Ulrich Vornholt geht nach Münster
Plötzlicher Abschied von der Sekundarschule

Ahlen -

Wenn ein Schulleiter mitten im Schuljahr verabschiedet wird, muss schon was Besonderes passiert sein. So wie bei Sekundarschulleiter Ulrich Vornholt: Er wechselt zum 1. Mai in das für Sekundar- und Gesamtschulen zuständige Dezernat der Bezirksregierung Münster.

Dienstag, 01.05.2018, 20:05 Uhr

Der Schulpflegschaftsvorsitzende Christian Grube (l.) lobte das unkomplizierte Verhältnis zu Ulrich Vornholt.
Der Schulpflegschaftsvorsitzende Christian Grube (l.) lobte das unkomplizierte Verhältnis zu Ulrich Vornholt. Foto: Ralf Steinhorst

Das Bewerbungsverfahren lief schon ein Jahr, die Abberufungsnachricht vom 19. April aber überraschte alle Beteiligten. „Unverhofft kommt oft, so blieben uns nur zehn Tage für eine Verabschiedung – ein Abschied in Echtzeit“, begrüßte Vize-Schulleiterin Elisabeth Beier die Gäste am Montag in der Sekundarschulaula.

„Sie als Fachmann zu holen, ist für uns nachvollziehbar“, bedauerte Bürgermeister Dr. Alexander Berger den Abschied, das Motto „Too cool for school“ sei nicht unbegründet. Denn mit dem Aufbau der Sekundarschule habe Ulrich Vornholt bewiesen, dass er nicht nur ein herausragender Lehrer ist, sondern Schulverwaltung lebe.

Für uns waren Sie die personifizierte Schule – immer da.

Ralf Koßmann

Wie das ausgesehen hatte, stellte die Schülervertretung in einer humorvollen Szene dar. Die Schüler und der Schulpflegschaftsvorsitzende Christian Grube dankten für die gute Zusammenarbeit. „Für uns waren Sie die personifizierte Schule – immer da“, würdigte Ralf Koßmann als Sprecher des Lehrerrats die Verdienste des scheidenden Schulleiters.

Dass der Tag des Abschieds auf sie zukommen würde, war für Elisabeth Beier, die nun die Geschicke der Schule leitet, überraschend. Sechs Jahre Aufbau- und Führungsarbeit in der Sekundarschule haben geprägt: „Deine Ruhe und Sachlichkeit sorgten für eine hohe Qualität“, lobte Elisabeth Beier. In einer „Too cool for school“-Tasche packte sie zusammen mit Leitungsteammitglied Frauke Hantel-Laufenberg einige Utensilien für den Weg zur Bezirksregierung. Darunter eine rosa Brille für Notfälle.

Seinen trockenen Humor bewies Ulrich Vornholt in seinem „letzten Wort“. Als während seiner Abschiedsrede plötzlich ein Smartphone klingelte, reagierte er spontan mit strengem Gesichtsausdruck: „Das Handy wird übrigens einkassiert.“ Er dankte allen, die ihn begleitet haben und verwies darauf, dass es immer ein Wiedersehen gebe. „Schüler zu unterrichten ist herausfordernd – es ist schön, macht aber Arbeit“, blickte er zurück. Es sei ihm täglich eine Freude gewesen, in die Schule zu fahren. Dem Kollegium gab er den Rat mit auf den Weg, immer verbindlich und verlässlich zu bleiben.

Musikalisch gestaltet wurde die Verabschiedung von der Schülerband unter Leitung von Achim Sandvoß.

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