Bürgerversammlung Musikerviertel
Bloß kein zusätzliches Grün

Ahlen -

Spielstraße oder Tempo-30-Zone? Anwohner von Mozart-, Beethoven- und Schumannstraße informierten sich im Ratssaal über Ausbauvarianten.

Donnerstag, 22.03.2018, 18:03 Uhr

Robert Reminghorst, stellvertretender Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, leitete den Gedankenaustausch souverän.
Robert Reminghorst, stellvertretender Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, leitete den Gedankenaustausch souverän. Foto: Dierk Hartleb

In rund acht Wochen wollen sich die Bürger wiedertreffen, die am Mittwochabend der Einladung der Stadt zum Informations- und Gedankenaustausch über den Ausbau von Schumann-, Mozart- und Beethovenstraße gefolgt waren. Dann sollen die Ahlener Umweltbetriebe (AUB) den Anwohnern der drei Wohnstraßen jeweils zwei Ausbauvarianten ihrer Straßen vorstellen.

Es geht einmal um die Umwandlung zur Tempo-30-Zone und einmal um die Gestaltung als Spielstraße mit einer Höchstgeschwindigkeit von sieben Stundenkilometern. Auf diesen Kompromiss verständigten sich die 150 Bürger mit den Stadtvertretern, nachdem zunächst noch eine Abstimmung über ein Meinungsbild im Raum gestanden hatte. Dem stellvertretenden Leiter der Umweltbetriebe, Robert Reminghorst, begegnete nach seiner Begrüßung zunächst große Skepsis, als er erklärte, keine fertigen Pläne mitgebracht zu haben. Stattdessen wolle er zunächst die Wünsche der Anwesenden in Erfahrungen bringen.

Blick in die Beethovenstraße. In der Animation als Spielstraße ausgebaut.

Blick in die Beethovenstraße. In der Animation als Spielstraße ausgebaut. Foto: Stadt Ahlen

Anhand vorbereiteter Folien demonstrierte Reminghorst, wie der Ausbau als Tempo-30-Zone oder Spielstraße im Musikerviertel aussehen könnte. Dabei wurde deutlich, dass die große Mehrheit mit Hinweis auf die angespannte Parksituation in der Nähe des Krankenhauses und vor allem der Krankenpflegeschule kein zusätzliches Grün im Straßenraum wünscht.

Robert Reminghorst machte deutlich, dass es gewisse Ausbaustandards gibt, die unverzichtbar sind – wie ein gesonderter Bürgersteig in einer Tempo-30-Zone. Für die Linden in der Mozart­straße fanden sich keine Befürworter, weil ihr Wurzelwerk zunehmend die Grundstücksbegrenzungen angreife und womöglich auch die bestehende Kanalisation beschädige. „Dazu haben wir noch keine konkreten Erkenntnisse“, meinte Reminghorst, denn entsprechende Untersuchungen am Kanalnetz stehen noch aus.

So könnte Tempo 30 in der Mozartstraße aussehen.

So könnte Tempo 30 in der Mozartstraße aussehen. Foto: Stadt Ahlen

Leicht schockiert reagierten die Bürger auf die Mitteilung Jörg Eberschneiders, dass sie 90 Prozent der Ausbaukosten selbst tragen müssten. Nach einer groben Musterrechnung könnten die Kosten zwischen 6000 und 18 000 Euro liegen.

Zu den nächsten Versammlungen will die Verwaltung die Anwohner dann aber nach Straßen getrennt einladen.

Die ganze Diskussion in unseren lokalen Freitagsausgabe.

 

 

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