Radfahrer in der Fußgängerzone
Forderung: Kontrollieren und kassieren

Ahlen -

Die Forderung, Radler, die außerhalb der erlaubten Zeiten durch die Fußgängerzone fahren, zur Kasse zu bitten, wurde jetzt im Betriebsausschuss laut.

Mittwoch, 27.06.2018, 07:00 Uhr

Im größten Teil der Fußgängerzone dürfen Radler weiter nur von 19 bis 11 Uhr fahren.
Im größten Teil der Fußgängerzone dürfen Radler weiter nur von 19 bis 11 Uhr fahren. Foto: gös

Er finde es „richtig, dass man die Radfahrer nicht aus der Innenstadt verbannt“, erklärte Heinrich Artmann . Der Vorsitzende der Freien Wählergemeinschaft (FWG) schloss sich am Montag im Betriebsausschuss dem Vorschlag der Verwaltung an, den Marktplatz, das Verbindungsstück zur Fußgängerzone und deren westlichen Eingangsbereich zwischen der Volksbank und der Einmündung Steingasse ganztägig für den Radverkehr freizugeben.

Mit Ausnahme von Rolf Leismann (BMA), der sich enthielt, stimmten auch die Vertreter der anderen Fraktionen dem Konzept zu, das damit nun umgesetzt werden kann. Aber erst, wenn die „gute Stube“ fertig und anschließend der „Ahlener Advent“ vorbei ist. Das wäre dann sozusagen ein Weihnachtsgeschenk der Stadt an die Radler.

Stadtbaurat Andreas Mentz betonte, dass es sich um eine Sonderregelung handele. Der Radfahrer sei „Gast“ in den betreffenden Bereichen und habe sich entsprechend zu verhalten. Ohne gegenseitige Rücksichtnahme werde es nicht funktionieren. Die Verwaltung setze auf Aufklärung und Kommunikation, es sei sicher nicht damit getan, Schilder aufzustellen.

Ralf Marciniak (CDU) blieb skeptisch angesichts der Szenen, die sich tagtäglich in der Fußgängerzone abspielten. Mit welcher Ignoranz da teilweise, insbesondere von Jugendlichen, „gerast“ werde . . .

Andreas Mentz wies darauf hin, dass die Überwachung des fließenden Verkehrs in die Zuständigkeit der Polizei falle, diese aber mit so vielen anderen Aufgaben gefordert sei, dass Kon­trollen in der Fußgängerzone für sie „keine Priorität“ hätten. Auch er hielte es für wünschenswert, wenn Verstöße konsequenter geahndet würden. Erst wenn man den Jugendlichen „auch mal ins Taschengeld greife“, werde das vielleicht Wirkung zeigen.

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