Familienfreundliche Kinderbetreuung
Auf Bedarf der Eltern ausgerichtet

Ahlen -

Wie Kinder betreut werden, wenn Eltern ungewöhnliche Arbeitszeiten haben, zum Beispiel im Schichtdienst tätig sind, soll ein neues Konzept beleuchten. Verantwortliche diskutierten jetzt die Lösungsansätze.

Donnerstag, 07.06.2018, 18:00 Uhr

Mit dem Konzept des „Clubs familienfreundlicher Unternehmen“ setzten sich Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der Caritas und betroffener Unternehmen auseinander.
Mit dem Konzept des „Clubs familienfreundlicher Unternehmen“ setzten sich Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der Caritas und betroffener Unternehmen auseinander. Foto: Peter Schniederjürgen

Vollzeitarbeit ist gut für den, der davon leben kann und die Sozialsysteme. Doch was ist, wenn sich die Arbeitszeiten dieser Tätigkeit nicht mit den Öffnungszeiten von Kindertagesstätten und Tagesmüttern decken? Wie werden Früh-, Spät- und Nahtschichten gelöst? Was ist im Falle von plötzlich anfallenden Überstunden?

Am Mittwoch trafen sich betroffene Unternehmen, Stadtverwaltung und Caritas im Kindergarten „Villa Regine“, um sich diesen Fragen zu stellen. Die Gastgeber, Heinrich Sinder als Geschäftsführer der Caritas und sein Fachbereichsleiter Ludger Althaus, stellten das Konzept des „Clubs familienfreundlicher Unternehmen“ vor. Mit dem Bundesprogramm „Kita plus“ hat die Caritas als Betreiber mehrerer Kindergärten den Club begründet und bereits drei Mitglieder gewonnen.

Mittels einer Powerpoint-Präsentation bekamen die Vertreter von Verwaltung und Wirtschaft einen Eindruck von einem Konzept für die Stadt.

„Kernpunkt ist die Ausrichtung nach dem Bedarf der Eltern“, umriss Ludger Althoff die Grundbedingungen. Deren Ziel ist die Verbesserung der Bedingungen für die zu ungewöhnlichen Zeiten arbeitenden Eltern. Dabei richten sich die pädagogischen Angebote in einem offenen Konzept an die zeitlichen Möglichkeiten und den Interessen der Kinder – und das nötigenfalls bis in die Abendstunden hinein. „Ebenso ist die Sicherstellung einer Betreuung an Wochenenden und an Feiertagen nötig“, ergänzte Sinder. Das Ganze wird sowohl durch das Bundesprojekt unterstützt als auch durch den „Club“.

Vergeben werden diese Plätze nach einen Punkteschlüssel. Je einen Punkt gibt es für Familien im Nahbereich, im Umkreis von einem Kilometer. Einen weiteren Punkt gibt es für den Ganztagesbedarf, dazu noch einen für den Randzeitenbedarf. Das heißt vor 7 und nach 17 Uhr, zusätzlich an Wochenenden und Feiertagen. Dazu gibt es einen weiteren Punkt für die Eltern, die bei einem Club-Mitglied angestellt sind.

„Damit erhöht sich die Chance auf einen Platz mit bedarfsgerechter Betreuung deutlich“, hebt Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder hervor. Zusätzlich bekommen Mitglieder qualifizierte Beratungen und Begleitung bei der Anmeldung und Vermittlung des Betreuungsplatzes, einschließlich einer niederschwelligen Beratung – nötigenfalls auch zu Hause. Die Mitgliedschaft bewirkt ein positives Bild in der Öffentlichkeit und gibt einen Vorteil bei der Gewinnung junger und kompetenter Mitarbeiter. „Sie zeigen damit Verantwortung für den Wirtschaftsstandort Ahlen“, fügte Althoff an. Obendrein ist der Mitgliedsbeitrag steuerlich abzugsfähig. Für weitere Fragen steht Heinrich Sinder zur Verfügung. Unter der Telefonnummer 89 35 37 geht es um Kinderbetreuung in den Randarbeitszeiten mit Verwaltung, Träger und Unternehmen.

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