25 Jahre „Freizeit-Freunde“
Alleinstehende sind nicht allein

Ahlen -

„Gemeinsam statt einsam“ heißt das Motto der „Freizeit-Freunde“, die sich diesen Slogan vor 25 Jahren bei ihrer Gründung auf die Fahne schrieben. Der Erfolg gibt ihrem Konzept mit vielen gemeinsamen Veranstaltungen Recht: Aus den sechs Gründungsmitgliedern wurde schnell eine Gruppe von über 50 Alleinstehenden.

Samstag, 14.07.2018, 12:00 Uhr

Ingrid Rudolph, Werner Sandbothe und Ulla Kleiböhmer sind stolz darauf, dass die „Freizeit-Freunde“ auch nach 25 Jahren an jedem Wochenende etwas zu bieten haben.
Ingrid Rudolph, Werner Sandbothe und Ulla Kleiböhmer sind stolz darauf, dass die „Freizeit-Freunde“ auch nach 25 Jahren an jedem Wochenende etwas zu bieten haben. Foto: Ralf Steinhorst

Noch heute sind mit Ruth Reinberg, Ingrid Rudolph, Ingrid Varovic drei der sechs Gründungsmitglieder dabei. Nur wenige Monate nach der Gründung am 1. Juli 1993 stieß auch Ulla Kleiböhmer dazu. Die Gründungsmitglieder gehörten zuvor dem Ahlener Freundschaftsring an, wollten aber dann etwas Eigenes auf die Beine stellen. Die Gaststätte „Peters Eck“ war das erste Vereinslokal, mittlerweile nutzt der Verein die Dachterrasse von Innosozial im Zeppelinkarree als Treffpunkt.

„An jedem Wochenende sollten Veranstaltungen stattfinden“, erinnert sich die Vorsitzende Ingrid Rudolph an die Gründungstreffen und ist stolz darauf, dass das auch heute noch so umgesetzt wird. Die Mitglieder unternehmen Ausflüge mit Besichtigungen, Fahrradtouren, Wanderungen, Theaterbesuche und vieles mehr. Schließlich sollen alleinstehende Menschen nicht alleine sein und selbst an Feiertagen Unterhaltung haben.

Hinzu kommen im Jahr bis zu vier Kurzreisen über drei bis vier Tage. Die sind ebenso wie die Tagesveranstaltungen auch für den kleinen Geldbeutel erschwinglich, schließlich sollen auch alle Mitglieder teilnehmen können. 62 Euro im Jahr beträgt der Mitgliedsbeitrag, dieser fließt wieder in die Finanzierung der Veranstaltungen. Vielfach bemühen sich die „Freizeit-Freunde“ darum, die Kosten gering zu halten, etwa mit selbst gemachten Salaten bei Grillabenden. „Wer alles mitmacht, bekommt quasi wieder was heraus“, rechnet der langjährige Vorsitzende Werner Sandbothe schnell durch.

Wer beitreten möchte, muss alleinstehend sein. Trotzdem gibt es inzwischen einige Paare in der Gemeinschaft. Die nämlich haben sich im Verein gefunden. Wie die Schriftführerin Ulla Kleiböhmer und Werner Sandbothe, die sogar geheiratet haben. „Aber wer in der Gruppe einen Partner gefunden hat, darf dann trotzdem bleiben“, legt Ulla Kleiböhmer Wert darauf, dass der Kreis nicht gesprengt wird.

Die Altersstruktur liegt bei 60 Jahren aufwärts, das älteste Mitglied ist sogar 94 Jahre alt. Eine Verjüngung täte gut, darüber sind sich die drei Vorstandsmitglieder einig. Wer also Interesse hat, kann dienstags um 19.30 Uhr bei den „Freizeit-Freunden“ auf der Dachterrasse von Innosozial im Zeppelinkarree vorbeischauen. Schließlich soll der Wunsch von Ingrid Rudolph erfüllt werden: „Es wäre schön, wenn der Verein noch lange zusammen ist.“

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5904440?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Rotphasen sorgen für lange Staus – und für Unmut
An den beiden innerstädtischen Bahnübergängen bilden sich im Tagesverlauf immer wieder lange Staus, wenn die Ampeln Rot zeigen.
Nachrichten-Ticker