Kinderbuch von Ludger Bach
Kuscheltiere beweisen Mut

Ahlen -

Ludger Bach schreibt gerne. Zahlreiche Kurzgeschichten hat er schon verfasst. Nun traute sich der Vorhelmer aber an ein neues Genre: das Kinderbuch.

Montag, 09.04.2018, 12:04 Uhr

Die Idee sei ganz plötzlich gekommen. „Fast wie ein Blitz“, sagt Ludger Bach : „Und dann habe ich mich drangesetzt und angefangen zu schreiben.“ Das Ergebnis dieses Blitzeinfalls ist ein Kinderbuch mit dem Titel „Die unglaubliche Abenteuerreise der Kuscheltiere“. Erschienen vor wenigen Wochen im docupoint Verlag Barleben, ist es jetzt im Buchhandel und auch online bestellbar.

„Die unglaubliche Abenteuerreise der Kuscheltiere“ ist das erste Werk dieser Art, das der Vorhelmer zu Papier gebracht hat. Schon öfter hat er Kurzgeschichten verfasst und sich auch an der „Leser sind auch Schreiber“-Aktion der „Ahlener Zeitung“ beteiligt. Aber im Kinderbuchsektor war er bislang nicht zu Hause.

Dass er sich nun diesem Genre gewidmet habe, hänge sicher auch mit seiner Rolle als vierfacher Opa zusammen, schmunzelt Ludger Bach: „Die Enkel fragten zwischendurch immer wieder: Opa, wie weit bist du? Lies doch mal vor“, berichtet der Autor aus der Zeit der Schaffensphase.

Ein weiterer Grund sei aber auch das persönliche Interesse am Thema gewesen. Schließlich spielt die Geschichte vor dem Hintergrund der zahlreichen Flüchtlingsschicksale und hat zahlreiche aktuelle politische Bezüge.

Ludger Bach

Ludger Bach Foto: Christian Wolff

Ludger Bach überträgt die Fluchtgeschichten auf eine ganze Riege von Kuscheltieren, die sich auf abenteuerliche Weise mit dem Schiff aufmachen, um ihre aus Afrika nach Europa geflüchteten Besitzer, also die Kinder wiederzufinden. Vom Elefant bis zur Eule, vom Kamel bis zum Schaf erleben die kuscheligen Protagonisten dabei mal lustige, mal gefährliche Situationen.

Ein Thema, dass sich nicht gerade als Gute-Nacht-Geschichte für ganz kleine Mädchen und Jungen anbietet, das weiß Ludger Bach schon. „Es gibt hier und da auch schwierige Wörter“, räumt der 74-Jährige ein. Und manche Vorab-Leser hätten ihm doch geraten, noch kindgerechter zu schreiben. „Aber so kommt es doch zur Kommunikation“, findet Bach: „Die Kinder können nachfragen. Und beim Vorlesen kann man erklären.“ Da dürfe es auch mal anspruchsvoller sein. Und schließlich zeige ja auch schon der Untertitel „Eine Kindergeschichte für fast jedes Alter“, dass die Zielgruppe dem jungen Alter durchaus entwachsen sein darf.

Das fertige Manuskript durften Familie und Freunde zuerst lesen. Als von dieser Seite Bestätigung kam, habe er einen befreundeten Literaturkenner angesprochen: Walter Gödden, seines Zeichens Literaturwissenschaftler und wissenschaftlicher Leiter des Museums für Westfälische Literatur Haus Nottbeck. Der habe ihm positive Rückmeldung gegeben, von der Bewerbung bei großen, bekannten Verlagen aber abgeraten und ihm stattdessen den kleinen Print-on-Demand-Verlag empfohlen.

Jetzt liegt die 72 Seiten starke Geschichte also vor, die unglaubliche Abenteuerreise der Kuscheltiere kann beginnen. Und eines sei verraten: Es gibt eine gute Methode, wie alle kleinen Flüchtlingskinder wieder ein Kuscheltier bekommen.

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