„Glückauf in Deutschland“
Berührende Geschichten

Ahlen / Düsseldorf -

„Glückauf in Deutschland“ ist der Titel einer Ausstellung im Düsseldorfer Landtag. In ihr wird auch die Geschichte von Recep Celikoglu aus Ahlen erzählt.

Dienstag, 20.02.2018, 15:02 Uhr

Bei der Ausstellungseröffnung: Landtagspräsident André Kuper (4.v.l.), Dr. Viktoria Waltz (r.), Kuratorin des „Vereins für Internationale Freundschaften“, sowie die Zeitzeugen (v.l.) Bekir Sarikaya (Dortmund), Hasan Demirci (Castrop-Rauxel), Halit Güner (Bönen), Recep Celikoglu (Ahlen), Murtaza Karaoglu (Bergkamen) und Zeki Kanag (Datteln).
Bei der Ausstellungseröffnung: Landtagspräsident André Kuper (4.v.l.), Dr. Viktoria Waltz (r.), Kuratorin des „Vereins für Internationale Freundschaften“, sowie die Zeitzeugen (v.l.) Bekir Sarikaya (Dortmund), Hasan Demirci (Castrop-Rauxel), Halit Güner (Bönen), Recep Celikoglu (Ahlen), Murtaza Karaoglu (Bergkamen) und Zeki Kanag (Datteln). Foto: Landtag NRW/Bernd Schälte

Landtagspräsident André Kuper hat am Dienstag die Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ des „Vereins für Internationale Freundschaften“ im Düsseldorfer Landesparlament eröffnet. Die Ausstellung erzählt die Geschichte von neun Jugendlichen, die im Alter von 14, 15 und 16 Jahren am 22. November 1964 aus der Türkei ins Ruhrgebiet gekommen waren, um eine Lehre im Bergbau zu machen, unter ihnen Recep Celikoglu aus Ahlen.

Landtagspräsident Kuper betonte: „Diese inspirierende Ausstellung zeigt berührende Geschichten des Ankommens und Weiterkommens in Deutschland. Die Biografien können uns als gute Beispiele Mut machen in der oft sehr emotional geführten Debatte um Integration. Denn die Lebensgeschichten der neun Männer zeigen, dass Integration gelingen kann und dass ein gutes Miteinander funktioniert und mit ein wenig Geduld jede Seite davon profitiert.“

Die neun Zeitzeugen stammen aus Ahlen, Bergkamen, Dortmund, Bönen und Datteln. Sie und ihre Familien hatte 1964 die Nachricht aus türkischen Arbeitsämtern erreicht, dass Deutschland Lehrlinge für eine Ausbildung im Bergbau suche. Gemeinsam mit rund 70 weiteren Jugendlichen machten sie sich mit dem Zug aus West-Anatolien, Kappadokien und der Schwarzmeerregion auf den Weg ins Ruhrgebiet. Untergebracht wurden sie in Jugendfamiliendörfern, den „Pestalozzidörfern”.

Ihre Geschichten – von ihnen selbst erzählt – stehen stellvertretend für insgesamt mehr als 1000 Jugendliche, die zwischen 1964 und 1973 in das Ruhrgebiet kamen, um dort ein neues Leben zu beginnen. Ihre Lebensgeschichten sind zugleich Teil der Einwanderungsgeschichte und der Wirtschaftsentwicklung Nordrhein-Westfalens.

Der Landtag zeigt die Wanderausstellung anlässlich des Schließens der letzten beiden Steinkohlezechen in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr.

Die Ausstellung ist bis einschließlich 9. März in der Wandelhalle des Landtags zu sehen, montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr nach vorheriger Anmeldung unter 02 11 / 8 84 21 29 oder per E-Mail an veranstaltungen@landtag.nrw.de. An Wochenenden ist von 11 bis 17 Uhr eine Besichtigung ohne Anmeldung möglich.

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