Gedenktag mit Jubilarehrung
Kolpings Mut auf heutige Zeit übertragbar

Ahlen -

T raditionell begeht die Kolpingsfamilie Ahlen den Geburtstag des katholischen Sozialtheologen Adolph Kolping am 8. Dezember 1813 jeweils am darauffolgenden Sonntagmorgen mit einer Adventsfeier, dem sogenannten Kolpinggedenktag. In diesem Rahmen ist es auch Brauch, langjährige Mitglieder zu ehren.

Montag, 11.12.2017, 18:12 Uhr

Die Gruppe der Jubilare aus der Wiederbegründungszeit der Kolpingsfamilie Ahlen von 1947 war in diesem Jahr unter den geehrten Kolpingmitgliedern sehr groß.Mit dem Musical „Erste Weihnacht“ begeisterten die Schüler der Klasse 4c aus der Martinschule zum Kolpinggedenktag.
Die Gruppe der Jubilare aus der Wiederbegründungszeit der Kolpingsfamilie Ahlen von 1947 war in diesem Jahr unter den geehrten Kolpingmitgliedern sehr groß.Mit dem Musical „Erste Weihnacht“ begeisterten die Schüler der Klasse 4c aus der Martinschule zum Kolpinggedenktag. Foto: Ralf Steinhorst

Nachdem die Kolpingschwestern und -brüder zunächst den Sonntagsgottesdienst in der St.-Marien-Kirche gefeiert hatten, gingen sie in der St.-Marien-Begegnungsstätte an der Nordstraße zum Kolpinggedenktag über.

„Der Raum ist wieder rappelvoll“, zeigte sich der Vorsitzende Rudolf Apperdannier begeistert. Seine Gedanken stellte er unter Adolph Kolpings Zitat „Wer das Ungewöhnliche scheut, hat noch nie großen Erfolg erzielt“. Diese Einstellung habe einst dazu geführt, dass Kolping seiner Zeit mit der Idee und Vision eines menschlichen Miteinanders einige Jahrzehnte voraus war. Sein Mut übertrug sich auf die Gesellenvereine, die sich regional bildeten.

Rudolf Aperdannier hinterfragte aber auch, was man aus dem Mut Kolpings für die heutige Zeit ableiten könne? „Es warten in Kirche und Gesellschaft viele soziale und kirchliche Herausforderungen.“ Die Kolpingsfamilien müssten sich fragen, wie diese Herausforderungen angegangen werden sollen, um ihre Ziele zu erreichen. „Habt den Mut zu Ungewöhnlichem im Sinne des seligen Adolph Kolping“, forderte Aperdannier die Mitglieder auf.

Schüler der Martinschule übernahmen auch dieses Mal den vorweihnachtlichen Teil der Feier. Die Klasse 4c hatte unter Dörthe Sittartz das Weihnachtsmusical „Die erste Weihnacht“ einstudiert und war mit Querflöten, Trompete, Saxophon und Xylophonen gekommen, um beim Krippenspiel den Gesang zu unterstützen. Aber auch die Kolpingschwestern und -brüder durften beim „Halleluja“ mitsingen.

Für 70 Jahre Mitgliedschaft wurden anschließend Herbert Faust, Werner Fischer, Paul Fleuter, Wilhelm Happe, Hubert Mense, Herbert Pollmeier und Hans Sasse geehrt. „Ihr gehört damit praktisch im Jahr 1947 zu den Wiederbegründungsvätern nach dem Krieg“, zollte Rudolf Aperdannier den Jubilaren Respekt. Sechs Jahrzehnte gehören Josef Binke, Helmut Coerdt, Willi Eberlein, Hans Hellbeck, Dieter Knaup, Franz Koltermann, Gerhard Krause, Hemut Neumann, Karl Ostermann, Johannes Pollmeier und Edmund Richter der Kolpingsfamilie an. Herbert Höppner trat vor 50 Jahren dem Gesellenverein bei, Klara Ro sendahl vor 25 Jahren.

Wer das Ungewöhnliche scheut, hat noch nie großen Erfolg erzielt.

Zitat Adolph Kolpings
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