Neujahrsempfang der FDP
Rathaussanierung nicht alternativlos

Ahlen -

Jetzt kann man von einer Tradition sprechen: Zum dritten Mal lud die Ahlener FDP am Donnerstagabend zu ihrem Neujahrsempfang ein. Zu Gast war der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Henning Höne

Freitag, 26.01.2018, 22:00 Uhr
Als Gastredner beim Neujahrsempfang begrüßten der Ahlener FDP-Vorsitzende Eric Fellmann (l.) und sein Stellvertreter Norbert Fleischer (r.) den Parlamentarischen Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion in Düsseldorf, Henning Höne.
Als Gastredner beim Neujahrsempfang begrüßten der Ahlener FDP-Vorsitzende Eric Fellmann (l.) und sein Stellvertreter Norbert Fleischer (r.) den Parlamentarischen Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion in Düsseldorf, Henning Höne. Foto: Peter Harke

Für den Fall, dass die am Freitag zwischen Union und SPD aufgenommenen Koalitionsverhandlungen in Berlin scheitern, womit Eric Fellmann persönlich fast rechnet, müsste die FDP nach seiner Überzeugung keine Angst vor Neuwahlen haben. „Wahlkampf können wir“, erklärte der Partei- und Fraktionsvorsitzende der Ah­lener Liberalen bei deren Neu­jahrsem­pfang am Donnerstagabend in der Vinothek „Chagall“ selbstbewusst.

Im Rückblick stellte Fellmann fest, 2017 sei für die Freien Demokraten ein „sehr erfolgreiches Jahr" gewesen, das diese im Land und im Bund wieder weit „nach vorne gebracht“ habe. Fellmanns Stellvertreter Norbert Fleischer hob hervor, dass die FDP bei den Landtagswahlen in Ahlen vor der AfD drittstärkste Kraft geworden sei.

Unbedingt scharf darauf, in diesem Jahr schon wieder einen Wahlkampf organisieren zu müssen, ist das Führungsduo des FDP-Ortsverbandes, das zugleich die zweiköpfige Ratsfraktion bildet, allerdings nicht. Denn lieber, so Fellmann, wolle man sich ganz auf die Kommunalpolitik konzentrieren, da gebe es genug zu tun. Als Themen nannte er exemplarisch die Digitalisierung der Schulen oder den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Und natürlich die „Rathausfrage“. Da habe die FDP im Rat zum Jahresende noch einmal „ei­nen Nadelstich gesetzt“ mit der Initiative, einen „Plan B“ zu der aus ihrer Sicht keineswegs alternativlosen Sanierung des Rathauses von der Verwaltung einzufordern.

Das Tempo ist hoch.

Henning Höne

Als Gastredner begrüßten Fellmann und Fleischer den Parlamentarischen Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Henning Höne . Er kam direkt aus Düsseldorf und gab einen Einblick in das Arbeitspensum der seit ei­nem Dreivierteljahr amtierenden schwarz-gelben Landesregierung. „Das Tempo ist hoch“, so der gebürtige Coesfelder, der 2012 mit 25 Jahren als jüngster Abgeordneter erstmals in den Landtag eingezogen war und in der Politik eine steile Karriere gemacht hat.

Höne schlug inhaltlich ei­nen weiten Bogen von der Kita-Finanzierung über die Innere Sicherheit bis zu den Ladenöffnungszeiten. Stolz verwies er darauf, dass CDU und FDP den ersten NRW-Landeshaushalt seit 40 Jahren ohne neue Schulden verabschiedet hätten und postulierte: „Die Schwarze Null muss stehen.“ Bei der Gemeindefinanzierung wolle man den Kommunen mehr Gestaltungsspielraum einräumen.

Ausführlich widmete sich Höne der AfD, die im Landtag links neben der FDP sitzt. „Was da allein so an Zwischenrufen kommt, da läuft‘s einem schon kalt den Rücken runter“, wenn zum Beispiel die Mitglieder anderer Fraktionen als „Volksverräter“ diffamiert würden. Die AfD sei „keine Partei, die Probleme lösen, sondern die davon profitieren will“. Dennoch müsse man mit den Rechtspopulisten eine inhaltliche Auseinandersetzung führen.

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