen und Stiftungsfonds zur Sprache gekommen. In diesen Fällen würde die Bürgerstiftung die Verwaltung übernehmen und so die Wünsche der partnerschaftlichen Wünsche der Stifter übernehmen.

Zudem sollen noch mehr interessierte Bürger zur ehrenamtlichen Mitarbeit motiviert werden. Mehrere Personen hatten sich nach einem ersten Aufruf schon gemeldet. „Von Bürgern für Bürger“, nannte hier Franz Tripp das Motto. Erleichtert werden soll das durch die Eröffnung eines Büros als Anlaufstelle und zur Erledigung administrativer Aufgaben. Just am Donnerstagmorgen bot Bürgermeister Dr. Alexander Berger hierfür die Räumlichkeiten der Stadtwacht an der Bahnhofstraße an. Die Verleihung des Förderpreises „Der Blaue Turm 2018“ soll wieder das bürgerschaftliche Engagement stärken.

In einem 40 Sekunden langen Kinospot stellt die Bürgerstiftung ihre Arbeit vor mit dem finalen Aufruf „Engagieren auch Sie sich mit!“ Mit dem Spot möchte sich die Stiftung öffentlich besser darstellen. Zum Abschluss des Kinoabends waren die Besucher noch zu einem Austausch bei kühlen Getränken eingeladen.

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