„Bröselmaschine“ im Büz
Ein Stück deutscher Rockgeschichte

Ahlen -

Die „Bröselmaschine“ zündete Samstagabend im Büz, hätte aber weitaus mehr Besucher auf ihrer Reise durch die deutsche Rockgeschichte verdient.

Sonntag, 25.02.2018, 16:02 Uhr

Sängerin Stella Tonon bewies stimmliche Qualitäten beim Auftritt der Formation „Bröselmaschine“ im Bürgerzentrum.
Sängerin Stella Tonon bewies stimmliche Qualitäten beim Auftritt der Formation „Bröselmaschine“ im Bürgerzentrum. Foto: Reinhard Baldauf

Schade, dass nicht einmal 100 Besucher den Weg zum „Bröselmaschine“-Gig am Samstagabend ins Bürgerzentrum fanden. Wer nicht gekommen war, hat ein tolles Konzert verpasst. Die Band steht für ein Stück deutscher Rockgeschichte. Zahlreiche Besucher hatten bereits im Vorverkauf ihre Karte erworben, da sie mit einem ausverkauften Haus gerechnet hatten. „Wir spielen einen Ausschnitt durch die 50 Jahre Bandgeschichte“, kündigte Peter Bursch an. Aber natürlich standen Stücke aus dem aktuellen Vinyl-Album „Indian Camel“ im Mittelpunkt.

„Bröselmaschine“ entstand zur Zeit der Studentenproteste. Die Band war dabei, davon ist heute aber nicht mehr viel zu merken. Das Quintett, das sich zwischenzeitlich auch einmal aufgelöst hatte, wird mittlerweile durch Sängerin Stella Tonon ergänzt. Sie kam erst Ende vergangenen Jahres zu der Formation und bewies stimmlich Qualitäten, die man einer so zierlichen Person kaum zugetraut hätte.

Los ging es mit einem der alten Songs. „Come See About Me“ wurde von den Fans sofort erkannt. Der Instrumentaltitelsong „Indian Camel“ war im Gegensatz zu heute oft kurzen Stücken sehr ausführlich, was beim Publikum ankam. Auch die Blues-Titel gefielen.

„Bröselmaschine“ auf der Büz-Bühne.

„Bröselmaschine“ auf der Büz-Bühne. Foto: Reinhard Baldauf

Schnell stellte Bursch fest: „Ihr seid gut drauf und deswegen ist auch heute die Musik so gut.“ In der Tat, sein Spiel auf der indischen Sitra war beachtenswert. Das Spiel erinnerte an das von George Harrison von den „Beatles“. Dieser hatte 1967 mit „Within Without You“ auf dem „Sgt. Pepper“-Album praktisch in die Rockmusik eingeführt. Mit „Peace Of Heaven“ zeigte „Bröselmaschine“ ihre Qualitäten als Instrumental-Band.

Peter Bursch, Tom Plötzer (Keyboard) Michael Dommers (Gitarre), Manni von Bohr (Schlagzeug) und Detlef Wiederhöft (E-Bass) bewiesen am Samstagabend echte Spielfreude, was vom Publikum dankbar aufgenommen wurde. Insgesamt hatte die Formation 13 Titel auf dem Programm. Doch dabei blieb es nicht. Bei den Zugaben erklang u. a. „I Feel Fine“. Rund drei Stunden lang unterschiedliche Musikstile bekamen die Besucher zu hören.

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