„Stadtbildmacher“ beleuchten Trafohäuschen
„Dornröschen“ im Berliner Park

Ahlen -

Der Verein „Ahlener Stadtbildmacher“ beschäftigt sich derzeit mit dem denkmalgeschützten Trafohäuschen im Berliner Park. Die Vorsitzende ist auf der Suche nach Informationen zur Geschichte des Gebäudes.

Montag, 04.06.2018, 20:46 Uhr

Das alte Trafohäuschen im Berliner Park soll bis zum „Tag des offenen Denkmals“ aus seinem Dornröschenschlaf befreit werden. Parallel dazu sucht der Verein „Ahlener Stadtbildmacher“ nach Informationen über das Objekt und macht Vorschläge zu einer künftigen Nutzung, die hilft, den Erhalt zu sichern.
Das alte Trafohäuschen im Berliner Park soll bis zum „Tag des offenen Denkmals“ aus seinem Dornröschenschlaf befreit werden. Parallel dazu sucht der Verein „Ahlener Stadtbildmacher“ nach Informationen über das Objekt und macht Vorschläge zu einer künftigen Nutzung, die hilft, den Erhalt zu sichern. Foto: Stadtbildmacher

Selbst simple Zweckbauten wurden in früheren Zeiten architektonisch aufgewertet – ob durch Zierelemente in der Fassade, in Türen oder am Dach. Ein gutes Beispiel dafür ist das alte Trafohäuschen im Berliner Park.

Das kleine Gebäude steht ein wenig abseits, versteckt im Grünen. Wenn am Sonntag, 9. September, der nächste „Tag des Denkmals “ stattfindet, soll es aus seinem Dornröschenschlaf erweckt werden. Der Verein „Ahlener Stadtbildmacher“ möchte die denkmalgeschützte Station aus diesem Anlass der Öffentlichkeit präsentieren.

„Mittlerweile konnten wir erste Gespräche mit der Denkmalbehörde führen“, sagt die Vorsitzende Silke Büscher-Wagner . „Die Trafostation gehört seit vielen Jahren der Stadt und ist aber unserer Meinung nach etwas in Vergessenheit geraten. Durch einen Tipp sind wir auf die Station aufmerksam gemacht worden.“ Nach einer ersten Kontaktaufnahme sei eine gemeinsame Besichtigung mit der städtischen Denkmalfachfrau Nicole Wittkemper-Peilert ermöglicht worden. „Leider hat das Gebäude in den vergangenen Jahren einige Schäden davongetragen, weil es niemand mehr auf dem Radar hatte“, so die Vorsitzende. „Noch bis vor vier Wochen war das Gebäude völlig zugewachsen. Das Dach ist undicht und die Feuchtigkeit hat dazu geführt, dass eine Decke einsturzgefährdet ist.“

Inzwischen wurde den „Stadtbildmachern“ versprochen, sich darum zeitnah zu kümmern, so dass eine Besichtigung am 9. September möglich sein soll. „Der Tippgeber kommt aus Lüdinghausen“, verrät Silke Büscher-Wagner. „Er hat in den vergangenen Jahren viele Informationen über die Trafostationen im Münsterland gesammelt. Es gibt sehr viele Nachnutzungskonzepte für diese Bauten – für das Objekt in Ahlen aber derzeit nicht.“

Detail des historischen Innenlebens.

Detail des historischen Innenlebens. Foto: Stadtbildmacher

Die „Ahlener Stadtbildmacher“ verfolgen nun mehrere Ziele: „Wir tragen im Vorfeld alle Informationen zum Trafohäuschen zusammen von der Vorgeschichte über das Baujahr bis hin zu seiner Nutzungszeit“, so Büscher-Wagner. „Es wäre prima zu wissen, wer dort vielleicht einmal gearbeitet hat. Vielleicht gibt es noch Ahlener, die Fotos aus alten Zeiten beisteuern könnten oder Informationen und Geschichten zum Trafohäuschen kennen.“ Wer Informationen hat, kann sich an die „Ahlener Zeitung“ oder den Verein „Ahlener Stadtbildmacher“ wenden.

Im Weiteren werden die „Stadtbildmacher“ zum Denkmaltag verschiedene Nutzungskonzepte anderer Trafostationen vorstellen. Die Stadt behält sich natürlich vor, über die zukünftige Nutzung als Eigentümerin zu entscheiden.

„Uns ist es wichtig, dass die Station vor dem Verfall geschützt wird und die Stadt Ahlen als Eigentümerin dieses gewährleistet. Eine spätere Nutzung ist sehr erstrebenswert und da gehen wir gern als Ideengeber mit der Stadt ins Gespräch“, erklärt die Sprecherin des aktiven Vereins.  

Mittlerweile konnten wir erste Gespräche mit der Denkmalbehörde führen.

Silke Büscher-Wagner
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