Feuerwehr
Übungen selbst im Umgang mit Tieren

Ahlen -

Brandeinsätze, technische Hilfeleistungen, zahlreiche Übungen und Seminare – der Löschzug Hauptwache blickte auf ein leistungsstarkes Jahr zurück.

Donnerstag, 15.02.2018, 15:02 Uhr

24 Feuerwehrleute nahmen an zum Teil mehreren Lehrgängen und Seminaren teil. Sie erhalten damit den hohen Leistungsstand der Ahlener Feuerwehr.
24 Feuerwehrleute nahmen an zum Teil mehreren Lehrgängen und Seminaren teil. Sie erhalten damit den hohen Leistungsstand der Ahlener Feuerwehr. Foto: Ralf Steinhorst

Stolz, zufrieden und dankbar zeigte sich Zugführer Jens Schüsseler bei der Jahresdienstversammlung der Feuerwehr-Hauptwache am Mittwochabend. Er leitete die Zusammenkunft zum zweiten Mal und brachte zugleich neuen Wind herein.

„Das Lied hat mich gepackt“, hatte Jens Schüsseler „Ingeborch & Heinz “ von den Schwarz-Gelben-Funken mit im Gepäck. Das Trio – Katrin Rings , Alex Bußmeier und Jonas Künne – begeisterte mit seinem Lied „Wenn ich an meine Heimat denk“ auch die Kameraden, so dass die Versammlung im lockeren Rahmen begann.

Jens Schüsseler stellte seine Jahresbilanz unter das Motto „Alles Große in der Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut als er muss“. Deshalb freute er sich umso mehr, dass es sieben Interessierte gibt, die zukünftig zu den aktiven 72 Kameraden dazustoßen möchten. Diese haben 2017 immerhin rund 2225 Stunden an 26 Dienstabenden geleistet.

Auch sei die Ausbildung im Jahr 2017 groß geschrieben worden, zum Beispiel im Rahmen einer Einheit mit der Tierärztin Dr. Tanja Pollmüller. Denn auch der Umgang mit Tieren wolle bei der Feuerwehr einstudiert sein.

Die Übung einer Großeinsatzlage bewährte sich vor wenigen Wochen, als Orkan „Friederike“ sein Unwesen trieb. Auch die Bekämpfung von Kellerbränden stand auf dem Übungsplan.

Dass die Feuerwehr selbst anpackt, zeigt die Einrichtung eines neuen Übungsplatzes auf dem Gelände der Hauptwache. Und die Einführung einer Drohne mit aufwendigem Lernprozess für die zuständigen Kameraden brachte bei ersten Einsätzen schon wertvollen Überblick aus der Luft.

Bei allem Engagement habe es den Wehrleuten dann besonders gut getan, dass Brandinspektorin Susanne Faust die Ahlener beim Bundespräsidenten öffentlichkeitswirksam hervorragend präsentieren durfte.

Der Löschzug Hauptwache musste im vergangenen Jahr zu 88 Brandeinsätzen ausrücken, 79 Einsätze galten technischen Hilfeleistungen. Sechs Einsätze entfielen auf unterstützende Maßnahmen im Rettungsdienst. Als Neuanschaffungen stehen für 2018 das „Cobra“-Löschsystem-Fahrzeug und ein Gerätewagen-Logistik an.

Von einer hohen Dienstbeteiligung berichtete Andreas Krätzig als Leiter der Maschinisten. Hier habe die patientengerechte Rettung neben dem Einsatz der „Cobra“ bei Übungen den Schwerpunkt gebildet. Die Abteilung erwartet im Laufe des Jahres ein neues Tanklöschfahrzeug und ein neues Löschfahrzeug.

Als Leiter des ABC-Zugs verdeutlichte Christoph Faust die notwendige kreisweite Zusammenarbeit der Feuerwehren. Hier wurde zu Jahresbeginn ein Standortwechsel zur Wache Süd vorgenommen, an der nun der Umweltzug Süd beheimatet ist. Die Anschaffung eines neuen Gerätewagens Gefahrgut ist in Planung.

Für den erkrankten Peter Niemietz als Leiter der Tauchergruppe übernahm Jens Schüsseler den Bericht. Insgesamt 19 Alarmierungen hatte die Gruppe kreisweit zu bewältigen. Bei der Jugendfeuerwehr hat Nadine Helbeck die Leitung neu übernommen. 44 Jugendliche gehören der Abteilung an und sichern so die Zukunft der Feuerwehr.

„Wenn man sieht, was der Löschzug leistet, ist das sensationell“, zeigte sich Wehrführer Walter Wolf sichtlich begeistert. Nicht umsonst genieße die Feuerwehr bei Politik und Verwaltung einen hohen Stellenwert, weil man sich mit ihrer Professionalität immer auf sie verlassen könne. „Wer hier nicht mitmacht, ist selbst schuld“, warb er um weiteres Personal.

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