Caritas will mit Firmen kooperieren
Punkte für die Warteliste

Ahlen -

Bei der Suche nach einem Betreuungsplatz für ihre Kinder will die Caritas berufstätigen Eltern jetzt in Zusammenarbeit mit dem Club familienfreundlicher Unternehmen helfen.

Freitag, 01.06.2018, 15:30 Uhr

Die Caritas wirbt für den Club familienfreundlicher Unternehmen: Heinrich Sinder (l.), Geschäftsführer der Caritas, und Ludger Althoff, Fachbereichsleitung der Betreuungsangebote für Kinder.
Die Caritas wirbt für den Club familienfreundlicher Unternehmen: Heinrich Sinder (l.), Geschäftsführer der Caritas, und Ludger Althoff, Fachbereichsleitung der Betreuungsangebote für Kinder. Foto: Marion Fenner

Spätschicht, Frühschicht oder Wochenendarbeit? Wer kümmert sich um das Kind? Fragen, die sich Arbeitnehmer oft stellen und zumeist akribische Organisation bedeuten. Es sei denn, das Kind hat einen Platz in der „Villa Regine “, einer Einrichtung der Caritas für das Dekanat Ahlen, in der eine Möglichkeit der Betreuung rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche besteht. Doch dort ist die Warteliste natürlich lang.

Nun können Arbeitgeber durch eine Unterstützung des Clubs familienfreundlicher Unternehmen dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter auf der Warteliste durch Zusatzpunkte bei der Auswahl ein paar Plätze höherrücken. „Wir wollen mit Firmen kooperieren und so dafür sorgen, dass Eltern, die einen Betreuungsbedarf außerhalb der üblichen Kindergartenzeiten, vielleicht auch nachts oder an den Wochenenden haben, auf jeden Fall geholfen wird“, erklärt Ludger Althoff, Fachbereichsleiter bei der Caritas für Betreuungsangebote für Kinder.

Die „Villa Regine“ ist vor knapp zwei Jahren aus dem Förderprojekt des Bundes „Frühe Bildung, gleiche Chancen – Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“ entstanden. Ende des Jahres laufe dieses Projekt voraussichtlich aus, erklärt Heinrich Sinder von der Geschäftsführung der Caritas im Dekanat Ahlen. Um die Finanzierung aber auch weiterhin zu sichern, soll der Club familienfreundlicher Unternehmen einspringen. „Dafür suchen wir noch Unterstützer“, erklärt Sinder. Am Samstag, 6. Juni, findet um 17 Uhr findet eine Infoveranstaltung – gemeinsam mit „Pro Ahlen“ und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft – zur Kooperation der Kita „Villa Regine“ auf dem Westkamp mit Schichtdienstbetrieben statt.

„Ziel dieser Veranstaltung ist die Anwerbung weiterer Kooperationspartner, die die Randzeitenarbeit der Kita finanziell und ideell unterstützen, um für die Zeit nach der Förderung durch den Bund eine Fortsetzung der Randzeitenbetreuung zu ermöglichen“, erklärt Sinder weiter. Der Bedarf nach dieser erweiterten Betreuung sei auf jeden Fall vorhanden.

Drei Firmen hätten schon einen Kooperationsvertrag geschlossen. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es noch die Möglichkeit zur Besichtigung der Kita und zum Konzeptgespräch. „Das Konzept der Villa Regine hat sich bewährt“, erklärt Ludger Althoff. „Wir sind immer für unsere Eltern und Kinder da. Die Einsatzpläne unserer Mitarbeiter richten sich nach den Dienstplänen der Eltern.“ Zusätzlich werde mit fest angestellten Tagesmüttern gearbeitet, damit Kinder bei Bedarf auch in einer familiären Struktur und einem vertrauten Umfeld betreut werden können.

Durch diese erweiterten Angebote werde vielen Berufstätigen eine große Last von den Schultern genommen. „Sie müssen bei der Arbeit nicht dauernd auf die Uhr schauen, um ihr Kind pünktlich anzuholen.“ Ob in Pflegeberufen, bei Ärzten oder Polizisten seien absolut fest geregelte Arbeitszeiten nur selten einzuhalten. Auch für Arbeitnehmer im Einzelhandel seien normale Kindergartenöffnungszeiten nicht immer praktikabel, weiß Althoff aus Erfahrung. Arbeitnehmer könnten natürlich ebenfalls von der Flexibilität ihrer Arbeitnehmer profitieren, ist Heinrich Sinder überzeugt.

Die Veranstalter bitten um eine Anmeldung beim Caritasverband für das Dekanat Ahlen, Telefon 89 35 39, oder per E-Mail an g.kaya@caritas-ahlen.de.

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