Kanzleizentrum an der Hammer Straße
Optimale Anbindung per Kreisverkehr

Ahlen -

Der Grundsockel ist schon sichtbar, der Bagger schwer aktiv. Und auf einem Schild zeigt sich den Passanten, wie das neue Rechtsanwalts- und Steuerberater-Dienstleistungszentrum an der Hammer Straße spätestens im Frühjahr 2019 aussehen soll.

Freitag, 05.01.2018, 18:01 Uhr

Baubeginn an der Hammer Straße: Jutta und Karsten Havighorst, Daniel de Vries, Ralf Gosda, Heike Brockhaus, Christian Huster und Daniel Albat (v.l.) freuen sich auf das neue Dienstleistungszentrum.
Baubeginn an der Hammer Straße: Jutta und Karsten Havighorst, Daniel de Vries, Ralf Gosda, Heike Brockhaus, Christian Huster und Daniel Albat (v.l.) freuen sich auf das neue Dienstleistungszentrum. Foto: Christian Wolff

Sieben Rechtsanwälte, davon drei Notare und zwölf Mitarbeiter werden künftig an der Hammer Straße 99 zu finden sein. Am Freitagvormittag erfolgte die Grundsteinlegung am künftigen Kanzleisitz von Gosda Havighorst – Huster sowie der „Komtax“-Gruppe.

Visualisierung des künftigen Dienstleistungszentrums.

Visualisierung des künftigen Dienstleistungszentrums. Foto: Büro Gosda

Der bisherige Standort gegenüber dem Amtsgericht Ahlen an der Von-Geismar-Straße wird aufgegeben, hieß es beim Ortstermin. „Im Laufe der Jahre haben sich die Anforderungen an ein zeitgemäßes Büro verändert“, erklärt Karsten Havighorst. „Infolge des demografischen Wandels sind die Anforderungen an die Barrierefreiheit stetig gestiegen.“ Immer mehr Besucher der Kanzlei seien infolge ihrer Handicaps auf einen ebenerdigen Zugang angewiesen. Auch das Bedürfnis zur Erreichbarkeit mit dem Auto infolge der Mobilisierung habe stark zugenommen. „Der Wunsch, in Büronähe parken zu können, wird von den Mandanten gefordert“, sagt Ralf Gosda. Darüber hinaus sei die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmittel durch eine sich in unmittelbarer Nähe des neuen Standorts befindliche Bushaltestelle der Linie 353 gewährleistet.

Schließlich hat auch die Digitalisierung Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater mit der elektronischen Kommunikation zwischen Gerichten, Mandanten und Anwalt erreicht, was eine gestalterische Veränderung aller Büroräume – sowohl denen der Mitarbeiter als auch der Anwälte – erfordert. Der jetzige Standort direkt gegenüber dem Amtsgericht hat zwar für die Anwälte den Vorteil einer kurzen „Anreise“ zum Gericht, für die Kunden jedoch den Nachteil einer aufwendigen Parkplatzsuche. „Mehr als 80 Prozent der Termine im Büro finden ohne Beteiligung des Gerichts statt, so dass aus Sicht der Kunden der vermeintliche Standortvorteil eher ein Nachteil ist“, hat Christian Huster festgestellt.

Auch die „Komtax“-Gruppe mit Standorten in Ahlen, Warendorf, Lippstadt, Soest und Unna bietet seit 1945 in Ahlen ihre Dienstleistungen an und war auf der Suche nach einem neuen Standort, da die Lage und Erreichbarkeit an ihrem bisherigen Standort im Gebäude der Volksbank an der Weststraße nicht optimal ist. „Hier haben wir nun die beste Lage, sowohl für unsere vielen Ahlener Kunden als auch für diejenigen aus dem Raum Hamm“, sagt Daniel Albat, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.

Mit Eröffnung des neuen Bürogebäudes im Frühjahr 2019 werden die Rechtsanwalts- und Steuerberaterkanzleien an der Hammer Straße insgesamt 1050 Quadratmeter Bürofläche auf zwei Etagen mit 30 Stellplätzen unmittelbar vor dem Bürokomplex auf einem 2400 Quadratmeter großen Grundstück beziehen. Die Bauherren verweisen dabei auf die Vorzüge einer modernen Luft- und Wärmepumpe verbunden mit einer Photovoltaikanlage zur Eigennutzung als Energiequelle zur Beheizung der Büros, die Reduzierung der Nebenkosten durch Einhaltung des KfW-70-Energiestandards – und nicht zuletzt auf den Blick ins Grüne.

Den symbolischen ersten Spatenstich an der Hammer Straße übernahmen Jutta Havighorst, Heike Brockhaus und Ralf Gosda (v.l.).

Den symbolischen ersten Spatenstich an der Hammer Straße übernahmen Jutta Havighorst, Heike Brockhaus und Ralf Gosda (v.l.). Foto: Christian Wolff

Havighorst: „Wir denken schon an übermorgen und haben zwei Ladestationen für Elektroautos mit der Möglichkeit zur Erweiterung vorgesehen.“ Mit dem Neubau sollen Arbeitsplätze in Ahlen gesichert und nach Möglichkeit weitere geschaffen werden. „Durch die räumliche Nähe der beiden großen rechts- und steuerberatenden Kanzleien wird ein großes Dienstleistungszentrum geschaffen“, so Gosda.

Im Rahmen des Bauvorhabens werden weitestgehend Ahlener Firmen und Handwerksbetriebe zur Stärkung der Ahlener Wirtschaft berücksichtigt. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens im Bereich der Einmündung Hammer Straße / Oestricher Weg war es Ziel der Stadt Ahlen, dort eine neue Verkehrsregelung durch einen Kreisverkehr oder eine Ampelanlage zu schaffen.

Stadtbaurat Andreas Mentz setzt sich beim Landesbetrieb Straßen NRW für die Verwirklichung dieses Ziels ein, was zu einer deutlichen Entspannung der Verkehrssituation der Anlieger führen dürfte.

Im Laufe der Jahre haben sich die Anforderungen an ein zeitgemäßes Büro verändert.

Karsten Havighorst
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