5000 Euro für die Alte Schule
Vom Charme der 50er befreit

Tönnishäuschen -

Einen Zuschuss, um die Außenanlagen auf Vordermann zu bringen, bekommt der Förderverein Alte Schule Tönnishäuschen. Einen entsprechenden Antrag beschied der Ortsausschuss Vorhelm am Dienstagnachmittag nach einem Ortstermin positiv.

Mittwoch, 28.02.2018, 19:02 Uhr

Das Umfeld der ehemaligen Volksschule Tönnishäuschen war Gegenstand einer Besichtigung im Vorfeld der Sitzung des Vorhelmer Ortsausschusses am Dienstagnachmittag. Thomas „Mötte“ Gerullis (vorne l.) stellte die Pläne des Fördervereins vor.
Das Umfeld der ehemaligen Volksschule Tönnishäuschen war Gegenstand einer Besichtigung im Vorfeld der Sitzung des Vorhelmer Ortsausschusses am Dienstagnachmittag. Thomas „Mötte“ Gerullis (vorne l.) stellte die Pläne des Fördervereins vor. Foto: Christian Wolff

Neue Hecken, Beete, Bänke und Sitzsteine sollen die Außenanlagen der Alten Schule in Tönnishäuschen noch in diesem Jahr erhalten. Der Ortsausschuss Vorhelm gab am Dienstagnachmittag seinen einstimmigen Segen dafür, die Maßnahme mit 5000 Euro aus dem Fördertopf für die Dorfverschönerung zu unterstützen.

In einem Rundgang mit den Ortspolitikern erläuterte Thomas „Mötte“ Gerullis, wie das Gebäude derzeit mit Leben erfüllt wird. Funker, Musiker, Fußballer und andere Gruppen teilen sich Räume in Keller, Erd- und Dachgeschoss. Außenanlagen und Foyer werden gemeinschaftlich genutzt, weshalb die Neugestaltung rund ums Gebäude besonders im Fokus stehe, so der Vorsitzende des Fördervereins Alte Schule. „Wir haben im Moment nur diesen einen Treffpunkt in Tönnishäuschen.“ Nicht zuletzt sei die Fläche, deren künftiges Aussehen von Gartenbauer Stefan Tripp begleitet wird, eine passende Ergänzung zum benachbarten Gelände des Landgasthofes, der aktuell aus seinem Dornröschenschlaf geweckt wird. Langfristig sei eine Verzahnung beider Areale angedacht.

Die 1951 eröffnete Volksschule war nur 15 Jahre lang in ihrer ursprünglichen Funktion in Betrieb, diente anschließend als Lager der Schuhfabrik Steinhoff aus Ahlen. Anfang der 1970er Jahre zerstörte ein Brand einige Teile des Dachgeschosses und die charakteristischen Gauben, die bei der Sanierung nicht wieder aufgebaut wurden. Seit 1976 gibt es den Förderverein, der sich einer sinnvollen Nutzung der einstigen Bauerschaftsschule angenommen hat, die sich nach wie vor in städtischem Besitz befindet.

In den vergangenen wurden bereits einige Anstrengungen unternommen, das Gebäude fit für die Zukunft zu machen. „Wir haben es dem Charme der 50er Jahre entrissen“, sagte Thomas Gerullis . „Vielleicht können sich einige noch daran erinnern, wie es hier früher aussah. Der Komplex wurde sanitär- und wärmetechnisch rundum erneuert, angefangen beim Foyer über den Flur bis hin zu den Klassenräumen.“ Zuletzt sei per Wanddurchbruch ein Mehrzwecksaal erstellt worden.

Pflastersteine liegen bereits parat.

Pflastersteine liegen bereits parat. Foto: Christian Wolff

Franz-Josef Kröger (SPD) wollte wissen, ob das Mietverhältnis zwischen Verein und Stadt befristet ist. Das verneinte Stadtkämmerer Dirk Schlebes. „Es wäre also jederzeit möglich, dass man die Nutzer vor die Tür setzt?“, hakte Kröger nach. „Möglich, aber wenig sinnvoll“, konstatierte Thomas Gerullis.

Der Ortsausschuss-Vorsitzende Hubertus Beier wies darauf hin, dass in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Haushaltsmittel für die Alte Schule bereitgestellt worden, die nicht nur den beteiligten Vereinen, sondern auch der Allgemeinheit zugute kämen. Die ursprüngliche Intention einer Förderung mit 8200 Euro verwarf der Ausschuss jedoch mit Blick auf die im selben Gremium verabschiedeten Richtlinigen. Alfred Thiemann (BMA) hätte zwar nichts gegen eine höhere Förderung gehabt, doch um Gleichberechtigung gegenüber späteren Antragstellern zu erreichen, einigten sich die Fraktionen auf die Verminderung.

Der Komplex wurde sanitär- und wärmetechnisch rundum erneuert.

Thomas „Mötte“ Gerullis
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