18. Fahrt von Soldaten und Zivilisten
Dänen freuen sich auf Ahlener Abordnung

Ahlen / Sonderburg -

Der Freundeskreis Ahlener Soldaten steckt derzeit mitten in den Vorbereitungen für die 18. Fahrt zur Gedenkfeier auf den Düppeler Schanzen, wo sich Deutsche und Dänen dank einer Initiative aus der Wersestadt jährlich auf dem alten Schlachtfeld von 1864 treffen.

Dienstag, 27.02.2018, 11:02 Uhr

Im Namen der Ahlener Abordnung legten Hans-Dieter Samson und Wilfried Hejnal im Vorjahr einen Kranz auf dem einstigen Düppel-Schlachtfeld nieder.
Im Namen der Ahlener Abordnung legten Hans-Dieter Samson und Wilfried Hejnal im Vorjahr einen Kranz auf dem einstigen Düppel-Schlachtfeld nieder. Foto: Christian Wolff

Im Jahr 2001 als „zartes Pflänzchen der Verständigung“ auf den Weg gebracht, hat sich die gemeinsame Gedenkfeier von Dänen und Deutschen auf dem einstigen Schlachtfeld von Düppel, wo sich im Jahr 1864 Dänen und Preußen – darunter auch Ahlener – gegenüberstanden, zu einer Traditionsveranstaltung entwickelt.

„Dieses Zeichen des Friedens ist für beide Seiten nicht mehr wegzudenken“, konstatiert Hans-Dieter Samson, Vorsitzender des Freundeskreises Ahlener Soldaten. Vor der Initiative, die damals gemeinsam mit dem Panzergrenadierbataillon 192 in den Stiel gestoßen wurde, gab es getrennte Gedenkfeiern von Deutschen und Dänen. Dass die freundschaftlichen Bande zwischen den ehemaligen Kriegsgegnern auch vom Sanitätsregiment 22 und inzwischen durch das Aufklärungsbataillon weiter gefestigt werden, freut Samson sehr.

Zwischen dem 17. und 19. April dieses Jahres macht sich zum 18. Mal eine Abordnung aus Zivilisten und Soldaten auf den Weg in die Region Südjütland. Seit der Schließung der Heeresunteroffiziersschule Sonderburg mussten die Ahlener in der Marineschule Flensburg-Mürwik ihr Ausweichquartier beziehen. Nun hat Samson eine Einladung von der Heimwehr erhalten: „Unsere dänischen Freunde stellen uns ein Quartier zur Verfügung und beteiligen sich aktiv an unserer Programmgestaltung“, sagt der Vorsitzende. Er stehe seit Monaten in engem Schriftverkehr mit Oberstleutnant Jens Peter Rasmussen, der einst gemeinsam mit Samson-Vorgänger Rolf Kersting die ersten Schritte zur gemeinsamen Feier unternahm.

Mit einem Bus machen sich Freundeskreis-Mitglieder und Angehörige des Aufklärungsbataillons 7 am Dienstag, 17. April, von der „Westfalen-Kaserne“ auf den direkten Weg nach Sonderburg. Nach einer Begrüßung durch Oberstleutnant Rasmussen folgt ein von den Dänen gestalteter Nachmittag, der mit einem Kameradschaftsabend endet, wie er zuletzt im Jahr 2011 ausgerichtet wurde, bevor die Unteroffiziersschule schließen musste.

Am „Düppel-Tag“, 18. April, geht es nach dem Frühstück zur zentralen Gedenkfeier. Gegen 11.30 Uhr schließt sich ein Empfang mit Mittagessen an. Erstmals sind die Ahlener auch zur Teilnahme an der Gedenkmesse eingeladen, ebenso zum großen Festabend ab 20 Uhr mit rund 400 Gästen.

Nach dem Frühstück wird am Donnerstag, 19. April, die Rückreise angetreten. „Möglicherweise gibt es einen Zwischenstopp in Hamburg“, so Hans-Dieter Samson. Gegen 20 Uhr wird die Abordnung wieder in der Ahlener Kaserne erwartet.

Unsere dänischen Freunde stellen uns ein Quartier zur Verfügung und beteiligen sich aktiv an unserer Programmgestaltung.

Hans-Dieter Samson
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