Anlieger unterstützen Pläne
Weststraße als „Begegnungszone“

Ahlen -

Nur noch drei statt heute 13 Parkplätze soll es in Zukunft auf der Weststraße zwischen Volksbank und Kunstmuseum geben – dafür mehr Aufenthaltsqualität.

Mittwoch, 10.01.2018, 18:01 Uhr

„Blech raus – Aufenthaltsqualität rein“ lautet die Devise für die Umgestaltung der Weststraße zwischen Volksbank und Kunstmuseum.
„Blech raus – Aufenthaltsqualität rein“ lautet die Devise für die Umgestaltung der Weststraße zwischen Volksbank und Kunstmuseum. Foto: Peter Harke

Ein Baustein des Radverkehrskonzepts „Neue Wege in die City.Ahlen“ ist die Umgestaltung der Weststraße zwischen Volksbank und Kunstmuseum. Eine Straße, die heute „null Aufenthaltsqualität“ biete und „die wir mit Markierungen nicht retten können“, wie Stadtbaurat Andreas Mentz nüchtern feststellt. Sie aus dem Verkehrsnetz herauszuschneiden, sei jedoch nicht möglich, weshalb man frühere Überlegungen, von der Einbahnstraßenregelung bis zur Umwandlung in eine Fußgängerzone, wieder verworfen habe.

Was den Planern jetzt vorschwebt, ist ein Kompromiss, den sie aber nicht für einen faulen halten: Die Weststraße soll für den motorisierten Verkehr weiter in beiden Richtungen offen bleiben, Radfahrer und Fußgänger sollen aber mehr Raum bekommen, auch Außengastronomie vor Cafés und Gaststätten wäre möglich. Mit Beseitigung der bestehenden Hochbordanlagen wird eine durchgängige, aufgepflasterte Fläche entstehen, eine „Begegnungszone“, wie Mentz es nennt.

Qualität kommt in die Straße nur rein, wenn ein bisschen Blech auch rauskommt.

Stadtbaurat Andreas Mentz

Wie die aussehen könnte, hatten seine Kollegen in drei verschiedenen Varianten skizziert, die auf einer Informationsveranstaltung für die Anlieger – 23 von 80 eingeladenen waren gekommen – am Montagabend zur Diskussion gestellt wurden. Mit einem Ergebnis, das Mentz, wie er zugibt „überrascht und gefreut“ hat, steht für ihn doch fest: „Qualität kommt in die Straße nur rein, wenn ein bisschen Blech auch rauskommt.“ Unter den anwesenden Hauseigentümern und Gewerbetreibenden wurde Konsens darüber erzielt, dass künftig drei Kurzzeitparkplätze und ein Behindertenparkplatz ausreichen, der größte Teil der existierenden 13 Stellflächen auf der Südseite also aufgegeben werden kann. Zudem soll der Durchgangsverkehr auf „Tempo 20“ gedrosselt werden.

Bezüglich ihrer Beteiligung an den Kosten hatte Mentz für die Anlieger eine gute Nachricht: „Der Kanal ist noch in Ordnung.“ Die Stadtwerke wollten jedoch die Versorgungsleitungen in Teilen erneuern, so dass die Maßnahme auch nicht ohne Vollsperrung durchgeführt werden könne. Fasst der Rat im März die erforderlichen Beschlüsse, soll im Juli Baubeginn sein, um die umsatzschwächeren Sommermonate zu nutzen. Denn, so Mentz: „Wir wollen nicht die Totengräber der Geschäfte sein.“

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