Aktion „Ahlen blüht auf“
Umbau des Stadtparks rückt näher

Ahlen -

Die seit der Bewerbung um die Landesgartenschau 2011 im Raum stehende Sanierung des Ahlener Stadtparks wird konkreter. Bürgermeister Dr. Alexander Berger kündigte bei der Präsentation der von Gartenbaubetrieben gestalteten Blumenbeete an, dass in zwei Jahren der Umbau starten könnte.

Donnerstag, 19.07.2018, 14:00 Uhr

„Ahlen blüht auf“: Bunte Beete schmücken wieder den Stadtpark. Stadt und Krankenhaus haben den unterstützenden Gartenbaubetrieben bei einem Rundgang ihren Dank ausgesprochen.
„Ahlen blüht auf“: Bunte Beete schmücken wieder den Stadtpark. Stadt und Krankenhaus haben den unterstützenden Gartenbaubetrieben bei einem Rundgang ihren Dank ausgesprochen. Foto: Stadt Ahlen

Vorgeschaltet werde im kommenden Frühjahr unter anderem ein Beteiligungsformat, in dem die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen sind, ihre Vorstellungen von einem überarbeiteten Stadtpark einzubringen, so Berger . Fördermittel in Höhe von 50 000 Euro seien für die Planung beantragt, mit ihrer Bewilligung rechnet die Stadt zum Jahresende.

„Alle Planungen müssen behutsam sein“, versichert der Bürgermeister, „das schöne Erbe und das grüne Gefühl“ im Park zu erhalten. Die Reiberg‘sche Handschrift müsse auch in Zukunft erkennbar bleiben. Mit dem Stadtpark habe sich Ahlen „ein Stück Freizeitwert geschaffen, worauf man stolz sein kann.“ Neben der Bürgerschaft werden als unmittelbare Anrainer auch das Kunstmuseum, das St. Vinzenz am Stadtpark und das St.-Franziskus-Hospital in den Planungsprozess eingebunden.

Dessen Verwaltungsdirektor Winfried Mertens spricht von einem Stadtpark, der „traumhaft“ sei. „Eine behutsame Umgestaltung ist gut, der Parkcharakter muss auf jeden Fall erhalten bleiben.“ Mitarbeiter und Patienten nutzten den Park intensiv, so Mertens. „Erst vorhin traf ich noch eine werdende Mutter, die Schritte auf und ab ging, um die Geburt vorzubereiten.“ Den anwesenden Gartenbaubetrieben Barrey und Schulze Eckel dankten Mertens und Berger für das Engagement. Unterstützung findet die Partnerschaft für den Stadtpark zudem durch die Betriebe Wallgärtner und Weber.

Blick in den blühenden Stadtpark.

Blick in den blühenden Stadtpark. Foto: Stadt Ahlen

Bei der Gestaltung seines Beetes im Eingangsbereich zum Park achtete Albert Barrey in diesem Jahr auf die Insektenfreundlichkeit. „Dazu habe ich Schmetterlingsbäume gesetzt, die sind winterhart und kommen prächtig wieder, wenn man sie gut zurückschneidet.“ Damit alles in bunter Blüte bleibt, muss Barrey regelmäßig mit einem 500-Liter -Fass Wasser vorbeikommen. Der regenarme Sommer sorgt auch Reinhold Schulze-Eckel. „Ganz unempfindlich“ seien zwar die Drachenbegonien, die er in Nachbarschaft zu grünen Gräsern gepflanzt hat. Doch ohne Wasser kommen auch sie nicht aus. Was zurzeit gewässert werden müsse, „das habe ich noch nie erlebt.“

Ahlens Grünflächenleiter Jörg Pieconkowski setzt gegen die Trockenheit auf Rindenmulch. Neu angelegte Beete werden damit abgedeckt, um die Verdunstung zu reduzieren, junge Bäume werden regelmäßig mit Wasser versorgt. Von oberflächlichem Gießen oder Wassersäcken, wie sie woanders an Bäume gebunden werden, hält Pieconkowski wenig. Die Ahlener Umweltbetriebe setzen auf Kunststoffgießringe. „Dadurch kann gezielt eine große Menge Wasser auf die Wurzelballen der Bäume gebracht werden und die Ballen werden komplett durchfeuchtet.“

Und auch gegen eine weitere Plage, die die Besitzer von Buchsbaumhecken immer wieder zur Verzweiflung treibt, hat Albert Barrey einen ökologischen Tipp: „Einfach Algenkalk reinstreuen“, empfiehlt er gegen den Zünsler. Die Bäumchen, die er so behandelt habe, „sehen noch ganz gut aus.“

Alle Planungen müssen behutsam sein.

Dr. Alexander Berger
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