Schützenverein „Alt- und Neuahlen“
„Unverhofft kommt oft“ traf zu

Ahlen -

Er konnte es selbst nicht glauben: Klaus Dorenberg wurde am späten Sonntagnachmittag von seinem goldenen Treffer überrascht. Doch es ist wahr, dass er nun den Schützenverein „Alt- und Neuahlen“ regiert.

Montag, 28.05.2018, 18:14 Uhr

Geschultert: Schützenkönig Klaus Dorenberg nimmt auf den Schultern von Andre Dohle (links) und Fabian Venjakob (rechts) die Glückwünsche von Andreas Kondermann-Kirschstein entgegen.
Geschultert: Schützenkönig Klaus Dorenberg nimmt auf den Schultern von Andre Dohle (l.) und Fabian Venjakob (r.) die Glückwünsche von Andreas Kondermann-Kirschstein entgegen. Foto: Ralf Steinhorst

Beim diesjährigen Königsschuss beim Schützenverein Alt- und Neuahlen traf der Spruch „Unverhofft kommt oft“ voll ins Schwarze. Nach dem 248. Schuss um 17.35 Uhr fiel der Vogel erst, als der neue Schützenkönig Klaus Dorenberg auf dem Weg aus der Sicherheitszone war und ihn so einige seiner Schützenbrüder auf den Treffer aufmerksam machen mussten. Zu seiner Königin erkor der neue Regent Martina Post .

Erst im März dieses Jahres stellte sich Klaus Dorenberg im Vorstand nicht mehr zur Wiederwahl als Schriftführer. Damit war für ihn der Weg frei, den Abschuss des stolzen Aars in Angriff zu nehmen. „Er hatte es seit Jahren vor, hat aber aus Rücksicht gegenüber seinen Vorstandskollegen zurückgesteckt“, konnte sich Kassierer Andreas Gunnemann ein Grinsen zum Königsschuss nicht verkneifen. Denn die Vorstandsmitglieder hätten ihn schon gewähren lassen, war er im Gremium doch der einzige ohne Königstitel.

Dass es gleich beim ersten Versuch klappte, überraschte auch den neuen Regenten: „Das ist ja viel zu früh!“ Womit er sicher auch den frühen Zeitpunkt des Königsschusses gemeint hat, denn seit sieben Jahren hat kein Schützenkönig so schnell mit so wenig Schüssen das Schießen bei den „Bauern“ beendet. „Der erste König, der nicht mitbekommen hat, dass er König wurde“, fand auch Oberst Andreas Tripp die Umstände kurios. Damit entschied Klaus Dorenberg das Finale für sich, in dem er mit Christian Leyer, Philipp Frenz und Ludger Wichmann um die Königswürde stritt. Letzterer wäre der nächste Schütze gewesen.

Vor dem Königsschuss holten sich drei weitere Schützen die Insignien. Stefan Tripp traf mit dem 24. Schuss die Krone, Thorsten Ernst mit dem 72. Schuss den Apfel und Lukas Boes mit dem 110. Schuss das Zepter. Schon einige Stunden vorher waren beim Kinderschießen Maren Theeßen in der Gruppe der Acht- bis Neunjährigen, Birte Speckamp bei der Gruppe der Zehn- bis Elfjährigen und Helene Schroer bei den 12- bis 16-Jährigen als Beste ausgezeichnet worden.

Schützenfest von „Alt- und Neuahlen“

1/20
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst
  • Auf dem Festplatz am Gasthaus Quante war am Sonntag viel los. Foto: Ralf Steinhorst

Beim Antreten nach dem Königsschießen mischte sich auch Pfarrer Willi Stroband unter die Schützen und reihte sich in der Ehrenkompanie ein. Diese Besonderheit müsse doch genutzt werden, überlegte sich Oberst An­dreas Tripp und bat um die Segnung des neuen Regenten. Dieser kam der Pfarrer mit Handauflegen gerne nach mit Worten, die die Schützenbrüder gerne hörten: „Lass ihn immer eine offene Geldbörse haben!“.

Wie in den Vorjahren lag die Spannung des Königsschießens nicht nur im sportlichen Bereich, sondern auch bei der Frage, ob das Wetter halten würde. Trocken war es, sommerlich warm, aber auch schwül, so hatte das Schießen gegen 16 Uhr begonnen, doch lagen da schon Regenschauer in der Luft. Kamen die ersten Tropfen in den Vorjahren erst nach dem Fall des Adlers, reichte es dieses Mal nicht. Gegen 17 Uhr war Zeit für die Regenschirme gekommen, dennoch ließen sich die vielen Schützenfestbesucher nicht beirren und blieben. Die aufgrund des Wetters frühzeitige Umstellung auf größere Munition verkürzte das Königsschießen, so dass Klaus Dorenberg in rekordverdächtiger Zeit die Regentschaft erlangte.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5775200?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Nachrichten-Ticker