Ökumenische Bibelwochen
Selbst ein Schuss Erotik ist drin

Ahlen -

Das Hohelied der Liebe steht im Mittelpunkt der diesjährigen ökumenischen Bibelwochen. Das verspricht einige neue Erkenntnisse.

Montag, 05.02.2018, 20:02 Uhr

Sie nehmen das Herz in die Hand und laden ein zu den ökumenischen Bibelwochen: Pfarrerin Dr. Petra Gosda, Pfarrer Martin Frost, Pfarrer Willi Stroband, Pfarrer Volkmar Schuster und Pfarrer Josef Harman.
Sie nehmen das Herz in die Hand und laden ein zu den ökumenischen Bibelwochen: Pfarrerin Dr. Petra Gosda, Pfarrer Martin Frost, Pfarrer Willi Stroband, Pfarrer Volkmar Schuster und Pfarrer Josef Harman. Foto: Sabine Tegeler

Dass in der Bibel Texte über die Liebe zu finden sind, dürfte allgemein bekannt sein. Dass sie aber auch echte Liebeslyrik bereithält, gar Liebeserklärungen von Mann und Frau mit einem guten Schuss Erotik, das sei wohl den meisten unbekannt, erklären am Montagvormittag jene, die sich auskennen im Buch der Bücher: Pfarrerin Dr. Petra Gosda und Pfarrer Martin Frost von der Evangelischen Gemeinde, Pfarrer Willi Stroband von der katholischen Gemeinde St. Bartholomäus, Pfarrer Volkmar Schuster von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde und Pfarrer Josef Harman als Vertreter der Syrisch-Orthodoxen Gemeinde.

Das Grüppchen Geistlicher hat eingeladen, um zu den diesjährigen ökumenischen Bibelwochen in der Fastenzeit einzuladen. Die drehen sich diesmal um das alttestamentarische Hohelied. Oder auch Hohelied der Liebe, wie es die Protestanten nennen.

„Es ist das Interessanteste in der Bibel, weil es da nur um Liebesgeschichten geht“, findet Willi Stroband. Das sei schon ganz außergewöhnlich – „speziell für Katholiken“. Pfarrer Martin Frost ist sicher, dass das Thema neugierig macht. Und er betont, dass sich besonders auch verliebte Paare angesprochen fühlen können. Schließlich gebe es tolle Anregungen für Liebeserklärungen.

Vom 14. Februar bis zum 28. März treffen sich alle, die das Hohelied kennenlernen und darüber sprechen möchten, immer mittwochs von 19.30 bis 21 Uhr in einer der beteiligten Kirchen. Beginn ist am 14. Februar in St. Ludgeri mit dem Thema „Süßer als Wein – Stark wie der Tod“. Wobei, wie Pfarrerin Dr. Petra Gosda betont, jeder teilnehmen kann, wie er möchte: „Manchen kommen jedes Mal, andere nur ein- oder zweimal.“ Sie habe zusammen mit ihren Kollegen in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht: „Es entwickeln sich schon spannende Diskussionen. Die Texte sind 2000 Jahre alt und haben uns trotzdem noch was zu sagen.“ 30 bis 50 Interessierte seien im Durchschnitt bislang immer zu den Bibelabenden gekommen. „Vom Alter her bunt gemischt“, freut sich Petra Gosda über die Resonanz auch bei Jüngeren.

Zum Auftakt gibt es eine allgemeine Einführung in das Hohelied durch Willi Stroband. Pfarrer Martin Frost wird das Ganze musikalisch begleiten – und hat schon Ideen, mit welchen Liedern: „,Wo die Liebe ist und die Güte‘ zum Beispiel.“ Willi Stroband möchte aber auch den Schlager gewürdigt wissen: „Ich will ,Wir wollen niemals auseinandergehen‘ hören“, outet er sich als Fan von Heidi Brühl.

Den Abschluss der ökumenischen Bibelwochen am 28. März bildet eine Taizé-Andacht um 21 Uhr in der Christuskirche. Alle Termine und Themen liegen in den Gemeinden aus und sind auf den entsprechenden Homepages zu finden.

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