Marktmusik
Jazz mit Spuren der Kirchenmusik

Ahlen -

Dass Jazz und Kirchenlieder kein Widerspruch sind bewiesen Trompeter Christian Kappe und Kantor Andreas Blechmann eindrucksvoll bei der Marktmusik in St. Bartholomäus.

Montag, 07.05.2018, 13:05 Uhr

Andreas Blechmann (l.) und Christian Kappe begeisterten das Publikum mit Jazzstücken.
Andreas Blechmann (l.) und Christian Kappe begeisterten das Publikum mit Jazzstücken. Foto: Ralf Steinhorst

Die Reihe „Marktmusik“ in St. Bartholomäus zeichnet sich durch die Variabilität der präsentierten Musikrichtungen aus. Am Samstagvormittag stand Jazz mit Spuren von Kirchenmusik unter dem Titel „Troparion Jazz“ im Mittelpunkt. Passend zu den Themen Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten hatte Ilse Blomberg die Lesung ausgerichtet.

Ein Troparion widmet sich häufig einem Heilsereignis, dem im Kirchenjahr ein bestimmter Tag gilt. In dieser Manier widmete sich Kantor Andreas Blechmann den Heilsereignissen Auferstehung für Ostern, die Rückkehr Jesu Christi in den Himmel zu Christi Himmelfahrt und die Entsendung des Heiligen Geistes zu Pfingsten. Blechmann hatte selbst Jazzstücke geschrieben, in die er Modalitäten und Sequenzen von Kirchenliedern wie „Christ ist erstanden“ einarbeitete.

Zur „Marktmusik“ hatte der Kantor Christian Kappe eingeladen, der als künstlerischer Leiter des Jugendjazzorchesters Münsterland bekannt ist. Der Trompeter durfte sich das erste Stück selbst aussuchen und wählte mit Bedacht die neuzeitliche Hymne „Et la vie continue“ des Trompeters Erik Truffaz. „Seit 2015 ist es eine heimliche Hymne nach dem Anschlag auf das Pariser ‚Bataclan‘“, erklärte Christian Kappe. Die Entspanntheit des Stücks zeigt tatsächlich den Willen der Franzosen, dass das Leben auch nach den Anschlägen in Normalität weitergeht.

Es folgten die Stücke „Song For You“ und „Star Dance“, die von Andreas Blechmann für die Hauptorgel und Trompete arrangiert wurden, wobei bei „Star Dance“ das Kirchenlied „Christ ist erstanden“ anklingt. Während beide Musiker dann von der Orgelbühne vor den Altar umzogen, damit Andreas Blechmann an den Synthesizer wechseln konnte, las Ilse Blomberg den Text „Was den Heiligen Geist betrifft“ aus der Apostelgeschichte vor.

Mit dem Arrangement „Whitsunday“ (Pfingsten) schloss Andreas Blechmann seine Kompositionen mit Christian Kappe ab. Das Konzertfinale bildete dann schließlich dass durch Louis Armstrong berühmt gewordene „What A Wonderful World“. Nicht nur das Publikum war am Ende begeistert, sondern auch Trompeter Christian Kappe: „Wir spielen oft Musik – aber schön ist es, wenn sie dabei sind“. Die Reihe „Marktmusik“ findet übrigens außerplanmäßig am 9. Juni ihre Fortsetzung.

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