650 Besucher begeistert
Stadthalle singt sich mit Frau Höpker frei

Ahlen -

Die Stadthalle außer Rand und Band? Karneval war doch gestern. Und De Höhner erholen sich gerade von den Strapazen der fünften Jahreszeit. Dafür räumt am Samstagabend in der Stadthalle eine andere Kölnerin ab: Frau Höpker.

Sonntag, 25.02.2018, 18:02 Uhr

Ein musikalischer Temperamentbolzen: Katrin Höpker an ihrem Keyboard, die das Publikum ohne Mühe zum Mitsingen animierte. Die Texte wurden auf die Großleinwand auf der Stadthallenbühne zum Ablesen projiziert.
Ein musikalischer Temperamentbolzen: Katrin Höpker an ihrem Keyboard, die das Publikum ohne Mühe zum Mitsingen animierte. Die Texte wurden auf die Großleinwand auf der Stadthallenbühne zum Ablesen projiziert. Foto: Dierk Hartleb

Eine „echte Kölsch“ ist Katrin Höpker nicht, vielmehr aus Wulfen bei Dorsten gebürtig. Aber Stimmung macht sie für zehn. In Ahlen tritt sie im cremefarbenen Hosenanzug auf, passend zur dunklen Haarmähne und der angenehm dunklen Stimme. Ein paar Worte genügen, um den knapp 650 Besuchern zu zeigen, wer Chefin im Ring ist: nämlich Frau Höpker. Und die bittet nicht nur zum Gesang, sondern fordert geradezu dazu auf. Mit „Über den Wolken“ und dem Gefühl grenzenloser Freiheit des damals noch jungen Reinhard May fordert die Höpker das Publikum auf, die Leinen zu lösen und sich nur noch der Musik hinzugeben. Selbst ihrer Bitte, die Handys in den Taschen zu lassen und nicht zum Aufnehmen zu schwenken, wird ohne Murren befolgt.

Dafür entschädigt sie ihre Zuhörer mit einem ganzen Sack voller Lieder, Schlager und Songs. Aus 188 Titeln ihres Winterprogramms wählt sie ein gutes Viertel aus, das sie intoniert. Oft genügen einige wenige Takte, damit die Menschen einstimmen. Erste Station ihrer musikalischen Zeitreise sind die 1970er Jahre mit dem unvergesslichen Abba-Hit „Mamma Mia“. Obwohl „Major Tom“ von Peter Schilling erst im zweiten Teil auftaucht, ist die Mehrzahl der Besucher schon jetzt „völlig losgelöst“. Ihre anfängliche Frage „Ich will wissen, wie ihr tickt.“ beantworten sie vielstimmig.

Frau Höpker in Ahlen

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  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb
  • Frau Höpker in der Stadthalle Ahlen. Foto: Dierk Hartleb

Dass es schon einmal jemanden gab, der die Menschen zum Singen brachte, bleibt nicht unerwähnt: Mit einem Volkslied-Medley sendet die Künstlerin einen musikalischen Gruß an Gotthilf Fischer, der erst vor kurzem seinen 90. Geburtstag feierte. Aber mit Liedern wie „Jetzt kommen die lustigen Tage“ oder „Horch, was kommt von draußen rein“ ist das zum Teil aus dem tiefen Rheinland angereiste Publikum nicht zu schocken. Ganz im Gegenteil. Und bei den Walzer-Klängen der unvergessenen Liebeserklärung Ralf Arnies an die „Tulpen aus Amsterdam“ wird sich untergehakt und geschunkelt.

Mit Vollgas geht es hinüber in die Neue Deutsche Welle der 1980er Jahre und den sinnbefreiten Hit von Markus „Ich will Spaß, ich geb Gas“. Derart kurzweilig geht es nach gut 40 Minuten bis zur ersten Pause, die Katrin Höpker dazu nutzt, das Programm für den zweiten und danach für den dritten Teil abzumischen.

Ich verfolge Frau Höpker seit zehn Jahren.

Gudrun Winkler

Die jüngsten Besucher sind an diesem Abend Diana (8) und Doris (10) aus Neubeckum in Begleitung ihrer 67-jährigen Nachbarin Gudrun Winkler. Letztere verpasst kein Konzert, wenn die Kölnerin in Nordrhein-Westfalen auftritt. „Ich verfolge Frau Höpker seit zehn Jahren“, bekennt die Neubeckumerin, die in einem Chor in Oelde singt. Und obwohl Doris und Diana die meisten Lieder nicht kennen – schon gar nicht Zara Leanders „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen“ oder Henry Valentino alias Hans Blum und seinem Hit „Im Wagen vor mir“ – kommt Frau Höpkers Einladung ausgesprochen gut an.

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