Neu: Pflaster und Lichtstelen
Bunte Lichtspiele(reien) auf dem Markt

Ahlen -

Neues portugiesisches Natursteinpflaster könnte zur Nebensache werden, wenn Lichtstelen ihr Farbspiel auf Ahlens Marktplatz schicken. Doch der ist ab März erst einmal Großbaustelle.

Dienstag, 20.02.2018, 21:02 Uhr

Auf Baufeld 1 geht‘s los, zeigt Baudezernent Andreas Mentz. Mit Plan auf dem Platz: Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Robert Reminghorst (Projektleiter Umweltbetriebe) und Carlo Pinnschmidt (WFG).
Auf Baufeld 1 geht‘s los, zeigt Baudezernent Andreas Mentz. Mit Plan auf dem Platz: Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Robert Reminghorst (Projektleiter Umweltbetriebe) und Carlo Pinnschmidt (WFG). Foto: Ulrich Gösmann

Ahlens Altstadtlaternen haben ausgeleuchtet. Jedenfalls auf dem Marktplatz, sobald das neue Pflaster liegt. Barrierefreies, portugiesisches Granit dürfte in den Schatten rücken, wenn computergesteuerte Lichtstelen via integrierter Spots Atmosphäre erzeugen. Über einen Rechner im VHS-Gebäude soll sich künftig regeln lassen, wie bunt es in Ahlens „guter Stube“ in die Nacht geht. Doch Halt! „Das wird nicht jeden Tag Kirmes“, bremst Baudezernent An­dreas Mentz .

Wir werden nicht den gesamten Marktplatz komplett aufreißen, sondern Stück für Stück vorgehen.

Andreas Mentz

Der ist am Dienstagmittag mit Plan und Verstärkung am Platz. „Wir wollen heute die heiße Phase einleiten“, formuliert Bürgermeister Dr. Alexander Berger das entscheidende Startsignal zur Neugestaltung des Marktplatzes. Nach dem Vorjahres-Vorspiel, das Versorgungsleitungen unter die Erde brachte, geht es jetzt ans Pflaster. Mit System – in fünf Schritten. Mentz: „Wir werden nicht den gesamten Marktplatz komplett aufreißen, sondern Stück für Stück vorgehen.“ Bis zur abschließenden Oberflächengestaltung. Ende Oktober soll es geschafft sein.

Vorgeschmack auf die Lichtstelen.

Vorgeschmack auf die Lichtstelen. Foto: Stadt Ahlen

Anfang März geht‘s mit Baufeld 1 los. Die Gastroseite im Norden (Zisterne, Stubs, El Alba, etc.) hat den Vorrang, um möglichst früh mit allem durch zu sein. Bis zu 60 Zentimeter werde ausgekoffert, sagt Mentz. So viel Tiefe müsse sein, um eine dauerhaft stabile Fläche zu haben. Eine archäologische Grabungsfirma werde die Arbeiten begleiten. „Das braucht jetzt mehr Hände und Augen“, erklärt der Baudezernent. Das könne der LWL nicht mehr leisten.

Baufeld 2 schließt sich parallel an. Es ist der Bereich vor St. Bartholomäus, auf dem Tanks bis zu drei Meter für die Wasserspiele in der Tiefe verschwinden. Die Südseite (Reisebüro Dr. Pieper, etc.) schließt sich mit dem dritten Abschnitt an, gefolgt von Baufeld 4 entlang der Südstraße (Meat & Greet). Parallel läuft Baufeld 5 auf der Mittelzone, die weitestgehend unangetastet bleibt. „Wir glätten Übergänge“, lässt Alexander Berger wissen – und seine Begeisterung raus. Für Bodenstrahler. Wenn die nachts die Platanen beleuchten – „das wird super aussehen“.

Weiteres, wenn nicht sogar das herausstechende Highlight: Mit zwölf Lichtstelen setzen die Bauherren auf modernste LED-Technik – und einen spannenden Kontrast. Der Baudezernent erklärt eine Kombination aus Leuchtröhren und Spots (vier pro Stele), die sich in Farbe und Intensität individuell steuern ließen. Die Lichtspiele sollen sich an Anlässen orientieren und nicht zu einem allabendlichen Spektakel veralbern.

Genug Nostalgie: Die Altstadtlaternen verschwinden.

Genug Nostalgie: Die Altstadtlaternen verschwinden. Foto: Ulrich Gösmann

Blick aufs Mobiliar: Rundbänke, die jetzt noch die Platanen umschließen, weichen geraden Formen und knüpfen an die Neuanschaffungen in der Fußgängerzone an.

Und was wird aus dem alten Pflaster? Das werde zunächst zwischengelagert, erklärt Andreas Mentz. Der erste Zugriff sei ehrenamtlichen Interessierten vorbehalten, die das Material in ihre Projekte integrieren. Was übrig bleibe, werde vielleicht noch vermarktet.

Das wird eine harte Zeit.

Andreas Mentz

Blick auf die Gewerbetreibenden am Platz: „Die Arbeiten werden so gestaltet, dass uns keiner verloren geht“, betont der Baudezernent. Die Zusammenarbeit habe im Vorjahr hervorragend geklappt. „Wir müssen jetzt erneut auf Langmut und Verständnis setzen. Das wird eine harte Zeit.“ Alle Gebäude seien zu jeder Zeit – mal besser, mal schlechter – zu erreichen.

Carlo Pinnschmidt (Stadtmarketing, WFG) kündigt Aktionen an. Roter Teppich vor den Eingängen, Hinweistafeln in der Fußgängerzone, Modenschau (April), Baustellenfrühstück, archäologische Führungen und je nach Ausbeute Ausstellung der Fundstücke in Glasvitrinen auf der Platzmitte.

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