Gymnasium St. Michael
Berufsberatung mit Hund und Nähe

Ahlen -

Hemmschwelle? Nichts da. Zur Berufsberatung zog es ehemalige Schüler ans Gymnasium St. Michael. In kleinen persönlichen Runden tauchten sie in die Arbeitswelt.

Montag, 19.02.2018, 18:02 Uhr

Tierärztin als Beruf: Rica Schwarte, Rebekka Pollmüller, Lina Strakmann und Theresa Balmes informieren sich bei Dr. Tanja Pollmüller mit den Hunden Anna und Poldi. Dass dabei eine ehemalige Schülerin in ihre Berufswelt blicken lässt, macht den besonderen Charme der Veranstaltung aus.
Tierärztin als Beruf: Rica Schwarte, Rebekka Pollmüller, Lina Strakmann und Theresa Balmes informieren sich bei Dr. Tanja Pollmüller mit den Hunden Anna und Poldi. Dass dabei eine ehemalige Schülerin in ihre Berufswelt blicken lässt, macht den besonderen Charme der Veranstaltung aus. Foto: Peter Schniederjürgen

Von Architektur bis Wirtschaftswissenschaften reichte am vergangenen Samstag die Palette des Berufsinformationstages am Bischöflichen Gymnasium St. Michael. Seit dem Jahr 2004 organisiert der Ehemaligenverein dieses Angebot. „Mit immer größerem Erfolg. Hatten wir damals zehn Referenten und 20 Schüler, stellen heute 55 meist ehemalige Schüler rund 33 von ihnen gewählte Berufe und Studiengänge vor“, erklärt Gerd Buller , ehemaliger stellvertretender Schulleiter und amtierender Vorsitzender des Ehemaligenvereins. „Für die Informationssuchenden ist gerade die Erfahrung des oft noch als Mitschüler bekannten Vortragenden eine Eins-zu-Eins-Information“, bringt Buller den Reiz der Veranstaltung auf den Punkt. Tatsächlich kommt auf diesem Weg eine besondere Nähe zwischen den Suchenden und den Informierenden auf. Hemmschwellen werden niedriger, die Fragen direkter.

Ich mag Tiere sehr gern und interessiere mich schon lange für die Tiermedizin.

Dr. Tanja Pollmüller

Das spürt auch Dr. Tanja Pollmüller. Sie ist Tierärztin und gleich mit ihren Hunden Poldi und Anna gekommen. „Ich mag Tiere sehr gern und interessiere mich schon lange für die Tiermedizin“, erklärt Rica Schwarte ihr Interesse. Die Tierärztin spricht über die schönen Seiten des Berufs. Zu dem Tierliebe natürlich die Startvoraussetzung überhaupt ist. „Man braucht aber auch viel Einfühlungsvermögen, sogar einen gewissen Spürsinn, denn die Tiere können ja nicht antworten“, hebt Dr. Pollmüller hervor.

Die Bundeswehr als Studien- und Arbeitsplatz: Fabian Recker und Tobias Kreutz informieren

Die Bundeswehr als Studien- und Arbeitsplatz: Fabian Recker und Tobias Kreutz informieren Foto: Peter Schniederjürgen

Vor der Tür von Raum 007 warten Claire Tilson und Jule Scheffer . Sie besuchen beide die elfte Klasse und interessieren sich für ein Studium bei der Bundeswehr . Darüber informieren Leutnant Fabian Recker und Fahnenjunker Tobias Kreutz. Im rund dreiviertelstündigen Wechsel kommen sie gleich dran. Drinnen spricht gerade der Fahnenjunker von der Ausbildung im militärischen Dienst. Denn ein Thema für die aufmerksam lauschenden Schüler sind natürlich die Einsätze in Krisengebieten. „Ihr werdet ja nicht unvorbereitet dahin geschickt“, erklärt der junge Soldat. Auch die Verantwortung, die den oft noch sehr jungen Offizieren übertragen werde, sei beachtlich. „Wenn ich möglicherweise im kommenden Monat einen Zug – das sind rund 40 Soldaten – übernehme, bin ich für sie und das Material im Wert mehrerer Millionen Euro verantwortlich“, ergänzt Leutnant Recker. Wo sonst erhalte man in so jungen Jahren schon so große Verantwortung? Besonders interessiert die Gymnasiasten allerdings das Studium beim Arbeitgeber Bundeswehr. Hier locke eine gute Bezahlung und ein moderater Numerus Clausus, findet Jule Scheffer.

Gerade für die Zeit zwischen Abitur und Studium bietet sich der Bundesfreiwilligendienst an – eine Gelegenheit zur Besinnung und Orientierung. Doch auch hier heißt es: nicht lange zögern. Der Freiwillige Soziale Dienst des Bistums bietet rund 1000 Stellen und die sind meist rasch vergeben. Wer zu lange zögert, kommt auf die Warteliste. Darüber informierten am Samstag im Foyer der Schule Josie Neitemeier, Pauline Brockamp und Tobias vom Endt.

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