Fritz-Winter-Gesamtschule
Poprock statt Pausenbrot

Ahlen -

Abhängen und Milchschnitte mümmeln? In der Fritz-Winter-Gesamtschule gab‘s am Mittwoch eine gute Pausenalternative.

Mittwoch, 14.02.2018, 15:02 Uhr

„TIL“ ist eine junge Band, die mit einer außergewöhnlichen Idee ihre Karriere ans Laufen bringen will: Dennis, Eniz und Jona spielen in Schulen – am Mittwoch im Forum der Fritz-Winter-Gesamtschule.
„TIL“ ist eine junge Band, die mit einer außergewöhnlichen Idee ihre Karriere ans Laufen bringen will: Dennis, Eniz und Jona spielen in Schulen – am Mittwoch im Forum der Fritz-Winter-Gesamtschule. Foto: Sabine Tegeler

Mittagspause an der Schule – was essen, rumhängen, sich über Lehrer X und Lehrerin Y aufregen und noch ein bisschen rumhängen.

Von wegen! An der Fritz-Winter-Gesamtschule geht‘s mittags auch mal rockig zur Sache. Zumindest am Mittwoch. Da steht nämlich die Band „TIL“ im Forum auf der Bühne und gibt den Kids was auf die Ohren. „School Rock“ heißt der Spaß, der das Forum für eine gute halbe Stunde in eine Konzerthalle verwandelt. Inklusive Spotlights und Nebelmaschine.

Zugegeben – „TIL“ füllt diese „Arena“ nicht ganz. Aber etwa 200 Schüler sind es schon, die in ihrer Pause lieber Pop-Rock live hören als abzuhängen und eine Milchschnitte zu mümmeln.

Dennis, Jona und Eniz

Dennis, Jona und Eniz Foto: Sabine Tegeler

Die drei jungen Musiker kommen aus dem Sauerland und sind noch sehr jung. Müssten die denn nicht eigentlich gerade selbst in der Schule sein? „Nee“, lacht Dennis, „wir sind schon fertig mit der Schule. Wir haben Abi gemacht.“ Jetzt sei also die beste Zeit, die Musikkarriere anzukurbeln und sich bekannt zu machen. Deswegen spielt „TIL“ in Schulen. Eniz, Jona und Dennis präsentieren ihre selbst geschriebenen Songs wie „Brand New Live“ und Coversongs wie „Rooftop“. Und sie promoten sich selbst: Schließlich sollen die Jugendlichen „TIL“ auch auf Instagram und Youtube finden.

Dass „TIL“ gerade an der Fritz-Winter-Gesamtschule auftritt, ist Lehrerin Jutta Maier zu verdanken. Die Kunstkoordinatorin hat den Flyer der Band mit dem Angebot der Schulkonzerte gesehen: „Mir hat das gut gefallen – drei Jungs, die ihr Hobby so ernst nehmen und das so publik machen.“ Als Lehrer sei man ja immer bedacht darauf, die Schüler zu motivieren, vielleicht selbst auch mal auf die Bühne zu gehen. Beispielsweise bei den Schulkulturtagen an der FWG. Ein solches Konzert zeige doch eine Motivation, mit der sich die Jugendlichen identifizieren könnten.

So muss das sein beim Live-Gig: Handy raus.

So muss das sein beim Live-Gig: Handy raus. Foto: Sabine Tegeler

Auf jeden Fall eine super Idee, finden Binefs (12) und ihre Freundin Selda (11). Die beiden haben sich schnell einen Platz ganz vorne an der Bühne gesichert und wollen sich später auf jeden Fall noch Autogramme von den Jungs holen.

Andere nehmen das „TIL“-Konzert direkt in Bild und Ton mit: Kaum, dass die drei Musiker so richtig losgelegt haben, recken sich die Hände mit den Handys in die Höhe – wie es sich eben für einen echten Live-Gig gehört. Den ersten Schritt auf dem Weg zu Stars haben „TIL“ damit gemacht.  

 

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