Ahlener Daniel Kehne
Einer der Motoren der App „Integreat“

Ahlen -

Die „Tür an Tür“-Digital Factory aus Augsburg hat mit ihrer App „Integreat“ das Finale der „Google.org Impact Challenge” erreicht und gewinnt 250 000 Euro. Der Ahlener Daniel Kehne ist einer der Motoren der App, die geflüchteten Menschen den Start in Deutschland erleichtert.

Dienstag, 05.06.2018, 21:30 Uhr

Die von dem Ahlener Daniel Kehne mit entwickelte App „Integreat“ führt Zugewanderte und Akteure der lokalen Integrationsarbeit in Kommunen und Landkreisen zueinander.
Die von dem Ahlener Daniel Kehne mit entwickelte App „Integreat“ führt Zugewanderte und Akteure der lokalen Integrationsarbeit in Kommunen und Landkreisen zueinander.

„Integreat“ wurde vor drei Jahren vornehmlich von Studenten in Augsburg gegründet und wird inzwischen in 40 Städten und Landkreisen genutzt. Bis zum heutigen 6. Juni können Bürger über den Gesamtsieger abstimmen. Dieser erhält bei der Preisverleihung am Donnerstag, 7. Juni, in Berlin eine zusätzliche Förderung von 250 000 Euro. Abstimmen kann man online auf g.co/KleineTaten.

Neuzugewanderte Menschen erhalten über diese App alle wichtigen Informationen, zusammengetragen von den Akteuren der lokalen Integrationsarbeit. „Inte­great“ bietet darüber hinaus über Industrie- und Handwerkskammern eine Schnittstelle zum Arbeitsmarkt an. Die Inhalte und Technologien können frei von anderen Organisationen genutzt werden (Open Source). Die lokalen Verantwortlichen der Städte und Landkreise treffen sich mit dem „Integreat“-Team zusätzlich regelmäßig zum Austausch und Wissenstransfer über kommunale Grenzen hinweg.

Bei über 2500 Einreichungen in zwei Kategorien schaffte es „Integreat“ bei der „Google.org Impact Challenge” unter die besten zehn Leuchtturm-Projekte. Im Augsburger Integrationscafé „Tür an Tür“, wo im November 2015 mit dem Start der ersten App alles begann, stellte das Kernteam der über 40 vornehmlich ehrenamtlichen Helfer das Projekt vor.

Insgesamt werden 110 Finalteilnehmer (100 lokale Projekte und zehn Leuchtturm-Projekte) von Google, den Partnern und der Jury ausgewählt. Durch die Abstimmung werden nun aus den 100 lokalen Projekten 50 Sieger ermittelt. Diese erhalten je 20 000 Euro. Aus den zehn Leuchtturm-Projekten wird ein Gesamtsieger des Publikums ermittelt. Dieser erhält 500 000 Euro. Ein weiteres Projekt erhält als Sonderpreis der Jury ebenfalls insgesamt 500 000 Euro. Die restlichen acht Leuchtturm-Projekte erhalten je 250 000 Euro. Alle erfolgreichen Projekte bekommen zudem Unterstützungsleistungen in Form von Beratungen durch Google und seine Partner.

Die „Google.org Impact Challenge“ ist ein Förderwettbewerb für gemeinnützige Organisationen und Vereine, der nach 2016 zum zweiten Mal in Deutschland durchgeführt wird. Gesucht werden Ideen, die mit Hilfe digitaler Technologie oder anderer kreativer Ansätze die Arbeit der betreffenden Organisationen verbessern. Über die besten Ideen in zwei Kategorien stimmen eine Expertenjury und die Öffentlichkeit via Online-Voting ab. Die Gewinner erhalten Preisgelder sowie Unterstützung von Google und seinen Partnern.

Gesucht sind hier explizit auch kleine Ideen aus Vereinen und Organisationen, die lokale oder regionale Wirkung entfalten.

Der Expertenjury gehören mit an: Dunja Hayali (Moderatorin und Journalistin), Arne Friedrich (ehemaliger Fußball-Nationalspieler und Stiftungsgründer) Stefanie Graf (Stifterin und Vorstandsvorsitzende „Children for Tomorrow“) und Raúl Aguayo-Krauthausen (Aktivist und Medienmacher).

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