Umrüstung aller Haltestellen
Barrierefrei auf ganzer Linie

Ahlen -

Alle 169 Bushaltestellen sollen in den nächsten fünf Jahren barrierefrei werden. Damit nimmt Ahlen eine Vorreiterstellung ein.

Mittwoch, 20.06.2018, 16:40 Uhr

Ahlen soll im Busverkehr barrierefrei werden: Fritz Neumann, Thomas Schürmeyer, Friedel Paßmann, René Bushuven und Andreas Mentz freuen sich über die Förderung durch den Zweckverband Nahverkehr.
Ahlen soll im Busverkehr barrierefrei werden: Fritz Neumann, Thomas Schürmeyer, Friedel Paßmann, René Bushuven und Andreas Mentz freuen sich über die Förderung durch den Zweckverband Nahverkehr. Foto: Ralf Steinhorst

Seit zehn Jahren wird Ahlen im öffentlichen Personenverkehr Schritt für Schritt barrierefreier. In fünf Jahren sollen dann alle 169 innerstädtischen sowie Dolberger und Vorhelmer Bushaltestellen so gebaut sein, dass Menschen mit Handicap sie auch optimal nutzen können.

„Sieht gut aus, Herr Mentz“, freute sich Friedel Paßmann, Vorsitzender des Beirates behinderter Menschen an der Beckumer Straße Höhe Ostbredenstraße über die Umrüstung einer der beiden dort vorhandenen Bushaltestellen, worauf der gelobte Baudezernent ein zufriedenes „Wir sind auf dem Weg“ zurückgab.

Denn Friedel Paßmann lobte auch den Einsatz der Stadt, die entsprechenden Fördergelder beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen Lippe zu beantragen. Dieser unterstützt das Gesamtpaket der Baumaßnahmen über 750 000 Euro mit immerhin 675 000 Euro, also 90 Prozent. Die restlichen zehn Prozent steuert die Stadt bei. Somit sind in fünf Jahren 100 Prozent der Bushaltestellen barrierefrei, 169 Stück an der Zahl. „Damit ist Ahlen Vorreiter“, frohlockte Friedel Paßmann.

Damit ist Ahlen Vorreiter.

Friedel Paßmann

Dabei ist die Umrüstung mit vielen Zahlenspielen verbunden, die teilweise nicht einfach zu durchschauen sind. 75 Bushaltestellen wurden in den vergangenen Jahren schon umgebaut, davon zwölf mit den für sehbehinderte Menschen wichtigen Leitlinien im Boden, 63 ohne Leitlinien. Diese aber sollen mit der neuen Maßnahme nun nachgerüstet werden.

In diesem Jahr kommen 28 Umbauten dazu, zwölf davon sind schon abgeschlossen. „Wir gehen vordringlich an die Haltestellen der Beckumer Straße, weil die ja teilweise wegen der Baustelle verkehrsberuhigt ist“, erklärte René Bushuven von den Ahlener Umweltbetrieben. Die Haltestellen haben ein im Boden gekennzeichnetes weißes Einstiegsfeld von 90 mal 90 Zentimeter, die optimale Länge der Haltestellen soll elf Meter betragen. Das aber orientiert sich an den örtlichen Gegebenheiten.

Dass die Maßnahmen gut für die Gesellschaft sind, betont Friedel Paßmann beim Ortstermin einmal mehr. Die werde schließlich immer älter. Aber nicht nur für Menschen mit Rollatoren oder Rollstuhlfahrer wird der Ein- und Ausstieg in und aus den Bussen erleichtert, sondern auch für Eltern oder Großeltern, die mit Kinderwagen unterwegs sind. Schritt für Schritt.

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