Pfingstival 2018
Erneuerung in Gottes Sinne

Ahlen -

Der Rathausvorplatz war am Montagvormittag zum Pfingstival 2018 voll besetzt. Es ging an diesem politischen Ort um Erneuerung in Gottes Sinne.

Dienstag, 22.05.2018, 10:05 Uhr

Das Pfingstival – diesmal auf dem Rathausvorplatz. Nicht für alle Besucher waren Sitzgelegenheiten vorhanden.
Das Pfingstival – diesmal auf dem Rathausvorplatz. Nicht für alle Besucher waren Sitzgelegenheiten vorhanden. Foto: Ralf Steinhorst

Nein, mit dem Veranstaltungsort Rathausvorplatz sollte das Motto des diesjährigen Pfingstivals am Vormittag des Pfingstmontags ausdrücklich nicht in Verbindung gebracht werden. Das nämlich lautete „Siehe, ich mache alles neu“.

„Da geht es nicht um Restaurieren und Renovieren, sondern um Erneuerung in Gottes Sinne“, begrüßte Pfarrer Markus Möhl die Christen aus der Evangelischen Kirchengemeinde, der katholischen Pfarre St. Bartholomäus, der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, der Griechisch-Orthodoxen Gemeinde und der Syrisch-Orthodoxen Gemeinde St. Georg. Diese Erneuerung sei mit dem ökumenischen Pfingstival doch schon gut sichtbar, fand Pfarrer Möhl. Die rekordverdächtige Zahl der Besucher bei sommerlichen Temperaturen und einigem Wind gab ihm Recht. Nicht alle fanden einen Sitzplatz.

Pfingstival 2018

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  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst
  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst
  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst
  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst
  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst
  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst
  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst
  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst
  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst
  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst
  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst
  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst
  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst
  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst
  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst
  • Pfingstival 2018 auf dem Rathausvorplatz in Ahlen Foto: Ralf Steinhorst

„Der Gottesdienst besteht aus mehreren Aktionen“, kündigte der katholische Pfarrer Willi Stroband noch vor Beginn an und versprach nicht zu viel. So brachte die Evangelische Pfarrerin Dorothea Helling der pfingstlich-ökumenischen Gemeinde das Guerilla Gardening näher, einer Protestform im öffentlichen Raum, die in New York entstand und die heimliche Aussaat von Pflanzen zum Inhalt hatte. Die Pfarrerin hatte sogenannte Saatbomben mitgebracht, aus Erde geformte Kugeln mit Blumensamen. „Mit dem Samen geht in unserer Mitte etwas auf – das ist Pfingsten“, warf sie zwölf Saatbomben in die Menge der Gläubigen.

Mit dem Samen geht in unserer Mitte etwas auf – das ist Pfingsten.

Pfarrerin Dorothea Helling

Musikalisch rief Simeon Sougaris den Pfingstgeist in griechischer Sprache an, der Mädchenchor der Syrisch-Orthodoxen Gemeinde sang wieder das „Vater unser“ auf Aramäisch, der Ursprache der Christen. Auch die Pfingstival-Band war wieder mit dabei, um den Gemeindegesang zu unterstützen. Gebetet wurde natürlich auch. Hier hatte sich Pfarrer Volkmar Schuster von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde etwas Symbolisches einfallen lassen. Jeder Gottesdienstbesucher konnte mit dem Verbrennen eines Samenkorns in Weihrauchschälchen sein stilles Gebet zum Himmel schicken.

Damit alle Gottesdienstbesucher gesegnet waren, zog Pfarrer Josef Harman mit Weihwasser benetzten Walnussbaumblättern durch die Reihen – eine Erfrischung an diesem Pfingstmontag. Wie sehr Essen im Christentum eine Rolle spielt, verdeutlichte Pfarrer Willi Stroband mit dem Brotbrechen. Der Geistliche hatte 100 Brötchen mitgebracht, die unter den Besuchern geteilt wurden. Der Gottesdienst schloss mit dem für das Pfingstival typischen Schlusssegen ab, wo sich die Gottesdienstbesucher gegenseitig durch Handauflegen segneten.

Anschließend bestand die Gelegenheit zum Gespräch. Für das leibliche Wohl sorgten der Kindergarten St. Johannes Nepomuk und die Frauenhilfe der Pauluskirche. Auch der Weltladen war mit einem Stand vertreten.

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