Jugendhilfeausschuss
Neue Konzepte in Villa Regine

Ahlen -

Die Kita Villa Regine stellt sich ganz auf die Bedarfe der Eltern ein. Wie, das erklärte Leiter Ludger Althoff im Jugendhilfeausschuss.

Samstag, 03.03.2018, 09:03 Uhr

Die Villa Regine passt sich in den Betreuungszeiten den Bedarfen der Eltern an. Das erfordert vom Team eine entsprechende Haltung, wie Ludger Althoff betonte.
Die „Villa Regine“ passt sich in den Betreuungszeiten den Bedarfen der Eltern an. Das erfordert vom Team eine entsprechende Haltung, wie Ludger Althoff betonte. Foto: Sabine Tegeler

Ist das die Kita der Zukunft? Nachdem Ludger Althoff im Jugendhilfeausschuss am Donnerstag ausführlich das Konzept der „Villa Regine “ vorgestellt hatte, stellte sich diese Frage nicht nur Heinz Günnewig (CDU ), der sie an den Kitaleiter richtete. „Das weiß ich nicht. Aber ich bin sicher, dass es solche Einrichtungen zukünftig in fast allen Städten geben wird“, so Althoff.

In der „Villa Regine“ werden Kinder von 5.30 Uhr morgens bis 20 Uhr abends betreut. Und außerdem auch spät, nachts, an Wochenenden – je nach Bedarf, den die Berufe der Eltern fordern. Möglich macht das das Bundesprogramm „Kita plus“.

Die „Villa Regine“, so Althoff, konzentriere Kinder zwischen einem und sechs Jahren mit Randzeitenbedarf an einem Ort. Man ziele zudem auf Vernetzung, so dass auch Kinder aus anderen Kindergärten in der Villa betreut werden können, wenn es um die frühen Morgen- oder späteren Abendstunden geht. In den Randzeiten sowie an Wochenenden arbeitet die Kita zusammen mit Tagesmüttern.

„2018 nehmen wir zehn neue Kinder auf – alle mit Randzeitenbedarf“, schaute Ludger Althoff schon in den August. Zwei Kinder verlassen die Kita dann, kämen aber, wenn die OGS der Grundschule nicht mehr geöffnet ist, wieder zur Betreuung in die Einrichtung auf dem Westkamp. Drei Kinder seien „Schichtwechselkinder“, was für die Personalplanung nicht einfach sei. Die Eltern arbeiten in wechselnden Schichten, die Betreuung muss sich daran anpassen. „Die Eltern gehen sehr verantwortlich mit unserem Angebot um“, erklärte Ludger Althoff, dass Väter und Mütter die Abholung ihres Nachwuchses nicht nach hinten schieben, nur weil sie es theoretisch könnten.

Die „Villa Regine“ strebt eine Kooperation mit Schichtwechselbetrieben – dazu gehören beispielsweise auch Krankenhäuser und Pflegedienste – an, Althoff nennt es den „Club der familienfreundlichen Unternehmen“. Die könnten durch finanzielle Unterstützung dafür sorgen, dass die Kinder ihrer Mitarbeiter auch bei Schichtarbeit gut betreut sind. Eltern, die in einem der kooperierenden Betriebe ar­beiten, haben gute Chancen, dass ihr Kind einen Platz in der Villa bekommt. Ebenso wie Eltern, die im nahen Umfeld wohnen oder die durch die Arbeit einen Ganztags- oder einen Randzeitenbedarf haben.

Eine Ferienschließung gibt es in der „Villa Regine“ nicht. Allerdings sind die Eltern angehalten, ihr Kind vier Wochen nicht zu bringen. Ludger Althoff: „Auch Kinder haben ein Recht auf Urlaub. Urlaub von der Kita.“

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