Städtepartner zu Gast
Mammut beeindruckt auch Berliner

Ahlen -

Auf die Delegationen der Partnerstädte wartete neben dem obligatorischen Stadtfestbesuch auch ein umfangreiches Besichtigungsprogramm. Inklusive Visite beim Mammut.

Sonntag, 08.07.2018, 20:01 Uhr

Die offiziellen Delegationen aus den Partnerstädten zeigten sich beeindruckt vom Mammut, das einst in Ahlen seine Kreise zog. Fachbereichsleiter Christoph Wessels (2.v.r.) versorgte die Gäste mit interessanten Informationen.
Die offiziellen Delegationen aus den Partnerstädten zeigten sich beeindruckt vom Mammut, das einst in Ahlen seine Kreise zog. Fachbereichsleiter Christoph Wessels (2.v.r.) versorgte die Gäste mit interessanten Informationen. Foto: Dierk Hartleb

Berliner sind so leicht nicht aus der Fassung zu bringen. Aber das 3,25 Meter hohe Skelett des Mammutbullen, das zum Internationalen Museumstag den Weg zurück nach Ahlen – wenn auch nur als Leihgabe des Geomuseums Münster auf Zeit – gefunden hat, flößte auch den Mitgliedern der dreiköpfigen Delegation aus der Partnerstadt Tempelhof-Berlin Respekt ein, die am Freitagabend der Einladung des Bürgermeisters ins Heimatmuseum gefolgt waren.

Die Vertreter der anderen Partnerstädte aus Teltow, Penzberg und Differdingen waren nicht weniger beeindruckt von den fundierten Ausführungen durch Christoph Wessels , Fachbereichsleiter Kultur im Rathaus, über die verschlungenen Wege, auf denen das wertvolle Fundstück, das vor rund 41 000 Jahren seine Kreise auf heutigem Ahlener Gebiet gezogen haben muss, nach 108 Wanderschaften durch Museen und Werkstätten von Präparatoren wieder an seinen Fundort zurückgekehrt ist. Christoph Wessels zusammenfassend: „Das Mammut ist in Ahlen als Namensgeber in vielfältiger Hinsicht präsent.“ Aber alle Versuche, es dauerhaft zurückzuholen, seien bislang gescheitert, räumte der Kulturfachbereichsleiter augenzwinkernd ein.

Für Bürgermeister Dr. Alexander Berger war der sogenannte Sponsorenempfang willkommene Gelegenheit, den Förderern des Ahlener Stadtfestes – die illustre Liste umfasst die Firmen Reflex Winkelmann, Dow, die ortsansässigen Kreditinstitute Sparkasse und Volksbank sowie die Stadtwerke, Radio WAF, Brinkhoffs Brauerei und den Stadtfest-Gastronomen Bernd Overmann – zu danken. Zugleich hieß er die Mitglieder der offiziellen Delegationen aus den Partnerstädten willkommen.

Auf die wartete am Samstag ein umfangreiches Programm mit der Besichtigung des in Bau befindlichen Baubetriebshofs und einem anschließenden informativen und geselligen Beisammensein in den Räumen der Feuerwehr .

Besuch auf der Baustelle des Baubetriebshofs...

Besuch auf der Baustelle des Baubetriebshofs... Foto: Dierk Hartleb

...und auf dem Zechengelände.

...und auf dem Zechengelände. Foto: Dierk Hartleb

Der praktischen Anschauung auf der Baustelle ließen Jan Hintemann und Frank Bundschuh von den Umweltbetrieben (AUB) den theoretischen Teil an Hand von Plänen folgen. Dabei interessierten sich die Gäste besonders für die Erfahrungen bei der europaweiten Ausschreibung der Gewerke. Die meisten Firmen kämen aus Ahlen und der näheren Umgebung bis Münster und Dortmund, klärten die beiden AUB-Fachleute auf.

Bei der Kostenentwicklung mussten sie allerdings eingestehen, dass es gegenüber der Ursprungsplanung von 12,2 Millionen Euro auf aktuell 18.9 Millionen Euro eine deutliche Steigerung gegeben hat. Zumal in dieser Auflistung noch die 1,8 Millionen Euro fehlen, die der Rat in seiner jüngsten Sitzung für die Nachrüstung um ein weiteres Stockwerk zur Verfügung gestellt hat. Ebenfalls noch nicht berücksichtigt sind die allgemeinen gegenwärtigen Kostensteigerungen, die bis zu sechs, sieben Prozent von den kalkulierten Preisen abweichen.

Anschließend führte Feuerwehrchef Walter Wolf die Besucher durch die Feuerwache und machte sie zuvor mit einigen Zahlen bekannt: knapp 70 hauptamtliche Feuerwehrbedienstete und insgesamt rund 300 Ehrenamtliche. Insgesamt absolviere die Feuerwehr 10 000 Einsätze pro Jahr. Martina Sommerfeld (SPD), in der Bezirksvertretung Tempelhof-Schöneberg zuständig für den Bereich Kultur, zeigte sich sehr beeindruckt: „Das ist ein Bereich, mit dem ich sonst gar nicht in Berührung komme.“

Ein eigenes Programm boten die Ahlener Städtefreunde der 30-köpfigen Besuchergruppe aus Differdingen: Nach einem Besuch auf dem Hof Schulze Rötering ging es nachmittags noch auf die Zeche.

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