Vorhelmerin verlor Trauring
Pastor bescherte schönstes Weihnachtsgeschenk

Vorhelm -

Eine Geschichte, wie sie nicht besser in die Weihnachtszeit passen könnte, erlebte kürzlich die Vorhelmerin Margret Hoppe. Ihre Schwester Elisabeth Pöppelmann war derart angetan von dieser Begebenheit, dass sie der „AZ“ darüber berichtete.

Mittwoch, 20.12.2017, 21:12 Uhr

Die Weihnachtskrippe in der St.-Pankratius-Kirche als Zeichen der Hoffnung für die Gläubigen. In diesen Tagen wird sie stark frequentiert.
Die Weihnachtskrippe in der St.-Pankratius-Kirche als Zeichen der Hoffnung für die Gläubigen. In diesen Tagen wird sie stark frequentiert. Foto: Christian Wolff

Alles begann mit dem Besuch der Hubertusmesse am Freitag, 3. November. Tieferschrocken stellte Margret Hoppe am Samstag plötzlich fest, dass sie ihren Trauring nicht mehr am Ringfinger trug. Nach intensiver Suche in Haus und Garten erinnerte sie sich, dass sie den Ring während der Messe noch auf dem Finger hatte. Könnte es vielleicht sein, dass sie den Trauring in der Kirche oder davor verloren hatte? Sofort machte sie sich auf den Weg, suchte den gesamten Kirchenvorplatz ab und auch in der Kirche schaute sie intensiv nach – aber es fand sich keine Spur von besagtem Ring. Ziemlich traurig und enttäuscht versuchte Margret Hoppe, den Verlust zu bewältigen. „Nach über 50-jähriger Ehe wiegte dieser Verlust für sie doppelt schwer, zumal sie seit gut sechs Jahren Witwe ist und der Trauring ein wichtiges Erinnerungsstück für sie darstellt“, konstatierte ihre Schwester Elisabeth .

Am Mittwoch bekam sie nun einen Anruf von Pastor Michael Kroes: „Frau Hoppe, haben Sie einen Ring verloren?“, fragte der Geistliche. „Ja, meinen Trauring“, bestätigte die Betroffene. „Dann ist das Ihr Ring, den ich hier habe“, verriet er ihr. Vor Glück und Freude brach Margret Hoppe gleich in Tränen aus, fragte aber dennoch nach – zur Sicherheit: „Woher wissen Sie denn, dass das mein Ring ist?“ Der Pastor erklärte ihr, im Ring sei der Name Bernhard und das Datum 30. August 1962 eingraviert. Nach Durchsicht des Kirchenbuches von 1962, habe Kroes unter „Trauungen“ dann den Namen des Brautpaares Bernhard und Margret Hoppe, geborene Branse, gefunden. Daraufhin habe er umgehend Margret Hoppe benachrichtigt.

Auch Elisabeth Pöppelmann ist glücklich, was ihrer Schwester widerfahren ist: „Sie ist überaus dankbar und freut sich riesig, denn das ist ihr schönstes Weihnachtsgeschenk. Ich finde, diese wahre Begebenheit einfach hoffnungsvoll in der heutigen Zeit und wert, in der Zeitung veröffentlicht zu werden.“

 

Nach über 50-jähriger Ehe wiegte dieser Verlust für sie doppelt schwer.

Elisabeth Pöppelmann
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5372757?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Nachrichten-Ticker