Schützenverein Dolberg
Standing Ovations für Urgesteine

Dolberg -

Der eine war 32 Jahre in Amt und Würden, der andere 28: Oberst Bernhard Schröer und Adjutant Hermann Stratmann sen. machten nun Platz für die jüngere Generation.

Sonntag, 19.11.2017, 12:11 Uhr

Zwei Urgesteine verabschieden sich: Hermann Stratmann sen. (l.) nach 28 Jahren und Oberst Bernhard Schröer (r.) nach 32 Jahren. Hans Droste (M.) dankte beiden herzlich.
Zwei Urgesteine verabschieden sich: Hermann Stratmann sen. (l.) nach 28 Jahren und Oberst Bernhard Schröer (r.) nach 32 Jahren. Hans Droste (M.) dankte beiden herzlich. Foto: Ralf Steinhorst

Gleich zwei Zeitalter gingen am Freitagabend beim Schützenverein Dolberg zu Ende. Bei der Generalversammlung im Gasthof „Zur Post“ machten Oberst Bernhard Schröer nach 32 Jahren und sein Adjutant Hermann Stratmann sen. nach 28 Jahren Platz für die jüngere Generation. Mit Standing Ovations wurden beide verabschiedet. Zum neuen Oberst wurde Jürgen Krupski gewählt.

Bei vollem Haus ehrte der Vorsitzende und amtierende Schützenkönig Hans Droste aber zunächst Fritz Huneke, der dem Verein seit 65 Jahren angehört. Die Schützen können aber auch auf frische Kräfte zählen, seit der letzten Versammlung traten 15 neue Mitglieder bei, so dass der aktuelle Mitgliederstand 709 beträgt. Auch die Kassenlage ist gut, Kassierer Andreas Elberg konnte einen Überschuss erwirtschaften, der als Rücklage für das Jubiläumsjahr 2020 dient.

Die Jahresberichte der Abteilungen spiegelten die Aktivitäten der vergangenen Monate wieder. „Ich selbst hatte das nicht mehr für möglich gehalten – der Vogel auch nicht“, kommentierte Hans Droste seinen Königsschuss. Er bedauerte, dass die Besucherzahl des Kinderschützenfestes rückläufig ist, dem soll zukünftig mit mehr Werbung entgegengewirkt werden. Der Artilleriezug hat seiner Kanone „Mathilde“ einen neuen Vorderwagen gebaut, so dass sie besser transportiert werden kann. Höhepunkte waren das 25-jährige Jubiläum der Königskompanie sowie das 65-jährige Bestehen der Avantgarde.

Bei den Berichten wurde in die Zukunft geschaut. 2018 will die Avantgarde ein Oktoberfest ausrichten, ein Jahr später das Seifenkistenrennen. Der Artilleriezug feiert 2019 sein zehnjähriges Bestehen, zu dem die befreundeten Waldecker Kanoniere eingeladen sind.

„Wer kennt einen anderen Oberst als Bernhard Schröer?“, fragte Hans Droste in die Runde und erhielt erwartungsgemäß nur wenige Handzeichen. Nach 32 Jahren stellte sich Schröer nicht mehr zur Wiederwahl. Der Vorstandsvorschlag, ihn zum Ehrenoberst mit Sitz und Stimme im Vorstand zu wählen, traf auf ein einstimmiges Votum. „32 Jahre Oberst – das hatte ich bis vor kurzem gar nicht realisiert“, gab Bernhard Schröer in seiner letzten Rede an die Truppe dann zu.

Auch Hermann Stratmann sen., der als Adjutant agiert hatte, trat nicht mehr an. In der Folge kam es zu zahlreichen Neubesetzungen bei der Vorstandswahl, die alle einstimmig ausfielen. Zum neuen Oberst wurde der vorherige Hauptmann Jürgen Krupski gewählt. Zunächst für die Restperiode von einem Jahr wird Bernhard Schröer jun. das Amt des Hauptmanns übernehmen.

Neuer stellvertretender Kassierer wurde Hermann Stratmann jun, für Hermann Stratmann sen. übernahm Markus Brehe die Aufgabe als Adjutant. Dessen Stellvertreter wurde Heinrich Merhoff, als Königsoffizier wurde Karsten Freese bestätigt. Alfred Steppler und Bernhard Holtmann baten bei den Bezirksoffizieren um Entbindung ihrer Aufgaben, für sie wurden Matthias Steinhoff und Christian Kollmeyer gewählt. Bei den Kassenprüfern folgt Malte Brehe dem ausscheidenden Sebastian Kastner.

Die Vorbereitungen zum Jubiläum im Jahr 2020 sind bereits im Gange, das Stadtschützenfest 2019 soll den inoffiziellen Auftakt bilden.

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