Wulfbert-Denkmal in Vorhelm
Ehrenamtliche gießen Fundament

Vorhelm -

Gut zehn ehrenamtliche Helfer beteiligten sich am Dienstag an der Erstellung eines Fundaments für das geplante Wulfbert-Denkmal am Platz vor der St.-Pankratius-Kirche.

Dienstag, 24.07.2018, 19:00 Uhr

Ehrenamtliche aus den Reihen der Pfarrgemeinde und des Heimatvereins erstellten am Dienstag das Fundament, auf dem in Kürze das Wulfbert-Denkmal stehen wird: Michael Büttendorf, Martin Schneider, Ludger Bach, Ludwig Schulze Everding, Herbert Leifker, Pastor Hermann Honermann, Alfons Oskamp und Josef Rehbaum (v.l.) packten tatkräftig mit an, ebenso Willi Bücker (nicht im Bild).
Ehrenamtliche aus den Reihen der Pfarrgemeinde und des Heimatvereins erstellten am Dienstag das Fundament, auf dem in Kürze das Wulfbert-Denkmal stehen wird: Michael Büttendorf, Martin Schneider, Ludger Bach, Ludwig Schulze Everding, Herbert Leifker, Pastor Hermann Honermann, Alfons Oskamp und Josef Rehbaum (v.l.) packten tatkräftig mit an, ebenso Willi Bücker (nicht im Bild). Foto: Christian Wolff

Die Spaten blitzen in der Sonne, die Mischmaschine wummert, eimerweise häuft sich Mutterboden auf: Eine schweißtreibende Angelegenheit ist die Erstellung des Fundaments für das Wulfbert-Denkmal, das in etwas mehr als zwei Wochen feierlich enthüllt werden soll.

Zehn Ehrenamtliche aus den Reihen der Pfarrgemeinde St. Pankratius und des Heimatvereins finden sich am Dienstagvormittag am vorgesehenen Standort nahe des Gotteshauses im Dorfkern ein, um für den Gedenkstein einen passenden Untergrund zu schaffen. Dabei gilt das Motto: „Viele Hände, schnelles Ende“.

Wie berichtet, soll ein Denkmal an den ersten belegbaren Vorhelmer erinnern, der nachweislich Wulfbert hieß und im Bereich der heutigen Rolandstraße, wahrscheinlich zwischen den heutigen Höfen Schulze Middig und Thiemann lebte. „Der Stein, auf dem ein Bronzerelief angebracht wird, steht dann auf Kirchengrund“, erklärt Pastor Hermann Honermann. Daher bringt sich die Gemeinde mit ihrem Gärtner Michael Büttendorf und Baufachmann Alfons Oskamp auch aktiv mit ein. Gestaltet wird das Kunstwerk vom Ennigerloher Künstler Wolfgang Lamché.

Die Geschichte, auf die Bezug genommen wird, geht zurück auf das Jahr 864, als Wulfbert mit seiner Frau und dem schwer kranken Kind Amulger nach Werden bei Essen pilgerte, um für die Gesundheit des Sohnes zu beten. Wie die Mönche des dortigen Klosters notierten, galt der Junge am Tag darauf als geheilt. Die Begebenheit, die bereits im Vorhelmer Heimatbuch von 1954 kurz angerissen wurde, hat Pastor Hermann Honermann in den vergangenen Jahren weiter verfolgt und durch Archivrecherchen belegt. Er gab auch den Anstoß dazu, für den „Ur-Vorhelmer“ Wulfbert eine bleibende Erinnerung zu schaffen, die Besuchern Vorhelms und kommenden Generationen das Alter des Hellbachdorfes vor Augen führt.

Die Feier zur Wulfbert-Einweihung beginnt am Samstag, 11. August, mit der Abendmesse um 18 Uhr in der St.-Pankratius-Kirche. Anschließend ziehen die Gläubigen gemeinsam mit Ehrengästen und Fahnenabordnungen hinaus zum Vorplatz der Pfarrkirche. Dort werden Josef Remmert (Vorsitzender der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände), Karl-Heinz Meiwes (stellvertretender Bürgermeister der Stadt Ahlen), Roland Klein (Sparkassenstiftung für Ahlen, Drensteinfurt und Sendenhorst) und Willi Wienker (Heimatverein Vorhelm) jeweils ein kurzes Grußwort sprechen. Die Sparkassenstiftung hatte den Löwenanteil der Kosten übernommen.

Später lädt Honermann seine Weggefährten und Freunde – kurzum: die gesamte Pfarrgemeinde – zu einem Empfang ins benachbarte Pfarrheim ein. Schließlich begeht der Geistliche am selben Tag seinen 80. Geburtstag. „Das ist im Grunde nicht viel“, sagt Honermann mit Augenzwinkern. „Man muss mal überlegen, dass Wulfbert heute stolze 1154 Jahre alt wäre.“

Der Stein, auf dem ein Bronzerelief angebracht wird, steht auf Kirchengrund.

Pastor Hermann Honermann
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