Erweiterung im Saunadorf
Mehr Platz zum Schwitzen

Ahlen -

Steigende Besucherzahlen verzeichneten 2017 das Parkbad und die Parksauna. Letztere stößt manchmal schon an ihre Kapazitätsgrenzen, weshalb die Bädergesellschaft jetzt 250 000 Euro in den Bau einer neuen Aufguss-Sauna investieren will.

Montag, 08.01.2018, 21:01 Uhr

Erweiterung im Saunadorf: Mehr Platz zum Schwitzen
Foto: Ulrich Gösmann

Wer sich, wie Gott ihn schuf, mit zum Teil wildfremden Menschen auf engstem Raum zusammenhockt, um gemeinsam aus allen Poren zu schwitzen, der darf weder Platz- noch Berührungsangst haben. Doch zu intim, sagt Bäderleiter Thomas Schliewe , sollte es auch nicht werden. So wie mitunter in einer der Blockhütten in dem zum Ahlener Parkbad an der Dolberger Straße gehörigen Saunadorf. Die für maximal 20 Personen ausgelegte Aufguss-Sauna ist an manchen Tagen überfüllt – als „grenzwertig“ bezeichnet Schliewe die Situation, und auch Stadtwerke-Geschäftsführer Hans Jürgen Tröger gibt zu, es sei „nicht zumutbar“, wenn es vor un­er­wünschtem Körperkontakt mit den Banknachbarn praktisch kein Entrinnen gebe.

Aufsichtsrat bewilligte 250 000 Euro

Dem auch bei einer im Oktober 2017 durchgeführten Besucherbefragung vielfach geäußerten Wunsch, hier für Abhilfe zu sorgen, soll jetzt entsprochen werden. Der Aufsichtsrat der Bädergesellschaft, darüber informierte Tröger am Montag auf einer Pressekonferenz, sei bei seiner Dezember-Sitzung einstimmig dem Vorschlag gefolgt, zur weiteren Steigerung der Attraktivität der Parksauna noch in diesem Jahr 250 000 Euro in eine neue Aufguss-Sauna zu investieren. Diese soll neben dem bestehenden Ruhehaus errichtet werden und zwischen 45 und 50 Saunierern Platz bieten, damit also mehr als doppelt so groß sein wie die alte, die als Reserve erhalten bleibt.

„Wir bereiten gerade die Ausschreibung vor“, teilte der Stadtwerke-Chef weiter mit, der schon ein paar in Frage kommende Firmen im Auge hat, die sich auf solche Spezialaufträge verstehen. Denn, so Tröger: „Wir wollen nichts von der Stange.“ Die Baumaßnahme soll in den Sommermonaten über die Bühne gehen und möglichst vor Beginn der Wintersaison abgeschlossen sein. Dezember bis Februar sind die besucherstärksten Monate.

Besucherplus von 3,5 Prozent

Apropos: Die Parksauna verzeichnete mit 17 465 Besuchern 2017 ein Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Etwa 60 Prozent der Gäste kommen von außerhalb, die meisten aus Hamm und Beckum. Für die Verantwortlichen der Beweis, dass man im Wettbewerb mit anderen, auch deutlich größeren Einrichtungen im Umland durchaus bestehen kann. Wenn man sich auf den Lorbeeren – mit ei­ner Gesamtschulnote von 1,8 bei besagter Umfrage zu ei­nem üppigen Kranz geflochten – nicht ausruht. So haben Tröger und Schliewe auch noch ein paar mehr Pfeile im Köcher, um die Konkurrenz zu piesacken. Eine Idee: ein Außenbecken, in den Teich hineingebaut, über einen Holzsteg erreichbar. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Ein aktueller (Verkaufs-) Schlager bei den Besuchern sind die im Saunagarten ausgestellten Skulpturen des Sendenhorster Bildhauers Heinz Christ. Für diese Aktion wurde die Bädergesellschaft Ahlen soeben in Gütersloh von der „agbad“, der deutschlandweit 93 Bäder angehören, mit dem Marketing-Preis „Aquamax 2017“ ausgezeichnet.

Eintrittspreise werden „moderat“ erhöht

Bei der Frequenz zugelegt hat im fünften Jahr seiner Existenz auch das Parkbad – um 0,6 Prozent im öffentlichen Badebetrieb und sogar um drei Prozent im Bereich des Schul- und Vereinssports. Insgesamt haben 2017 demnach 134 730 Menschen die Drehkreuze im Eingang passiert. Hans Jürgen Tröger stellt fest: „Bad und Sauna werden von der Bevölkerung als feste Größe für Sport und Freizeit genutzt.“ Er ist darum zuversichtlich, dass es der Akzeptanz keinen Abbruch tut, wenn zum 1. Fe­bruar die Eintrittspreise, wie er sagt, „moderat“ angehoben werden (s. Kasten). Zum ersten Mal seit der Neueröffnung 2013. Die gestiegenen Sach- und Personalkosten ließen keine andere Wahl.

Die neuen Eintrittspreise

► Bäder: Die neuen Tarife gelten für das Parkbad wie für das Freibad. Einzelkarten verteuern sich um 20 Cent, von 3,80 auf vier Euro für Erwachsene, von 2,50 auf 2,70 Euro für Jugendliche. Die Zehnerkarte kostet entsprechend künftig zwei Euro mehr. Für die Frühschwimmer-Dauerkarte werden 220 Euro fällig (bisher 200). Die im letzten Jahr eingeführte Ferienkarte für Jugendliche zum Preis von zehn Euro – gültig für die gesamte Dauer der Sommerferien – wird unverändert wieder angeboten.

► Sauna: Die Einzelkarte kostet künftig montags und mittwochs 15 Euro statt wie bisher 13 Euro, dienstags und donnerstags 18 statt 17 Euro, an Wochenenden und Feiertagen 19 statt 18 Euro. Der Abendtarif wird von 13 auf 15 Euro erhöht, gilt dafür aber schon eine Stunde früher, ab 18 Uhr.

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