Stadtfest-Bilanz
„Wir sind wirklich gut zufrieden“

Ahlen -

Die Wersepromenade am Städtischen Gymnasium habe sich als Ausweichort für das 33. Ahlener Stadtfest mehr als bewährt, findet Britta Peine aus der städtischen Kulturabteilung. Aber – so schön es auch gewesen sei: Nächstes Jahr wird wieder auf dem Marktplatz gefeiert.

Dienstag, 10.07.2018, 07:00 Uhr

War wohl unvermeidlich, hat aber auch der Stimmung keinen Abbruch getan: der „Sicherheitszaun“ am Werseufer.
War wohl unvermeidlich, hat aber auch der Stimmung keinen Abbruch getan: der „Sicherheitszaun“ am Werseufer. Foto: Peter Harke

Ausschlafen? Ja, das wäre nicht schlecht gewesen nach diesem Wochenende mit drei prallen Tagen und zwei ziemlich kurzen Nächten. Aber nichts da: Auch am Montagmorgen sitzen Britta Peine und ihre Kollegen in der städtischen Kulturabteilung schon wieder am Schreibtisch und sind womit beschäftigt? Dem Stadtfest natürlich. Damit zum Beispiel, den Künstlern ihre Gage anzuweisen. Ein, zwei Mal müssen sie auch noch zurück an den „Tatort“, ans Werseufer, um zu kontrollieren, ob auch alle Spuren beseitigt sind. „Wir wollen ja den Platz ordentlich hinterlassen“, sagt Britta Peine.

Wie fällt die erste Bilanz mit – noch kurzem – Abstand aus? „Wir sind wirklich gut zufrieden“, erklärt die Kulturplanerin und schildert erst einmal die ungewohnte Per­spektive aus dem Orgabüro im „Superneubau“ des Gymnasiums. „War mal eine ganz andere Aussicht. Wenn es gerade nicht ganz so voll war, konnten wir bis zur Bühne gucken.“ Obwohl das Gelände sehr langgestreckt sei und alle im Team „viele Meter gemacht“ hätten, hat sich aus Peines Sicht die „Location“ bewährt. Im Nachhinein könne man vielleicht sogar von ei­ner glücklichen Fügung sprechen, dass der ursprüngliche Plan, auf den Marienplatz auszuweichen, verworfen werden musste. Da wäre es doch deutlich beengter gewesen, das Geschehen mehr in die Fußgängerzone abgedriftet.

Es war eine schöne, friedliche Atmosphäre.

Britta Peine

Auch mit alkoholisierten Jugendlichen gab es diesmal überhaupt kein Problem. „Es war eine schöne, friedliche Atmosphäre“, schildert Britta Peine ihre Eindrücke. Die Sanitäter von DRK und MHD hätten „eine ruhige Nummer schieben“ können, abgesehen von ein paar Schrammen bei Kindern, die mit Pflastern „verarztet“ wurden, und einigen wenigen Besuchern mit Kreislaufproblemen. Auch die Rettungsschwimmer der DLRG mussten niemanden aus der Werse fischen. Die Absperrung fand Britta Peine im Übrigen – ein Lob an die Mitarbeiter der Umweltbetriebe – dezent gestaltet.

Gefragt nach ihrer ehrlichen Einschätzung des Programms, antwortet Britta Peine wie aus der Pistole geschossen: „Das Highlight war für mich definitiv Andrew Strong. Ein grandioses Konzert. Der hat das Publikum total mitgezogen.“ Auch das Kindertheater „Hans im Glück“ habe ihr gut gefallen und „Ticket to Happiness“, eine „junge, frische Band“, die mit ihrem Irish Folk am späten Sonntagnachmittag noch für einen gelungenen Ausklang gesorgt habe. Von der Idee, am Freitagabend den Film „The Commitments“ zu zeigen, ist Britta Peine nach wie vor überzeugt. Es hätte keine Band so kurzfristig einspringen können, nach dem unerwarteten Ausscheiden der deutschen Elf bei der Fußball-WM.

Manche Besucher seien von der Atmosphäre am Bruno-Wagler-Weg so begeistert gewesen, dass sie gefragt hätten, ob man nicht das Stadtfest künftig immer dort durchführen wolle. Aber solchen Überlegungen erteilt Britta Peine eine deutliche Absage: „Ich wünsche mir meinen Marktplatz zurück.“ Für die Deko im nächsten Jahr gebe es auch schon ein paar Ideen. Denn: „Nach dem Stadtfest ist vor dem Stadtfest.“

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