„Phänomexx on stage“ in der Stadthalle
Schwerkraft scheint ausgehebelt

Ahlen -

Wenn Bälle und Tischtücher die Relativitätstheorie erklären, wenn ein BMX-Rad einschließlich Fahrer um das Vorderrad wirbelt oder Frauen auf Sitzbällen über die Bühne gleiten, ist Showtime in der Stadthalle. Genauer gesagt: Zeit für die Wissenschaftsshow „Phänomexx on stage“. Die füllte Dienstagabend die Stadthalle bis auf den allerletzten Platz.

Mittwoch, 06.06.2018, 23:00 Uhr

Eine eigenwillige Darstellung des Klimawandels präsentierten sie Sekundarschüler. Albert Einsteins Vorstellungen zur Gravitation erklärten die jungen Leute ebenso. Sitzballkunststücke zeigte später Tatiana Konoballs. Und für Für Claudius Specht gilt die Schwerkraft scheinbar nicht immer.
Eine eigenwillige Darstellung des Klimawandels präsentierten sie Sekundarschüler. Albert Einsteins Vorstellungen zur Gravitation erklärten die jungen Leute ebenso. Sitzballkunststücke zeigte später Tatiana Konoballs. Und für Für Claudius Specht gilt die Schwerkraft scheinbar nicht immer. Foto: Peter Schniederjürgen

„Wir sind ausverkauft“, jubelte ein glücklicher Reinhardt Böhm, Vorsitzender des „Phänomexx“-Vereins. Aus dem ganzen Kreis waren Schüler zum „Science-Slam“ gekommen. Mit ihren Show-Kollegen, Artisten von Weltformat lieferten junge Leute eine Schau der Extraklasse. Durch den Abend führte Moderator und Artist Martin Mall. Der Showprofi ließ es sich natürlich nicht nehmen, selbst diverse Kunsttücke, vorzugsweise mit dem Diabolo, zu präsentieren. Die „Applaus-Akademie“ war der Auftakt. „Damit testen wir mal die Applausfähigkeit. Sie klatschen so, wie der Diabolo hochfliegt“, forderte Mall auf. Das Publikum folgte und steigerte sich im Lauf der Schau immer weiter in der Frequenz des Klatschens.

Zeit für die erste Slam-Einlage: Fabian, Jona und Felix befassten sich mit einem Problem, das viele in diesem Sommer schon zur Verzweiflung gebracht hat – Gewitter und damit verbundene Wetterphänomene. Die St.-Michael-Schüler hatten Pech, denn die Technik streikte und der Vortrag musste kurzfristig von der Leinwandpräsentation auf eine mündliche Abhandlung umdisponiert werden, was die Truppe absolut souverän löste.

Keine Schau ohne den Clown. In der Stadthalle war das der Ausnahmekünstler Kai Eikermann. Mit Mund und Mikro imitierte er einen frühen Roboter. Per Akkuschrauber und Stirnlampe verriet er das Rezept, wie man Oma oder Schwiegermutter nach Weihnachten auch wieder los wird.

Glyphosat – Fluch oder Segen? Dem gingen Ulrich und Paul vom Gymnasium Lauretianum in Warendorf nach. Die Schüler beleuchten facettenreich das Für und Wider des Themas, leidenschaftlich wie sachkenntnisreich.

Phänomexx on stage

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  • Das war eine unterhaltsame Wissenschaftsshow Foto: Peter schniederjürgen
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Nachmachen nicht zu empfehlen waren die Sitzballkunststücke von Tatiana Konoballs. Sie zeigte mit allen Gliedmaßen, dass Sitzbälle zu mehr taugen als zum Sitzen. Aber nur für den, der es kann und ausreichend geübt hat. Die Artistin hatte das in einer Akademie in der Ukraine gelernt. „Bloß nicht nachmachen. Und wenn, dann unbedingt filmen“, kommentierte Mall den Auftritt der Artistin.

Seit rund 300 Jahren tot, aber für diese Wissenschaftsshow extra auferstanden, kam Sir Isaac Newton vorbei, um die Gravitation zu erklären. Ben und Alexej von der Fritz-Winter-Gesamtschule erzählten lustig und zum Mitmachen die Entdeckung der Kraft, die alles auf der Erde am Boden hält.

Was allerdings für Claudius Specht und seine Keulen oder Becher zeitweise aufgehoben zu sein scheint. Der Jongleur begeisterte mit Kunststücken und danach mit der Präsentation seiner Requisitenkiste. „Das ist Phänomexx im Kleinformat“, verkündete Moderator Mall. Denn der Artist wirft seine Geräte mit Luftdruck aus dem Behälter. „Jetzt suche ich noch ein System zum Fangen. Wer eine Idee hat, soll sich melden“, schmunzelte er.

Mit einer um sich greifenden Krankheit befasste sich das Team der Beckumer Sekundarschule. Moritz und Sören informierten über die Volkskrankheit Diabetes. Wer einen trockenen medizinischen Vortrag erwartete, wurde auf das Angenehmste überraschst. Denn Moritz, selber betroffen, rang der Sache auch Gutes ab: „Ich kann im Unterricht essen und trinken, wenn ich will. Ich darf ja nicht unterzuckern“, grinste der Schüler.

Die Kollegen von der Ahlener Sekundarschule beeindruckten mit einem Vortrag zum Klimawandel. Einschließlich eines „Interviews“ mit Klimawandel-Leugner und Präsidenten Donald Trump. Damit lieferten Joshua, Dustin und Bartuhan eine tolle Leistung ab. An Albert Einsteins Vorstellungen zur Gravitation machten sich die Schüler der Sendenhorster Sekundarschule. Mittels Bällen und Tischtuch, mit ganz viel Spaß und Kreativität, vermittelten sie diese einfach und verständlich.

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