Altgebäude weichen
Abriss für die „Ludgeri-Höfe“ läuft

Ahlen -

Das alte Pfarrhaus, der alte Pfarrsaal und die ehemalige Pfarrbücherei von St. Ludgeri machen Platz für die „Ludgeri-Höfe“. Im Herbst 2020 sollen sie bezugsfertig sein.

Freitag, 03.08.2018, 14:28 Uhr

Die Abrissarbeiten laufen. Am Mittag ist bereits der Anbau des alten Pfarrhauses verschwunden. Das Kerngebäude folgt am Nachmittag. Die nächsten beiden Kandidaten: der ehemalige Pfarrsaal und die alte Bücherei. Parallel läuft die Asbestentsorgung.
Die Abrissarbeiten laufen. Am Mittag ist bereits der Anbau des alten Pfarrhauses verschwunden. Das Kerngebäude folgt am Nachmittag. Die nächsten beiden Kandidaten: der ehemalige Pfarrsaal und die alte Bücherei. Parallel läuft die Asbestentsorgung. Foto: Ulrich Gösmann

Kaum ist der Bagger da, ist das alte Pfarrhaus auch schon weg. Der Realisierung des Wohnprojekts „Ludgeri-Höfe“ geht am Donnerstag Staub und Tempo voraus. Die Abrissarbeiten haben begonnen. Im März 2020 sollen auf 3250 Quadratmetern freigemachter Grundfläche zwei Gebäude mit 23 barrierefreien Wohnungen, zwei Wohngemeinschaften und ein zentraler Quartierstreff bezugsfertig sein. Hinter dem 6,4 Millionen-Euro-Projekt steht der Caritasverband für das Dekanat Ahlen in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde St. Bartholomäus.

Die Floskel „Im Schatten des Kirchturms“ erübrigt sich: Sengende Sonne begleitet den Start der Abrissarbeiten, die mit dem Wegfall des alten Pfarrhauses schon am ersten Tag sichtbare Ergebnisse liefert. Der Pfarrsaal fällt in der nächsten Woche, die alte Bücherei vorne an der Gemmericher Straße in zwei Wochen, wie Bauleiter Frank Caprio von den Klein.Riesenbeck-Architekten aus Warendorf im Redaktionsgespräch erklärt. Mit den Rohbauarbeiten gehe es nach aktuellem Plan Anfang September weiter. „Zeitlich versetzt werden dann beide Gebäude hochgezogen“, so Caprio.

Nächster Abrisskandidat: das alte Pfarrheim.

Nächster Abrisskandidat: das alte Pfarrheim. Foto: Ulrich Gösmann

Als wenn die Hitze nicht so schon reiche: Schutzanzüge und Atemschutz sind für die parallel laufende Asbestentsorgung angelegt, die in der Mittagssonne um den Kamin der Bücherei kreisen. Die Giebelseiten des Pfarrsaals sind unterdessen geschafft. Weiteres Asbest schlummert in Nachtspeicheröfen, Brandschutztüren sowie -klappen und in innenliegenden Fensterbänken.

Hinter dem Projekt „Ludgeri-Höfe“ steht der Grundgedanke des miteinander Wohnens und Lebens. Heinrich Sinder, Geschäftsführer des Caritasverbandes Ahlen, hatte bei der Präsentation von einem Vorhaben großer Dimension gesprochen, der den Stadtteil stärke. Von hier war auch der Wunsch gekommen, bezahlbaren, barrierefreien und rollstuhlgerechten Wohnraum zu schaffen. Gleichwohl wurde ein Mangel an Betreuungs- und Versorgungsplätzen für Menschen, die nicht mehr alleine in ihren eigenen Wohnung leben können, beklagt. Mieter und Besucher sollen künftig selbst über den Umfang der Unterstützung entscheiden. Der Kirchturm von St. Ludgeri steht künftig auch als verbindendes Element von Gemeindezentrum, Kirche und Neubau.

Zum Schluss fällt die ehemalige Bücherei.

Zum Schluss fällt die ehemalige Bücherei. Foto: Ulrich Gösmann

Die 23 barrierefreien Wohnungen sind zwischen 25 und 75 Quadratmeter groß; 14 zählen zum sozialen Wohnungsbau. Die beiden Wohngemeinschaften sehen je zwölf Plätze vor. Zentraler Kommunikationspunkt ist der Quartierstreff mit 92 Quadratmetern. Er besteht aus einem großen Veranstaltungsraum mit Küche und dem Quartiersbüro.

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