Zisterne
Rock-Klassiker im Country-Gewand

Ahlen -

Bluesrock, Pop und eine Prise Schlager zu Ostern – eine passende Alternative zum Eiersuchen fand Wirtin Gaby Klumpp.

Dienstag, 03.04.2018, 10:04 Uhr

Gut aufgelegt präsentierte sich Detlef Haverland alias „D. Harvey“ bei seinem Auftritt am Ostersonntag in der „Zisterne“.
Gut aufgelegt präsentierte sich Detlef Haverland alias „D. Harvey“ bei seinem Auftritt am Ostersonntag in der „Zisterne“. Foto: Christian Feischen

Wirtin Gaby Klumpp hielt das für „die passende Alternative zum Eiersuchen“: Bluesrock, Pop und eine Prise Schlager zu Ostern . Beim Frühschoppen in der Gaststätte „Zisterne“ am Markt bot Detlef Haverland am Sonntagvormittag unter seinem Künstlernamen „D. Harvey “ eine unterhaltsame Mischung mit bekannten Melodien von Ben E. King, Otis Redding oder Neil Diamond bis hin zu den „Eagles“ dar.

Der Musiker und Sänger begleitete sich beim Solo-Konzert selbst auf der Gitarre, wobei er die Schlagzeug- und Basslinien vom Mischpult einspielte, um den charakteristischen Wiederer­kennungswert weltbekannter und vielfach gecoverter Oldies nah am Original wiederzugeben. Was wäre ein Song wie „Stand By Me“ denn auch ohne seine markante Rhythmik? Der sichtlich gut aufgelegte D. Harvey setzte beim vormittäglichen Live-Programm zugleich ei­gene Akzente, indem er manche Stücke im gitarrenlastigen Country-Gewand interpretierte.

Dass der Drensteinfurter Musiker auch bei der Rockabilly-Band „Rockateers“ mitwirkt, war seiner Songauswahl beim Frühschoppen-Konzert unter dem Motto „Jetzt wird‘s retro“ deutlich anzuhören: Zu „I can help“ aus den 1970er Jahren, bekannt vom One-Hit-Wonder Billy Swan, klatschte so mancher Besucher in der „Zisterne“ schon begeistert mit, als sich der Kneipenraum im Laufe des Vormittags allerdings erst allmählich füllte. Unterhaltsames gab es dann zur Mittagszeit, als D. Harvey Dean Martin imitierte: Bei „Everybody Loves Somebody Sometimes“ nippte er in Anspielung an die Las-Vegas-Shows des Hollywood-Stars an einem Whiskey-Glas, während er den Evergreen stimmlich problemlos bewältigte.

„Das kann man gut anhören“, urteilten derweil nicht wenige Zuhörer und spendeten für Oldies wie „Rote Lippen soll man küssen“ von Cliff Richard oder den „Song Sung Blue“ aus der Feder Neil Diamonds besonders viel Beifall. Auch, wenn die Gaststätte trotz freien Eintritts nicht bis auf den letzten Platz gefüllt war: Für die, die gekommen waren, war die Live-Musik mit „D. Harvey“ offensichtlich in der Tat eine unterhaltsame Alternative zum Eiersuchen – und das bis in den frühen Nachmittag hinein.

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