Sam Getz im Interview
Die Energie des Publikums spüren – großartig!

Ahlen -

Bevor er auf der Bühne steht, geht‘s zum Interview. Und auch da kommt „Welshly Arms“-Frontmann Sam Getz – frei von Starallüren – mit ganzer Leidenschaft für die Musik rüber.

Mittwoch, 28.03.2018, 17:03 Uhr

Nimmt sich Zeit, um Fragen zu beantworten: Sam Getz vor dem Konzert im Interview.
Nimmt sich Zeit, um Fragen zu beantworten: Sam Getz vor dem Konzert im Interview. Foto: Ulrich Gösmann

L ocker entspannt und gut gelaunt gibt sich „Welshly Arms“-Frontmann Sam Getz eine Stunde vor dem Auftritt im Interview, das Redaktionsmitarbeiter Ralf Steinhorst führt. Mit einem Lächeln entschuldigt er seine Bandkollegen. Sie seien halt noch ein bisschen schüchtern.

Sam, habt ihr nach eurer Ankunft etwas von Ahlen gesehen?

Getz: Leider nein. Wir sind erst vor vier Stunden eingetroffen. Da blieb dafür leider keine Zeit.

Wie liefen die letzten Tour-Tage?

Getz: Wir sind für zwei Songs im Freizeitpark Rust bei Freiburg aufgetreten und haben das Mercedes-Benz-Museum besucht. Ich mag Oldtimer.

Aber im Stuttgarter Zoo ward ihr auch? So war es jedenfalls auf Instagram zu sehen. Gab es dafür Gründe?

Getz: Stimmt (schmunzelt). Unser Schlagzeuger Mickey wollte dahin, er mag besonders Vögel.

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Euer Bandname „Welshly Arms“ leitet sich von einem Hotelnamen in einer amerikanischen Comedy-Show ab. Gibt’s weitere Bezüge?

Getz: Eigentlich nicht. Wenn überhaupt, dann dass vier von uns Waliser Blut in den Adern haben. Bei mir kommt es von meiner Mutter. Aber wir waren alle noch nicht in Wales.

Wäre dann doch mal eine Idee, dort Konzerte zu geben?

Getz: Das wäre wirklich eine gute Idee. Irgendwann werden wir es tun.

Und das „Arms“ im Bandnamen? Hat es mehr Bezug zum Körperteil oder mehr zu Waffen?

Getz: Mehr zu Armen natürlich (lacht kurz und wird schnell ernst). Die Politiker bei uns bekommen viel Geld von der Waffenlobby. Deshalb sind die Proteste der nächsten Generation gegen Waffen ein gutes Statement.

Wohin geht’s die nächsten Tage noch?

Getz: Heute fahren wir noch nach Berlin, Hamburg steht anschließend auf dem Programm. In beiden Städten machen wir Clubkonzerte, Ahlen ist das größte von fünf Konzerten auf der Tour. Es wird großartig, die Energie des Publikums zu spüren.

Wie groß ist eure Crew?

Getz: Wir sind mit sechs Bandmitgliedern auf der Bühne, dazu haben wir noch zwei Mitglieder, die im Tour-Management arbeiten.

„Legendary“ war euer erster großer Erfolg. Ward ihr davon überrascht?

Getz: Ja, waren wir. Es gab keine Promotion in Deutschland, es wurde über Spotify (Anmerkung: Musikstreamingdienst) bekannt. Wir waren vollkommen überrascht, als wir von dem Erfolg hier hörten und haben in Deutschland schnell eine Plattenfirma gesucht. Bis dahin waren wir eine unabhängige Band.

Seid ihr in den Staaten auch so bekannt?

Getz: Es wächst, aber ge­genüber Deutschland hinkt die Bekanntheit hinterher. Wir arbeiten aber dran. In diesem Jahr werden wir in den Staaten auf zwölf Festivals spielen.

Ihr spielt hier ein Wohltätigkeitskonzert zugunsten von Kindern und Familien. Wie sieht es bei euch mit Familie aus?

Getz: Es ist toll, dass wir für Familien spielen können. Denn die meisten von uns haben selbst eine. Da sind eine Menge Kinder in der Bandfamilie. Deshalb ist eine Tour wie diese immer hart, weil wir dann nicht bei unseren Familien sein können.

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