Wettbewerb „Suche Frieden“
„Ich sehe nur erste Preise“

Ahlen -

„Eigentlich schade, dass wir diesen Wettbewerb ausgelobt haben. Ich hätte mich zu gern selbst daran beteiligt“, sagt Raphael Fischer.

Sonntag, 18.03.2018, 09:03 Uhr

Zur Jury des handwerklichen Wettbewerbs „Suche Frieden“, der zum Katholikentag ausgerufen wurde, gehören Raphael Fischer, Diana Berger, Dr. Susanne H. Kolter, Knut Heine, Annette Watermann-Krass und Susanne Krumtünger (v.l.).
Zur Jury des handwerklichen Wettbewerbs „Suche Frieden“, der zum Katholikentag ausgerufen wurde, gehören Raphael Fischer, Diana Berger, Dr. Susanne H. Kolter, Knut Heine, Annette Watermann-Krass und Susanne Krumtünger (v.l.). Foto: Peter Schniederjürgen

Unter dem Titel „Suche Frieden“ hat seine Landesinnung der Gold- und Silberschmiede alle Mitglieder aufgerufen, kunstvolle Beiträge zu liefern. Dabei hat sich der Mitinitiator aus Ahlen natürlich zurückhalten müssen. Jetzt ging es um die Bewertung von Arbeiten, die von der Berufsgruppe – insgesamt 40 Teilnehmer aus mehreren europäischen Ländern – zur Präsentation beim 101. Katholikentag angefertigt wurden. Vier unabhängige Juroren trafen sich im „Museum im Goldschmiedehaus “, um aus den Arbeiten die Besten herauszufinden. Die sollen dann zum Katholikentag auf dem Stand der Innung in der Halle Münsterland ausgestellt werden. Alle Arbeiten werden später auch im Haus Klump in Münster zu sehen sein.

Doch zunächst stellte der Landesinnungsmeister Raphael Fischer die Juroren vor. Da ist zunächst Dr. Susanne H. Kolter, Pastoralreferentin in der münsterischen Pfarrei St. Joseph und ausgebildete Kunsthistorikern. Ganz andere Blickwinkel dagegen hat der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer in Münster, Knut Heine. „Als Jurist bin ich ein völlig unkreativer Mensch“, stellte sich der Juror vor. Ähnlich sieht sich Diana Berger: Sie ist Juristin in der Everswinkeler Verwaltung, eine „alteingesessene Ahlenerin“ und des Bürgermeisters Gattin. Als gelernte Grafikdesignerin und heutige SPD-Landtagsabgeordnete beteiligt sich Annette Watermann-Krass an der Jury.

„Wenn ich mir die Arbeiten so anschaue, sehe ich nur erste Preise“, verriet Fischer leise, um die Entscheidung der Juroren nicht zu beeinflussen. Ihn überzeugt die unglaubliche Vielfalt der Materiaien. „Wir haben hier Arbeiten mit einem Materialwert von 20 000 Euro bis zu wirtschaftlich wertlos“, staunte der Fachmann. Arbeiten, die von Auszubildenden im Edel-Schmiedehandwerk und alterfahrenen Meistern angefertigt wurden. „Einer der Gründe, warum ich mich ganz raushalte – wir kennen unsere Handschriften einfach“, schmunzelte der Innungsmeister. Die Preisverleihung findet am 6. Mai im besagten Haus Klump statt.

Als Jurist bin ich ein völlig unkreativer Mensch.

Knut Heine
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